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Kinder- und Jugendschutz

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Manteuffel, Angela: von; Trapper, Thomas: Jugendhilfe als Jugendschutz

Vorgestellt werden drei Grundforderungen - nämlich: Leistungsorientierung statt Sozialdisziplinierung, Dialog statt falsch verstandener Fürsorglichkeit, Achtung statt Ächtung. Hieraus resultiert: Jugendhilfe soll u.a. dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, Erziehungsberechtigte zu unterstützen, Kinder und Jugendliche vor Gefahr für ihr Wohl zu schützen und positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen. Die Themen der Jugendhilfe dürfen auch zukünftig nicht von der inneren Sicherheit diktiert werden; es kann nicht darum gehen, an jungen Menschen Macken und Defizite dingfest zu machen, um jene dann an eine imaginäre Normalität anpassen zu wollen. Jugendhilfe darf nicht als ordnungspolitisches Instrument missbraucht werden, sondern muss auf die Sicherstellung positiver Lebensbedingungen und echter Teilhabechancen für junge Menschen ausgerichtet sein.

In: THEMA JUGEND (TJ)
H. 4, , S. 4 -6, 1998,
ISSN: 0935-8935
Bezug:
Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen (KLAG) e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster

BAJ-A-00788 (Einzelartikel)

Letzte Aktualisierung: 06.11.2006

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