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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Gender Mainstreaming

Das Thema Gender Mainstreaming hat Konjunktur. Ob von WissenschaftlerInnen, JournalistInnen, Fachinstitutionen oder Regierungsstellen – eine wahre Flut von Publikationen dokumentiert eine intensive Auseinandersetzung mit der Frage, wie die Kategorie Geschlecht in politischen Entscheidungsprozessen grundlegend zu berücksichtigen ist. In der Publikation werden Verantwortliche aus Politik und Wissenschaft, Verbänden und aus der Praxis des Gender-Trainings zu ihren Perspektiven befragt. Welchen politischen und theoretischen Hintergrund diese neue geschlechterpolitische Strategie hat und welche gesellschaftliche Relevanz ihr zukommt, untersucht Dorit Meyer in ihrem einführenden Beitrag. Birgit Schweikert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert die Maßnahmen zur Umsetzung von Gender Mainstreaming auf Bundesebene. Sie klärt auf über politische und rechtliche Rahmenbedingungen, Vorgehensweisen bei der Implementierung und berichtet über perspektivische Planungen der Bundesregierung. Am Beispiel der Heinrich-Böll-Stiftung informiert Angelika Blickhäuser über Ziele und Methoden von Gender-Trainings, über Hindernisse bei der Umsetzung der neuen Strategie in die Praxis und über den Nutzen derartiger Schulungen für die Unternehmen. Uwe Sielert analysiert das Verhältnis zwischen Gender Mainstreaming und Sexualpädagogik und versteht die neue Strategie als wichtigen Baustein innerhalb einer "Sexualpädagogik der Vielfalt". "Braucht die Jugendhilfe Gender Mainstreaming?" fragt Michael Drogand-Strud. Er diskutiert eingehend Chancen und Probleme und hinterfragt Gender Mainstreaming auch explizit in seiner Bedeutung für die Jungenarbeit. Vom Unbehagen an der Frauenförderpolitik der letzten zwei Jahrzehnte handelt der Beitrag von Carol Hagemann-White. Die neue "top down"-Strategie in Politik und Verwaltung müsse sich aber ebenfalls einer kritischen Überprüfung stellen, reiche sie doch nur soweit wie das Wissen, das schon vorhanden und gesellschaftlich anerkannt sei. Gender Mainstreaming, so Hagemann-White, sei ein Werkzeug, aber noch nicht der Bauplan für eine innovative und kritische Gleichberechtigungspolitik.

BZgA Forum Sexualaufklärung und Familienplanung, Hrsg: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
2001, Köln, Eigenverlag, Ausgabe: 2, 52 S.: DIN A 4
ISSN: 1431-4282
Bezug:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Abt. Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung, Ostmerheimer Str. 220, 51109 Köln

BAJ-B-01005 (Print)

Letzte Aktualisierung: 29.09.2003

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