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Kinder- und Jugendschutz

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Plewig, Hans-Joachim: Interventionen im Jugendrecht

Der Ruf nach früher "Grenzziehung" bei gefährdeten und auffälligen Kindern und Jugendlichen nimmt seit vielen Jahren zu. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Sachverhalte: Kinder sterben auf Grund von Vernachlässigung; das Einstiegsalter für Drogenkonsum sinkt (Zigaretten, Cannabis, Alkopops u.ä.); strafunmündige Kinder begehen Aufsehen erregende Straftaten; so genannte jugendliche Intensiv- oder Mehrachtäter erregen öffentliche Aufmerksamkeit; spektakuläre Einzeldelikte richten die Aufmerksamkeit auf die Wirkung von Medien als Ursache von Gewalt. Allen diesen Problemen ist - als erkenntnisleitende Fragestellung - gemeinsam: - es geht um Gefährdung und Gefährlichkeit; - zu klären ist das Verhältnis zwischen Staat und Individuum; - konkret geht es um die Kompetenz von Jugendhilfe und Jugendstrafrecht. Der folgende Beitrag prüft die These, ob es eine Entwicklung hin zum Interventionsstaat gibt, in dem die Minderjährigen zu Sündenböcken für eine von Erwachsenen zu verantwortenden gesellschaftlichen Situation geraten.

In: THEMA JUGEND (TJ)
H. 3, , S. 7 -10, 2006,
ISSN: 0935-8935
Bezug:
Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen (KLAG) e.V., Salzstraße 8, 48143 Münster

BAJ-A-02036 (Einzelartikel)

Letzte Aktualisierung: 16.05.2007

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