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Kinder- und Jugendschutz

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Óhidy, Andrea: Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule

Im Beitrag stellt die Autorin zwei Projekte einer Kooperation zwischen Jugendarbeit und Schule vor, in denen die Jugendarbeit entscheidend dabei helfen kann, Jugendliche über individuelle Förderung in ihrer Entwicklung zu stabilisieren und damit ihren "versperrten Bildungsweg" wieder zu ebnen. Die Projekte sind im Stadtteil Berg Fidel in Münster angesiedelt. Das erste Projekt "Pro B" widmet sich Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren, die den Schulbesuch verweigern. Im zweiten Projekt steht die Betreuung von Kindern und Jugendlichen bei den Hausaufgaben im Mittelpunkt. Beide Projekte nehmen die Jugendlichen aus ihrer Stress verursachenden Umgebung heraus und bieten ihnen die Möglichkeit, in einer neuen, jugendgerechten Umgebung neu anzufangen. Für alle Beteiligten - die Schule, die Eltern, den Stadtteil und besonders die betroffenen Jugendlichen - entsteht so eine Situation, von der alle Beteiligten profitieren. Die Projekte sind gelungene Beispiele für die Kompensation schulischer Defizite in Kooperation zwischen Schule und Jugendarbeit. Allerdings muss die Jugendarbeit in diesem Fall akzeptieren, dass das von ihr vertretene Prinzip der Freiwilligkeit nur in eingeschränkter Weise gilt, da den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen oft keine andere Chance bleibt, um weiterhin die Schule zu besuchen.

In: deutsche jugend (dj)
Jg. 56, H. 2, , S. 57 -66, 2008,
ISSN: 0012-0332
Bezug:
Juventa Verlag GmbH, Ehretstr. 3, 69469 Weinheim, www.juventa.de

BAJ-A-02459 (Einzelartikel)

Letzte Aktualisierung: 29.10.2008

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