Kinder- und Jugendschutz

in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2013

 

KJug 1/2013

»Jugendliche und Glücksspiel«

Viele Menschen fordern »das Glück« mit den unterschiedlichsten Glücksspielarten heraus und hoffen, auf den großen Gewinn. Die meisten nutzen Glücksspiele zur Unterhaltung und Freizeitbeschäftigung und haben keine Probleme, eine Minderheit gilt aber als gefährdete oder sogar schon pathologische Spieler. Auch Jugendliche – vorrangig Jungen – spielen bereits, wenngleich z.B. das Jugendschutzgesetz eindeutig die Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen in Spielhallen sowie die Teilnahme an Spielen mit Gewinnmöglichkeiten verbietet (§ 6 JuSchG). Aus Berichten von Spielsüchtigen weiß man aber, dass das Spielen an Automaten im Jugendalter z.B. in Gaststätten und Imbissen oftmals der Einstieg in die Glücksspielsucht war.
Ordnungsrechtlicher und erzieherischer Jugendschutz sind beim Glücksspiel gleichermaßen wichtig. Die gesetzlichen Regelungen müssen kontrolliert und evaluiert werden, präventive Maßnahmen kontinuierlich und langfristig angelegt sein, so der Grundtenor der Beiträge in der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug.
Mit der Ausgabe 1-2013 von KJug wird eine neue Rubrik eingeführt, in der jeweils aktuelle Hinweise aus dem Kinderschutz und dem Jugendschutz veröffentlicht werden.

Aus dem Inhalt

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KJug 4/2012

»Generation mobil« Jugendschutz bei Smartphones, Tablets & Co.

Mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablet-PCs & Co. gehören heute nicht nur zum Alltag von Erwachsenen, sondern werden auch von Kindern und Jugendlichen wie selbstverständlich genutzt. Die Mobilität und ständige Erreichbarkeit, aber auch das schier unerschöpfliche Angebot an Spielen hat für Kinder und Jugendliche einen hohen Stellenwert. Die Gefahr, auf jugendgefährdende Inhalte, Kostenfallen oder Datenschutzprobleme bei den sog. Apps zu treffen, ist hier jedoch genauso gegeben wie bei den stationären Geräten. Viele Eltern wünschen sich deshalb auch einen sicheren Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten sowie Unterstützung bei der Medienerziehung und Anregungen zum Umgang mit den »multimedialen Alleskönnern« im Erziehungsalltag. Die Autorin und die Autoren der Ausgabe 4-2012 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug stellen die aktuelle Situation dar, indem sie u.a. auf die Nutzung von (Spiele)Apps, fehlende oder falsche Altersfreigaben, unproblematische Käufe, In-App-Verkäufe und Werbung eingehen. Welche Kriterien eine »Jugendschutz-App« erfüllen sollte und wie weit die Entwicklung in diesem Bereich fortgeschritten ist wird dargestellt. Die Autorin und die Autoren setzen sich sowohl aus (medien)pädagogischer als auch (medien)- technischer Sicht mit der Thematik auseinander.

Aus dem Inhalt

  • Luise Ludwig: »Ich hab da so ne App...« – Digital unterwegs mit Smartphone, Tablet und Co.: eine Bestandsaufnahme aus medienpädagogischer Sicht
  • Arnfried Böker: Wo bleibt eigentlich die lang ersehnte Jugendschutz-App?
  • Marian Benner-Wickner, Sebastian Milenk: Das Internet für unterwegs
  • Felix Falk, Benjamin Rostalski: Mobiler Jugendschutz als gemeinsame Aufgabe
  • Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung: (Kein) Vollkasko für Über-Mut?
    PDF AG München Az. 213 C 917/11
    PDF Beitrag »(Kein) Vollkasko für Übermut?«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

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KJug 3/2012

»Eltern unterstützen – Kinder schützen« – Elternverantwortung und Erziehungskompetenz

Elternsein bzw. Kinder zu erziehen ist heutzutage kein leichtes Unterfangen. Familien sehen sich mit den verschiedensten Anforderungen und Erwartungen konfrontiert. Der heutige Erziehungsalltag ist dabei einerseits gekennzeichnet von Sorge, Fürsorge, Verantwortung für Kinder und andererseits den Anforderungen der Gesellschaft an die Erziehung und das Aufwachsen von Kindern. Um ihrer Erziehungsverantwortung gerecht zu werden, benötigen manche Eltern deshalb Unterstützung.
Wie die Anforderungen und Erwartungen an Eltern aussehen und warum ihnen offensichtlich immer mehr Verantwortung aufgebürdet wird, zeigen Nina Oelkers und Andreas Lange auf. Wie dies mit Blick auf die Umsetzung und Wirksamkeit des Jugendmedienschutzes aussieht stellt Uwe Hasebrink dar. Das und wie die Rechte und Pflichten von Eltern in Deutschland geregelt sind, macht Kurt-Peter Merk bei der Darstellung der Rechtslage deutlich. Sigmar Roll diskutiert anhand einer gerichtlichen Entscheidung wie weit die elterliche Verantwortung beim Besuch eines Rap-Konzerts und dem damit verbundenen Zugang zu problematischen Liedtexten geht.

Aus dem Inhalt

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KJug 2/2012

»ich hab da mal 'ne Frage« – Online-Beratung für Kinder und Jugendliche

Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen wird zunehmend durch die digitalen Medien geprägt. Soziale Netzwerke sind eng in die Lebensführung und die Gestaltung sozialer Beziehungen eingebunden und werden von der Mehrzahl aller Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 19 Jahren genutzt. Online-Communitys sind aber auch der Ort, an dem Kinder und Jugendliche vermehrt Rat und Hilfe suchen. Themen wie Freundschaft, Liebe und Sexualität aber auch Konflikte stehen dabei im Mittelpunkt.
Für Institutionen, die ein Beratungsangebot für Kinder und Jugendliche vorhalten, bieten soziale Netzwerke die Möglichkeit, die eigenen Angebote einem breiten, zumeist jungen Publikum zur Verfügung zu stellen und den Bekanntheitsgrad zu steigern. Hierzu bedarf es eines niedrigschwelligen Zugangs, der lebensweltorientierte und zielgruppensensible Angebote bietet.
Hier setzt die aktuelle Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug an, indem die Bedeutung und Nutzung der sozialen Netzwerke aufgezeigt wird und die Voraussetzungen für virtuelle professionelle Onlineberatungsangebote benannt werden. Informationen müssen dort verfügbar sein, wo der Austausch stattfindet, in der jugendkulturellen Kommunikation anschlussfähig sein und so die Jugendlichen selbst als Multiplikatoren zur Verbreitung der Informationen einbinden. Gleichzeitig müssen aber auch die Persönlichkeitsrechte und der Datenschutz in einem geschützten Beratungsraum bewahrt werden.
Für Institutionen, die über eine Präsenz in sozialen Netzwerken nachdenken, finden sich in den Beiträgen grundlegende Informationen und Anregungen.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Alexandra Klein: Beratung im Internet: Befunde und Perspektiven
  • Prof. Dr. Richard Reindl: Qualitätskriterien für Online-Beratung
  • Heinz Thiery: Beratung im InternetOnline-Beratung als virtuelle Ergänzung der Hilfen zur Erziehung
  • Helmut Paschen: Sextra Online-Beratung – ein Angebot der pro familia seit 1995
  • Prof. Dr. Marius Metzger: Voneinander Lernen: Kollegiale Fallberatung in Kinderschutzgruppen
  • Sigmar Roll - Recht und Rechtsprechung: Praxistest für den Testkauf
  • PDF Hanseatisches OLG Bremen Az. 2 SsRs 28/11
  • PDF Beitrag »Praxistest für den Testkauf«
  • PDF Abkürzungsverzeichnis

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KJug 1/2012

Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen

Der Runde Tisch zum »Sexuellen Kindesmissbrauch« hat seine Arbeit im Dezember offiziell beendet, gleichwohl ist und bleibt das Thema aktuell und wird in der (Fach)Öffentlichkeit diskutiert. Kinder und Jugendliche sind aber nicht nur Opfer sexualisierter Gewalt, sie können auch selbst sexuell gewalttätig werden. Sexuell übergriffiges Verhalten von Mädchen und Jungen findet sich an Schulen, Internaten, Heimen und in offenen Einrichtungen der Jugendhilfe. Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen müssen sexualisiertes Verhalten von betroffenen Mädchen und Jungen erkennen und einordnen können und gleichzeitig vertrauensvolle Ansprechpartner sein.
Mittlerweile sind einige Forschungs- und Praxisprojekte entstanden, deren Ergebnisse in einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis einfließen müssen.
Wir stehen längst nicht mehr am Anfang, aber es bedarf dennoch einiger Anstrengungen im Rahmen von Prävention, Intervention und Therapie um Kinder und Jugendliche vor sexuellen Grenzverletzungen und deren Folgen zu bewahren. Die Artikel in der Ausgabe 1-2012 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) leisten einen Beitrag dazu.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Thea Rau, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Dr. Nina Spröber, Dr. Marc Allroggen: Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen – ein aktuelles Thema für Wissenschaft und Praxis
  • Verena Klein, Dr. Martin Rettenberger, Prof. Dr. Peer Briken: Das Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige
  • Bernhild Manske-Herlyn: Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern und Jugendlichen – Orientierungen in einem »Dunkelfeld«
  • Andrea Buskotte: »GRENZGEBIETE«: Theater und Fortbildungen gegen sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen. Ein Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
  • Pia Zeiher: ECHT KRASS! Wo hört der Spaß auf? Jugendliche und sexuelle Gewalt – Interaktiver Präventionsparcours für Schule und Jugendhilfe
  • Sigmar Roll - Recht und Rechtsprechung: Wegsperren für immer – oder von den Abwägungsschwierigkeiten bei der Anordnung von Sicherungsverwahrung für junge Menschen
    PDF OLG Nürnberg Az. 2 Ws 365/11
    PDF Beitrag »Wegsperren für immer«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

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KJug 4/2011

gestern – heute – morgen
60 Jahre Kinder- und Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz ist älter, aber seit 60 Jahren ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz eine seiner führenden Vertreterinnen in Deutschland – Grund genug, sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis mit den Entwicklungen im gesetzlichen und erzieherischen Jugendschutz auseinander zu setzen.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2011 von KJug betrachten den Kinder- und Jugendschutz bzw. einzelne Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven – Wissenschaft und Praxis. Deutlich wird in allen Beiträgen, dass der Kinder- und Jugendschutz in all den Jahren nicht an Aktualität verloren hat. Im Gegenteil: Die Entwicklungen z.B. im Bereich der Medien und der Suchtgefährdungen stellen den Kinder- und Jugendschutz immer wieder vor neue Herausforderungen. Dabei bedarf es eines Nebeneinanders von gesetzlichen Regelungen und erzieherischem Kinder- und Jugendschutz.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Als der Sex nach Deutschland kam
  • Prof. Dr. Johanna Mierendorff: Die historische Entwicklung des Kinder- und Jugendschutzes – gesellschaftstheoretische Überlegungen
  • Christiane von Wahlert: Quo vadis Jugendmedienschutz? Jugendmedienschutz – ein Element des Kinder- und Jugendschutzes
  • Dr. Raphael Gaßmann: Der Nachwuchs ist in Ordnung. Gedanken zur Jugend bezogenen Prävention der gravierendsten Suchtgefahren
  • Gerd Engels: Jugendschutzgesetze – Wie soll es denn sonst gehen?
  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Die Kommentierung des Jugendschutzrechts – eine Chronologie
  • Sigmar Roll - Recht und Rechtsprechung: Ein teures kostenloses Computerspiel
    PDF LG Saarbrücken Az. 10 S 99/10
    PDF LG Saarbrücken Az. 10 S 60/10
    PDF Beitrag »Ein teures kostenloses Computerspiel«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

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KJug 3/2011

Jugendschutz geht zur Schule
Kinder- und Jugendschutz als schulische Aufgabe

Lehrerinnen und Lehrer erleben Mädchen und Jungen täglich, erhalten Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und wissen, dass diese nicht immer »rosig« ist. Soziale Benachteiligung, Armut, innerfamiliäre Gewalt, Alkoholkonsum sind nur einige Probleme, mit denen sich Kinder und Jugendliche auseinander setzen müssen. Themen, die auch im Kinder- und Jugendschutz diskutiert werden.
Lehrerinnen und Lehrer können und dürfen hiervor nicht die Augen verschließen. Schaut man sich die Lehrpläne an, so findet man darin eine Verankerung des Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe an Grundschulen und weiterführenden Schulen. Schulen sind, neben Familien und der außerschulischen Jugendarbeit, ein wichtiges Setting für den Jugendschutz, da alle Kinder und Jugendlichen dort über einen längeren Zeitraum anzutreffen sind.
Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes ist es, Lehrerinnen und Lehrern Handreichungen und Informationen zu vermitteln, das Themenspektrum bekanntzumachen und darzustellen, wie zu einzelnen Themen gearbeitet werden kann z.B. zu Gesundheitserziehung, Suchtprävention, Medienkompetenzförderung, Gewaltprävention und der Prävention sexualisierter Gewalt. In diesem Zusammenhang muss die Bereitschaft in der Lehrerschaft gefördert werden, diese Themen aufzugreifen und die Unterstützung durch die Schulleitung eingeworben werden, aber auch Eltern müssen informiert und sensibilisiert werden.
Wie einzelne Maßnahmen und Projekte aussehen und worauf in Schulen zu achten ist, stellen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2011 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) dar.
Aus dem Inhalt:

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KJug 2/2011

Prävention sexualisierter Gewalt

Der sexuelle Missbrauch von Mädchen und Jungen ist aufgrund konkreter Vorfälle und historischer Aufarbeitungen ein aktuelles Thema in der (Fach)Öffentlichkeit. Um Mädchen und Jungen nachhaltig vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es jedoch noch weiterer gesicherter Erkenntnisse zu Ursachen und Wirkungen früher Belastungen ebenso wie zur Prävention und Intervention. Doch welche Forschungsfragen stellen sich Wissenschaft und Praxis?
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2‐2011 von Kinder‐ und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) benennen u.a. Forschungsfragen von hoher Praxisrelevanz, die in der medizinisch‐psychotherapeutischen Forschung angestoßen sind. Mittelfristig werden dadurch die Kinderschutzpraxis, die pädagogische Praxis in Deutschland und hoffentlich auch die Therapieangebote und vielleicht der juristische Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch verändert. In einem Fachbeitrag wird im Zusammenhang mit der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Einrichtungsaufsicht in der Jugendhilfe gegeben.
Aus dem Inhalt:

  • Jörg M. Fegert, Miriam Rassenhofer, Nina Spröber: Diagnostische und therapeutische Forschungsfragen zum sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen
  • Esther Klees, Bernd Eberhardt: Bundesweite Fortbildungsoffensive 2010 – 2014. Zur Stärkung der Handlungsfähigkeit (Prävention und Intervention) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder‐ und Jugendhilfe zur Verhinderung sexualisierter Gewalt
  • Thomas Mühlmann: Öffentliche Aufsicht und Beratung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen – historische und aktuelle Fragen zur »Heimaufsicht«
  • Meike Hartmann: »Also in der Theorie kann ich das Denken« Vom Umgang mit sexueller Gewalt an anvertrauten Kindern und Jugendlichen in einem Jugendverband
  • Tamara Hagmaier, Lisa Stadtmüller: »Saufen, Alter?« Aktuelles zur Lebenssituation alkoholerfahrener Jugendlicher
  • Sigmar Roll: Jugendgefährdung statt Jugendförderung – Zur Notwendigkeit von Jugendschutz im Zusammenhang mit Verfassungsschutz
    PDF BVerwG Az. 6 A 4.09
    PDF Beitrag »Jugendgefährdung statt Jugendförderung - Zur Notwendigkeit von Jugendschutz im Zusammenhang mit Verfassungsschutz«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

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KJug 1/2011

Sexualisierte Medieninhalte
Sexual- und medienpädagogische Perspektiven

Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien – sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist – die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden –, belegen Studien, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können.
Gesetzliche Regelungen haben trotzdem ihre Berechtigung. Entwicklungsbeeinträchtigende oder sogar jugendgefährdende Angebote müssen von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden, z.B. durch eine Indizierung. Allein mit Gesetzen sind diese Angebote aber nicht zu reglementieren. Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Blick auf die Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität, mit diesen Medienangeboten umzugehen.
In der Ausgabe 1-2011 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird das Thema von Medien- und Sexualwissenschaftler/inn/en aufgegriffen. Die Autorinnen und Autoren machen in ihren Beiträgen deutlich, dass u.a. eine besonnene Diskussion, eine Ausweitung der schulischen Aktivitäten und eine Intensivierung der Wirkungsforschung notwendig sind. Im Rahmen von Prävention ist eine Kooperation von Sexualpädagoginnen/ Sexualpädagogen mit Medienpädagoginnen/ Medienpädagogen gefordert.

Aus dem Inhalt:

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de