Kinder- und Jugendschutz
in Wissenschaft und Praxis
Archiv 1999 - 2010
- 2/2010 - Jugend und Alkohol
- 1/2010 - Internetsucht
- 4/2009 - Zwangsheirat als Thema der Jugendhilfe!?
- 3/2009 - Suizidprävention
- 2/2009 - Cybermobbing
- 1/2009 - Kinder- und Jugendschutz in Europa
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KJug 2/2010
»Jugend und Alkohol«
»Jugend und Alkohol – Schutz durch Gesetze und Verbote?« – zu diesem Thema hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) im Februar 2010 eine Fachtagung in Berlin durchgeführt.
Ausgehend vom exzessiven Trinken Jugendlicher in der Öffentlichkeit, das für zunehmend mehr Mädchen und Jungen mit einer Krankenhauseinweisung endet, wollten die Veranstalterinnen die Suche nach schnellen Lösungen hinterfragen, die sich oft in einer Verschärfung von Gesetzen und Verboten und dem Ruf nach dem Jugendschutz erschöpft.
In der Ausgabe 2-2010 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) werden einige Vorträge veröffentlicht, um sie einer breiteren (Fach)Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Deutlich wird in allen Beiträgen, dass Prävention mehr braucht als Vorschriften und Regeln, Prävention muss auf empirischen Erkenntnissen und ethischen Entscheidungen basieren. Vor allem müssen verhältnispräventive mit verhaltenspräventiven Maßnahmen verzahnt werden, weil sich beides nur im »Doppelpack« als wirksam und nachhaltig erwiesen hat
Aus dem Inhalt:
Prof. Dr. Andreas Lange: Jugend und Alkohol: Sozialwissenschaftliche Schlaglichter
Gabriele Bartsch: Prävention als Steuerungsinstrument
Traudel Schlieckau: Verhaltensprävention – Teil einer Gesamtstrategie
Ulrich Mohn: »Alkoholpolitik in Deutschland«
Matthias Haug: Wegschauen ist keine Lösung. Entwicklung einer Kultur des kommunalen Jugendschutzes und der Suchtvorbeugung im Landkreis Karlsruhe
Gudrun Kreft: PräRIE – Das Freiburger Konzept einer kommunalen Alkohol(präventions)politik
Michael-Peter Wehsack: Gewalthaltige Computerspiele in Europa. Deutschlands Nachbarn und die rechtliche Auseinandersetzung mit so genannten »Killerspielen«
Sigmar Roll: Inobhutnahmemaßnahmen – ein Beitrag zum Kinder- und Jugendschutz(Recht und Rechtsprechung)
Beschluss des 4. Senats des OVG Lüneburg
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KJug 1/2010
»Internetsucht«
Die Abhängigkeit von Medien, insbesondere dem Internet, wird in Wissenschaft und Praxis aber auch in den Medien und der Öffentlichkeit heftig diskutiert. Begrifflichkeiten wie exzessives Spielen, Internetabhängigkeit, Internetsucht, Onlinesucht und pathologisches Computerspielen kursieren. Gemeint ist in den meisten Fällen die Abhängigkeit männlicher Jugendlicher von (Online)Computerspielen. Doch woran erkennt man Computersucht, wer ist betroffen, wer gefährdet? Ist das Internet oder der PC Schuld oder liegen die Ursachen z.B. in der Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen?
In der vorliegenden Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis greifen wir die aktuelle Diskussion auf und lassen Fachleute aus verschiedenen Bereichen zu Wort kommen. Gemeinsam ist allen Beiträgen, dass die Autorin und die Autoren nicht in einem einzelnen Computerspiel die Ursache allen Übels sehen. Sie benennen den Handlungsbedarf, zeigen Präventionsmöglichkeiten auf und fordern weitergehende Forschung zur Verbreitung, den Symptomen und den Ursachen dieser verhaltensbezogenen Sucht.
Mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz sind sowohl die Suchtprävention als auch die Medienpädagogik gefragt. Flächendeckende Präventionsmaßnahmen gegen die Verhaltenssucht Internetabhängigkeit enthalten medienkompetenzfördernde Maßnahmen. Auf eine kurze Formel gebracht könnte man sagen: Medienpädagogik hilft Suchtprävention. Die Suchthilfe ist im Bereich der Beratung und Therapie gefordert ein funktionierendes Hilfesystem in diesem Bereich aufzubauen. Aber auch die Eltern müssen als wichtige Zielgruppe erkannt werden.
Aus dem Inhalt:
Sabine Meixner: Exzessive Internetnutzung im Jugendalter
Dr.Martin Geisler:»Erquickung hast Du nicht gewonnen, wenn di dir nicht aus eigner Seele quillt.« (J.W. Goethe: Faust I, Vers 568f.) - Medienpädagogische Positionierung zur Computerspielsucht
Jannis Wlachojiannis: Lost in Space - Beratung für Computerspiel- und Internetabhängige in Berlin
Ansgar Nowak: Exzessive Computerspieler in der Erziehungsberatung
Fachbeitrag – Dr. Daniel Hajok: Pornografie und Jugendmedienschutz - Neue Herausforderungen durch das Internet
Recht und Rechtsprechung – Sigmar Roll: Kinderschutz zwischen Blaulicht und Anschwärzen
Urteil Schleswig-Holsteinisches VG
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KJug 4-2009
Zwangsheirat als Thema der Jugendhilfe!?
In der Kinder- und Jugendhilfe ist das Thema »Zwangsheirat« in vielen Bereichen präsent: wenn es darum geht, Betroffene zu schützen und Ratsuchenden die nötige Unterstützung zu geben, aber auch im Rahmen von Empowerment, um dazu beizutragen, junge Menschen bei der freien Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Dazu gehört das Recht auf freie Partnerwahl und die Möglichkeit, sich erfolgreich zu wehren, wenn bei einer Eheanbahnung oder in anderen Lebensbereichen beispielsweise familiärer Druck ausgeübt wird.
Der Informationsbedarf zu diesem Thema ist auch bei Fachleuten aus der Kinder- und Jugendhilfe längst nicht gedeckt. Aufklärung und Information sind wichtige Kriterien, um eine gezielte und professionelle Unterstützung nicht nur bei Jugendlichen und Heranwachsenden zu leisten, sondern auch bei Eltern.
Parallel dazu bedarf es des Ausbaus von Beratungsangeboten, Zufluchtsstätten sowie Bildungsmaßnahmen an Schulen.
In der Ausgabe 4/2009 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) werden verschiedene Formen und Ausprägungen der Eheschließung. erläutert. Es wird ein Überblick über den rechtlichen Rahmen gegeben und darüber hinaus werden Beratungsangebote für von Zwangsheirat Betroffene vorgestellt. Des Weiteren wird die Notwendigkeit von Kooperationen und Netzwerken aber auch von Prävention deutlich herausgestellt.
Aus dem Inhalt:
Prof. Dr. Gaby Straßburger: Zwangsheirat: ein Thema für Opferschutz, Empowerment und gesellschaftlichen Dialog
Jürgen Blechinger: Rechtliche Situation bei Zwangsheirat (in Deutschland) und die Möglichkeiten der Jugendhilfe
Anja Kiefer: Online-Beratung zum Schutz vor Zwangsheirat – ein Angebot des Mädchenhaus Bielefeld e.V.
Zusatzbeitrag – Prof. Dr. Una M. Röhr-Sendlmeier, Barbara Schäfer, Christina Vonderbank: Kindliche Rollenvorstellungen vom Erwachsensein im Kontext gewandelter Geschlechtsstereotype
Position/Stellungnahme – Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Regulierungsbedarfe im Kinder- und Jugendschutz
Recht und Rechtsprechung – Sigmar Roll: Andere Länder, andere Sitten – andere Rechte?
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KJug 3-2009
Suizidprävention
Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen, besonders bei männlichen Jugendlichen. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig das Thema in der Öffentlichkeit, abseits medienwirksamer Sensationsfälle, diskutiert wird.
Suizide bzw. Suizidversuche stellen ein tragisches Ende eines Lebens bzw. einen oftmals letzten verzweifelten Hilferuf dar. Werden diese von Jugendlichen vollzogen, sind Eltern, Lehrer/innen und Mitschüler/ innen fassungslos und finden keine unmittelbaren Erklärungen.
Mittlerweile wurde in vielen Untersuchungen über Ursachen und Hintergründe geforscht, welche oftmals aus dem schulischen Alltag und dem physischen Umfeld der Jugendlichen stammen. Der Mangel an Erfahrung erschwert in vielen Fällen den Umgang mit diesem Problembereich. Umso dringender ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
In der Ausgabe 3/2009 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) zeigen die Autorinnen und Autoren das Ausmaß und die spezifischen Formen von Suiziden bzw. Suizidversuchen auf. Sie erläutern Ursachen und stellen verschiedene Präventionsmöglichkeiten und Hilfsangebote vor.
Es wird deutlich, dass besonders Schulen diese Thematik aufgreifen können und sollten – Materialien mit denen das Thema konstruktiv bearbeitet werden kann liegen vor.
Aus dem Inhalt:
Dr. Regina Taurines, Prof. Dr. Andreas Warnke: Suizid und Suizidprävention im Kindes- und Jugendalter
Katja Rauchfuss, Simone Spacek: Verherrlichung von Selbstmord in Internetforen. Recherchen und Aktivitäten von jugendschutz.net
Nathalie Klüver: »Ausweglos – Die Suche nach Menschen, die zuhören«. Suizidprävention an Schulen
Wolfgang Stich: [U25] – Zielgruppenspezifische Hilfeangebote für junge Menschen unter 25 Jahren in Krisen und bei Suizidgefahr
Dr. Martin Schwiersch: Naturerfahrung und psychische Gesundheit bei jungen Menschen
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KJug 2-2009
Cybermobbing
Mobbing ist schlimm – Cybermobbing bzw. Cyberbullying ist vielleicht noch schlimmer. Als Cybermobbing bezeichnet man Mobbing unter Einsatz von Medien. Fiese SMS schicken, peinliche Bilder oder Videos im Internet veröffentlichen, per Messenger beleidigen, böswillige Gerüchte streuen und sogar die Gründung sog. ›Hassgruppen‹. Die Opfer werden über das soziale Umfeld hinaus bloßgestellt und wissen in den meisten Fällen nicht einmal, von wem sie gequält und gedemütigt werden. Darüber hinaus können sie sich diesen Belästigungen kaum entziehen, da sie per Handy und zu Hause am Rechner erreicht werden können.
In der Ausgabe 2-2009 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) zeigen die Autorinnen und Autoren das Ausmaß und die spezifischen Formen des Mobbings im Internet anhand eigener Studien auf und nehmen eine rechtliche Einordnung der »Taten« vor. Sie nehmen die Täter in den Blick, zeigen die Folgen für die Opfer auf und erläutern Herangehensweisen und Präventionsmöglichkeiten. Ergänzt wird das Heft durch die Kommentierung eines Gerichtsurteils zum Verbot des Ausschanks von hochprozentigem Alkohol in einer Diskothek vor Mitternacht.
Aus dem Inhalt:
Prof. Dr. Petra Grimm, Dr. Elisabeth Clausen-Muradian: Cyber-Mobbing – psychische Gewalt via Internet: » Ja, Beleidigungen Drohungen. So was halt.«
Julia Riebel, Prof. Dr. Reinhold S. Jäger: Cyberbullying als neues Gewaltphänomen. Definitionen, Erscheinungsformen, Tätereigenschaften und Implikationen für die Praxis
Frithjof Staude-Müller, Prof. Dr. Thomas Bliesener, Nicole Nowak: Cyberbullying und Opfererfahrungen von Kindern und Jugendlichen im Web 2.0
Stephanie Kutscher; Stefanie Rack: klicksafe – Informationen und Materialien zum Thema Cyber-Mobbing
Susan MacIntyre, Prof. Dr. Malte Mienert: Kinder stark machen – Summative Evaluation eines Programms zur Prävention sexuellen Missbrauchs bei Grundschulkindern
Ulrich Bartels- Recht und Rechtsprechung: Behörden gehen gegen Alkoholkonsum Jugendlicher in Diskotheken vor
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KJug 1-2009
Kinder- und Jugendschutz in Europa
Die Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im Jahr 2009 greifen das Thema »Kinder- und Jugendschutz in Europa« für die Handlungsfelder Medien/ Medienkompetenz und Sucht/ Suchtprävention auf. Sie benennen Risiken und Regelungslücken, klären Begriffe und geben Einblick in aktuelle Studien und Projekte. Ergänzt wird das Heft durch die Kommentierung eines Gerichtsurteils zu den neuerdings überall entstehenden Raucherclubs, im Zusammenhang mit der Klärung des Begriffs der sog. »Öffentlichkeit«, der für den Kinder- und Jugendschutz eine große Rolle spielt.
Aus dem Inhalt:
Dr. Wolfgang Schulz
Jugendmedienschutz in Europa – Die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste
Dr. Claudia Lampert
EU Kids Online – Kinder und Internetnutzung in Europa
Peter Goike
Der Youth Protection Roundtable (YPRT). Eine europäische Initiative für ein sicheres Internet für Kinder und Jugendliche
Roland Simon, Gregor Burkhart
Drogenkonsum und Suchtprävention in Europa: Eine Situationsbeschreibung der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD)
Sigmar Roll – Recht und Rechtsprechung
Raucherclubs – wie viel Öffentlichkeit darf sein?
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