Newsletter

Jugendschutz Newsletter Nr. 3 vom 03.03.2020

dieser Newsletter beinhaltet Nachrichten und Rechercheergebnisse der letzten Wochen zu den unterschiedlichsten Handlungsfeldern des Kinder- und Jugendschutzes. Die Nachrichten geben nicht unbedingt die Meinung der BAJ wieder. Sie sind Ergebnisse redaktioneller Auswahl, Bearbeitung und Recherche, sie wollen einen Überblick über wichtige Ereignisse und Entwicklungen mit Bedeutung für den Kinder- und Jugendschutz geben.

Massive Verbreitung antisemitischer Hassrede auf jugendaffinen Plattformen

Bericht »Antisemitismus online 2.0«

Für Kinder und Jugendliche besteht auf Social-Media-Plattformen ein hohes Konfrontationsrisiko, mit antisemitischen Inhalten in Kontakt zu kommen. Dies ist das Ergebnis einer Schwerpunktrecherche von jugendschutz.net für die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). jugendschutz.net, das gemeinsame Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet nahm dafür hochfrequente, reichweitenstarke Beiträge auf den jugendaffinen Plattformen YouTube, Instagram, Twitter und Facebook in den Blick. Bei den festgestellten Verstößen handelte es sich in der Regel um volksverhetzende oder den Holocaust leugnende Inhalte sowie bildliche Darstellungen von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
»Strafbare Hassrede im Netz darf nicht hingenommen werden« sagt Dr. Marc Jan Eumann, der Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM). »Gegen Verantwortliche aus Deutschland ermitteln Staatsanwaltschaft und Landesmedienanstalten. Die Anonymität der Täter erschwert oft die Verfolgung von Verstößen im Netz. Die KJM steht daher auch in intensivem Austausch mit den großen Plattformen und wirkt auf einen größeren Schutz junger Internetnutzerinnen und -nutzer hin.«
»Junge User müssen in puncto Medienkompetenz unterstützt und für Hetze im Netz sensibilisiert werden« betont Jochen Fasco. Fasco wurde im Januar 2020 von der KJM zu ihrem ersten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. »Durch die Nutzung von Social Media sind sie Agitationen wie der Leugnung des Holocausts oder unverhohlenen Gewaltaufrufen gegen Jüdinnen und Juden ständig ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass sie die Gefahren im Netz erkennen und extremistischer Propaganda selbstbewusst entgegentreten können.«
Im Rahmen der Recherche waren rund 5.000 Profile, Beiträge und Videos sowie 100.000 Kommentare von jugendschutz.net gesichtet und zahlreiche antisemitische Inhalte und Aussagen festgestellt worden. Vier Angebote wurden von jugendschutz.net an die Kommission für Jugendmedienschutz zur Einleitung eines Prüfverfahrens übermittelt. In 18 Fällen hat die KJM ein Indizierungsverfahren bei der BPjM angeregt.
Der Bericht steht unter https://www.jugendschutz.net/fileadmin/download/pdf/Report_Antise mitismus_online_2.0.pdf zum Download bereit. Die Untersuchung dockt an eine vorangegangene Recherche an, die explizit antisemitische Onlinepropaganda rechtsextremer wie islamistischer Gruppierungen untersucht hatte.

 

Quelle: Pressemitteilung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), Berlin, 26. Februar 2020

Bericht 2019: Sexualisierte Gewalt online

Bericht

Missbrauchsdarstellungen, Belästigung, Grooming: Die Bandbreite an sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche im Internet ist groß. Auch die Zahl eingehender Meldungen über Missbrauchsdarstellungen ist beträchtlich: 2018 wurden jugendschutz.net 39.500 URLs gemeldet. 2016 waren es noch 4.300.
Sexualisierte Gewalt beginnt nicht erst, wenn strafbare Handlungen vorliegen. Auch die unerwünschte sexuelle Ansprache in Social Media und die sexuelle Kommentierung von Alltagsbildern verletzen die persönliche Integrität der Betroffenen.
Vor allem Anbieter von Diensten, die bei Kindern und Jugendlichen beliebt sind, sind in die Pflicht zu nehmen. Sie müssen nicht nur bei Verstößen schnell reagieren, sondern sexualisierte Gewalt auch vorbeugend verhindern.
Der 24-seitige Bericht findet sich unter www.jugendschutz.net.

 

Quelle: Fachkräfte-Informationsservice vom 28. Februar 2020

Cybergrooming: schon der Versuch ist künftig strafbar

Die Ermittlungen im Kampf gegen Kinderpornografie werden erleichtert: Der Bundesrat hat am 14. Februar 2020 die vom Bundestag beschlossenen strafrechtlichen Verschärfungen beim Cybergrooming gebilligt. 

Auch Versuch strafbar: Danach ist künftig auch der Versuch eines sexuellen Kontakts zu Kindern im Internet strafbar. Die Tatsache, dass Täter entgegen ihrer Absicht nicht mit Minderjährigen, sondern tatsächlich mit Erwachsenen chatten, die sich zu Ermittlungszwecken als Kinder ausgeben, führt nicht mehr zur Straffreiheit. Bislang laufen strafrechtliche Ermittlungen in solchen Fällen ins Leere. 

Eintrittskarte für Ermittler/Keuschheitsprobe zulässig: Außerdem erhalten Ermittler mehr Befugnisse: Trotz des strafrechtlichen Verbots dürfen sie als so genannte Keuschheitsprobe zur Verfolgung von Cybergrooming auch computergenerierte Missbrauchsvideos einsetzen. Dadurch sollen sie Zugang zu Plattformen erhalten, auf denen kinderpornografisches Material getauscht wird. Voraussetzung für die Nutzung computergenerierter Missbrauchsvideos ist jedoch, dass sie ein Richter zuvor genehmigt hat. 

Anliegen des Bundesrates aufgegriffen: Für die Zulässigkeit der Keuschheitsprobe hatten auch die Länder in ihrer Stellungnahme zum ursprünglichen Regierungsentwurf plädiert. Der Bundestag hatte die Neuregelungen zum Cybergrooming in seinem Beschluss entsprechend ergänzt. 

Der Bundespräsident muss das Gesetz jetzt noch unterzeichnen. Dann kann es im Bundesgesetzblatt verkündet werden. Einen Tag später soll es in Kraft treten. 

 

Quelle: BundesratKOMPAKT Meldung zur 985. Sitzung des Bundesrates, Berlin, 14. Februar 2020

14 900 Kinder und Jugendliche im Jahr 2017 wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus

Statistik

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden in Deutschland im Jahr 2017 rund 14 900 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt. Das waren zwar 1,6% weniger als 2016, allerdings hat sich die Zahl seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt:

Im Jahr 2000 waren knapp 7.000 Kinder und Jugendliche wegen Alkoholmissbrauchs stationär behandelt worden.
Der Geschlechtervergleich zeigt, dass Jungen stärker zum Rauschtrinken neigen als Mädchen. 2017 wurden bezogen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner zwischen 10 und 17 Jahren 258 Fälle gezählt, in denen Jungen wegen akuten Alkoholmissbrauchs in ein Krankenhaus mussten. Bei den Mädchen lag der Wert bei 229 Fällen. Knapp 18% der Kinder und Jugendlichen, die wegen akuten Alkoholmissbrauchs stationär behandelt werden mussten, waren noch keine 15 Jahre alt.

 

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamts (Destatis), Wiesbaden, 18. Februar 2020

Höheres Abgabealter für Alkohol abgelehnt

Die Bundesregierung sieht keine Veranlassung, das Abgabealter für alle alkoholhaltigen Getränke auf das 18. Lebensjahr heraufzusetzen. Es sei erfolgversprechender, junge Menschen zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol anzuhalten und generell eine Sensibilität für die potenziellen Gefahren des Alkohols zu schaffen, heißt es in der Antwort (19/17102) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/16750) der Grünen-Fraktion.
Entscheidend sei eine nachhaltige Aufklärungs- und Informationsarbeit. Das Ziel sei, ein breites Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit alkoholhaltigen Getränken zu fördern.
Laut Jugendschutzgesetz dürfen Bier, Wein und weinähnliche Getränke nicht an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben werden. Bei Spirituosen oder Likörweinen liegt die zulässige Altersgrenze bei 18 Jahren.

 

Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 200, Berlin, 18. Februar 2020

Reform der Kinder- und Jugendhilfe schreitet voran

Die Kinder-und Jugendhilfe soll weiterentwickelt werden – das Bundesfamilienministerium setzt dafür auf Dialog noch vor dem Gesetzgebungsprozess. Der Dialog wird nun mit einem Forschungsvorhaben weiter ausgeweitet, um die Perspektiven von Betroffenen stärker zu berücksichtigen.
Im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode haben CDU/CSU und SPD vereinbart, die Kinder- und Jugendhilfe weiterzuentwickeln und dabei insbesondere den Kinderschutz und die Unterstützung von Familien zu verbessern. Darüber hat der Bundestag am 21. Februar erstmalig beraten. Ziel ist eine Gesetzesinitiative zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe mit einer Reform des derzeit geltenden SGB VIII (Achtes Buch Sozialgesetzbuch).
Bereits im November hatte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey gemeinsam mit Caren Marks den Dialogprozess »Mitreden & Mitgestalten« zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe gestartet. 

Beteiligungsprozess ausweiten: Um die Perspektive der Betroffenen noch stärker bei der Reform der Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen, wird der Beteiligungsprozess nun ausgeweitet. Dafür startete noch im Februar das Forschungsvorhaben »Hochproblematische Kinderschutzverläufe: Betroffenen eine Stimme geben«, das die bisherige wissenschaftliche Begleitforschung zur Betroffenenbeteiligung ergänzt. Mit dem Forschungsvorhaben werden Berichte von Betroffenen systematisch gesammelt und unter Beteiligung unabhängiger Expertinnen und Experten ausgewertet. In den Blick genommen werden Fallkonstellationen im Kinderschutz, bei denen Verfahren und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr des Jugendamts und des Familiengerichts mit Anforderungen oder Eingriffen für die Personensorgeberechtigten verbunden waren.
Im Dezember soll die Arbeit der AG abgeschlossen sein und ein Bericht mit Handlungsempfehlungen stehen, auf dessen Grundlage der Gesetzentwurf formuliert werden soll. Auf der Plattform www.mitreden-mitgestalten.de wird fortlaufend über den Dialogprozess informiert und die Fachöffentlichkeit kann sich am Dialog beteiligen. https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/reform-der-kinder--und-jugendhilfe-schreitet-voran/133928

 

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, online, (aufgerufen am 25. Februar 2020)

#DigitalCheckNRW – Lotse für individuelle Medienkompetenzförderung

Eigene Medienkompetenz schnell und unkompliziert überprüfen und mit passenden Weiterbildungsangeboten verbessern – das ermöglicht ab sofort der neue #DigitalCheckNRW. Auf www.digitalcheck.nrw kann jeder Nutzer ab sofort kostenfrei testen, wie kompetent er oder sie im Umgang mit digitalen Medien ist. Zugleich werden auf dem Portal passende Weiterbildungsmöglichkeiten in ganz Nordrhein-Westfalen angezeigt, wie zum Beispiel Programmierkurse, Datenschutzberatungen oder Schulungen für Eltern zum Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien.
Der #DigitalCheckNRW der Landesregierung ist ein einfach zugänglicher und kostenloser Selbsttest im Internet und hilft, eigenes Wissen und eigene Praxis rund um digitale Medien zu verorten und dabei zu erkennen, welche Kenntnisse und Fähigkeiten noch ausgebaut werden können. Mehr als 500 Kurse zur Medienkompetenzförderung sind bereits in der Datenbank aufrufbar. Das Angebot wird laufend erweitert und aktualisiert. Anbieter von Weiterbildungsangeboten können sich unter https://www.digitalcheck.nrw/anbieterregistrierung registrieren und ihre Angebote eintragen.
Entwickelt und umgesetzt wird der #DigitalCheckNRW von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) im Auftrag der Landesregierung Nordrhein-Westfalen im Zuge der Digitalstrategie Nordrhein-Westfalen. Methodisch basiert er auf dem bewährten Medienkompetenzrahmen Nordrhein-Westfalen, der für die Schulen entwickelt und jetzt für Erwachsene erweitert wurde, um lebensbegleitendes Lernen zu fördern.

 

Quelle: Pressemeldung der Gesellschaft für Medienpädagogik (GMK), Bielefeld, 27. Februar 2020

Kinder psychisch kranker Eltern – Abschlussbericht

Bericht

Der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe Kinder psychisch kranker Eltern wurde im Dezember 2019 dem Deutschen Bundestag zugeleitet. Die Arbeitsgruppe hat damit ihren Auftrag erfüllt, einvernehmliche Vorschläge zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil psychisch erkrankt ist, zu erarbeiten. 
Der Bericht findet sich unter https://www.ag-kpke.de/wp-content/uploads/2020/02/Abschlussbericht

Anmerkung: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat in der Reihe Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz« eine 256-seitige Publikation zum Themenkomplex »Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern« veröffentlicht. Informationen hierzu info@bag-jugendschutz.de

 

Quelle: Arbeitsgruppe Kinder psychisch kranker Eltern, www.ag-kpke.de (aufgerufen am 25. Februar 2020)

Elternwissen Cybermobbing

Neuauflage Elternwissen Nr. 19 erschienen

Elternwissen

Kinder und Jugendliche sind beinahe täglich online. Sie nutzen im Internet – über PC, Tablet oder Smartphone –, Instant Messaging-Dienste, Videoportale und insbesondere Soziale Medien für die Kommunikation mit Gleichaltrigen und zur Selbstdarstellung. Die digitale Welt bietet Heranwachsenden eine wichtige Plattform zur Vernetzung, zur Ausgestaltung kreativer Ideen und zur Identitätsentwicklung. Dass online hinterlegte Daten wie Fotos, Videos und persönliche Informationen nicht vor Missbrauch durch andere geschützt sind, ist jungen Menschen dabei oft nicht bewusst.
Cybermobbing als absichtliche und wiederholte Beleidigung, Herabwürdigung, Ausgrenzung oder Diffamierung mit Hilfe moderner Kommunikationsmittel kann von medienkompetenten Attackierenden weitgehend anonym durchgeführt werden. Die Reichweite der Angriffe ist viel größer als bei Mobbing im realen Raum: Durch immer neue Technologien entwickeln sich die Möglichkeiten für Cybermobbing schnell weiter, die Gruppe von Zuschauern ist unüberschaubar groß. Eine Bloßstellung in der medialen Öffentlichkeit ist für Betroffene quälend und verletzend.
Die aktualisierte Broschüre informiert Eltern und Bezugspersonen über das Phänomen Cybermobbing, erklärt die Mechanismen von Gewalt im digitalen Raum und bietet Möglichkeiten, wie Kinder und Jugendliche sich möglichst geschützt im Internet bewegen können, wie sie Risiken digitaler Mediennutzung einzuschätzen lernen und deren Chancen positiv wahrnehmen können. Sie zeigt Handlungsmöglichkeiten für Eltern auf, deren Kinder bereits Erfahrungen mit Cybermobbingattacken gemacht haben, und verweist auf weitergehende Informationen und Hilfsangebote.
Informationen zum Bezug unter www.thema-jugend.de/elternwissen

 

Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V., Münster, 20. Februar 2020

Fachtagung: Was ist neu und was ist alt am antimuslimischen Rassismus?

Fachtagung am 21. April 2020 Münster

In den letzten Jahren wurden wir Zeug/-innen einer intensiven Debatte über Muslim/-innen und Geflüchtete. Dabei wurde gerade von rechtspopulistischen Parteien der Islam als Feindbild und Muslim/-innen als »die Anderen« dargestellt, die nicht nur »fremd«, sondern auch »gefährlich« seien. Selbst einfache Tatsachenfeststellungen wie die, dass Menschen muslimischen Glaubens zu den Lebensrealitäten in Deutschland gehören, führen in Politik und Gesellschaft zu hitzigen und polarisierenden Debatten. Die Grenzen zwischen hasserfüllten Äußerungen und gewalttätigen Handlungen gegen Muslim/-innen einerseits und dem gesellschaftlich weit verbreiteten antimuslimischen Alltagsrassismus andererseits sind fließend. Das permanente Anders-gemacht-werden, das sich in medialen und diskursiven Botschaften wie »Deine Kultur ist fremd« oder »Der Islam gehört nicht zu Deutschland« äußert, ist ausgrenzend und gewaltvoll. Es führt zu sozialen Ungleichheiten und Benachteiligungen von Individuen und Gruppen. Ein muslimisch klingender Name reicht oftmals schon aus um einen Job oder eine Wohnung nicht zu bekommen.
Im Rahmen des Fachtags wird nach dem Spezifischen und dem Neuen der aktuellen Entwicklungen im antimuslimischen Rassismus gefragt. In diesem Zusammenhang wird auch Gegenstand sein, wie bzw. in welche Richtung die Argumentationen (rassistisch, rechtspopulistisch oder rechtsextrem) einzuordnen sind und wie diese im Verhältnis zueinander stehen. Dabei sollen neben den Funktionsweisen und Mechanismen von antimuslimischem Rassismus im Alltag durch Sprache und Medien besonders die Anschlussfähigkeit in der Mitte der Gesellschaft thematisiert werden. Durch die Tagung soll der Blick für antimuslimischen Rassismus geschärft werden und eine kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Bildern und Stereotypen stattfinden. Dabei soll die Vielfalt muslimischer Lebenswelten und Identitäten in Deutschland deutlich und Empowermentperspektiven für Betroffene eröffnet werden.
Die Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), des Informations- und Dokumentationszentrums für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW) und des Landesjugendrings NRW in Kooperation mit dem LWL-Landesjugendamt versteht sich als Forum für Diskussion und Austausch zwischen Praktiker/-innen aus der Jugendbildungs-, -sozial- und -verbandsarbeit, dem Jugendschutz, der politischen Bildungsarbeit und der Schule.

Weitere Informationen unter https://ajs.nrw/wp-content/uploads/2020/02/Einladung_Fachtagung_2020.pdf

 

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle NRW, Köln (aufgerufen am 02. März 2020)

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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