Pressemitteilungen

 

9/ 20. Dezember 2011

KJug 1-2012

Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen


Der Runde Tisch zum »Sexuellen Kindesmissbrauch« hat seine Arbeit im Dezember offiziell beendet, gleichwohl ist und bleibt das Thema aktuell und wird in der (Fach)Öffentlichkeit diskutiert. Kinder und Jugendliche sind aber nicht nur Opfer sexualisierter Gewalt, sie können auch selbst sexuell gewalttätig werden. Sexuell übergriffiges Verhalten von Mädchen und Jungen findet sich an Schulen, Internaten, Heimen und in offenen Einrichtungen der Jugendhilfe. Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen müssen sexualisiertes Verhalten von betroffenen Mädchen und Jungen erkennen und einordnen können und gleichzeitig vertrauensvolle Ansprechpartner sein.
Mittlerweile sind einige Forschungs- und Praxisprojekte entstanden, deren Ergebnisse in einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis einfließen müssen.
Wir stehen längst nicht mehr am Anfang, aber es bedarf dennoch einiger Anstrengungen im Rahmen von Prävention, Intervention und Therapie um Kinder und Jugendliche vor sexuellen Grenzverletzungen und deren Folgen zu bewahren. Die Artikel in der Ausgabe 1-2012 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) leisten einen Beitrag dazu.

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8/ 24. November 2011

60 Jahre – ein Blick zurück nach vorn!
BAJ feiert ihr Jubiläum mit Freunden und Partnern


Gemeinsam mit geladenen Gästen aus Jugendschutz, Jugendhilfe und Politik feierte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) am 23. November ihren 60sten Geburtstag. Im Hotel Angleterre in Berlin wurde viel über die traditionsreiche Vergangenheit gesprochen, doch auch die Zukunft eines zeitgemäßen Jugendschutzes bot Anlass für anregende Gespräche.
Im Jahr 1951 fing die Geschichte der BAJ in Hamm in Westfalen an. Als Aktion Jugendschutz setzte sie sich von Anfang an für die Belange und den Schutz von Kindern und Jugendlichen ein. Die Stärke der BAJ basierte und basiert nicht zuletzt auf der Pluralität der Mitgliedsverbände, die sich aus den Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz, Fachverbänden der Jugendhilfe, den großen Wohlfahrtsorganisationen, Lehrerverbänden und der Bundesärztekammer zusammensetzt.
Dabei hat die BAJ auch einen Wandel in den vergangenen 60 Jahren vollzogen. Standen anfangs noch die gesetzlichen Regelungen im Vordergrund, so hat sich mittlerweile der erzieherische Kinder- und Jugendschutz einen festen Platz erobert.
Die Feier selbst fand im Hotel Angleterre in der Friedrichstraße in Berlin statt. Im Festvortrag, der von Professor Klaus Hurrelmann gehalten wurde, wurde nach den Veränderungen des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen in den letzten 60 Jahren in Deutschland gefragt. Der Strukturwandel, die Individualisierung und Pluralisierung sowie das Brüchig werden von Lebensverläufen standen im Mittelpunkt. Was diese Veränderungen für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Arbeit im Jugendschutz bedeuten, wurde in der anschließenden Diskussion thematisiert.
Unter den Gästen befanden sich langjährige Wegbegleiter und neue Kooperationspartner, Bundestagsabgeordnete und Vertreter der großen Kinder- und Jugendhilfeinstitutionen.
In seiner Rede wies der Vorsitzende der BAJ, Prof. Dr. Bruno W. Nikles auf die Neuausrichtung und den Wandel der BAJ hin: »In einer Zeit, in der sich die Sozialisationsbedingungen, die Lebenswelten und die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen rasant verändert haben, hat sich der Kinder- und Jugendschutz erfolgreich den neuen Aufgaben gestellt.«

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7/ 14. Oktober 2011

KJug 4-2011
gestern – heute – morgen

60 Jahre Kinder- und Jugendschutz


Der Kinder- und Jugendschutz ist älter, aber seit 60 Jahren ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz eine seiner führenden Vertreterinnen in Deutschland – Grund genug, sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis mit den Entwicklungen im gesetzlichen und erzieherischen Jugendschutz auseinander zu setzen.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2011 von KJug betrachten den Kinder- und Jugendschutz bzw. einzelne Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven – Wissenschaft und Praxis. Deutlich wird in allen Beiträgen, dass der Kinder- und Jugendschutz in all den Jahren nicht an Aktualität verloren hat. Im Gegenteil: Die Entwicklungen z.B. im Bereich der Medien und der Suchtgefährdungen stellen den Kinder- und Jugendschutz immer wieder vor neue Herausforderungen. Dabei bedarf es eines Nebeneinanders von gesetzlichen Regelungen und erzieherischem Kinder- und Jugendschutz.

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6/ 30. September 2011

Kinder und Jugendliche auf Reisen – Dossier


Wenn Kinder und Jugendliche auf Reisen gehen, können sich in vielerlei Hinsicht Gefahren für ihr körperliches, geistiges oder seelisches Wohl ergeben. Soweit ein Kind oder ein Jugendlicher die Risiken auf einer Reise noch nicht selbst beherrschen kann, besteht für Eltern wie für Kinder das Bedürfnis nach Aufsicht durch verantwortungsbewusste und Sicherheit ausstrahlende Begleitpersonen.
In dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz herausgegebenen Dossier »Kinder und Jugendliche auf Reisen« werden die zentralen rechtlichen Rahmenbedingungen aufgezeigt. Es werden einige pädagogische Impulse für Eltern und Reiseveranstalter gegeben zur Verankerung dieser Schutzvorgaben in die Vorbereitung und Durchführung der Reise. Darüber hinaus enthält das Dossier eine Übersicht mit Qualitätskriterien, die vom BundesForum Kinder- und Jugendreisen erarbeitet wurden. Der Autor Sebastian Gutknecht ist als Jurist bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle Nordrhein-Westfalen in Köln beschäftigt.

Das Dossier »Kinder und Jugendliche auf Reisen« kann kostenlos (auch in höherer Stückzahl) über das Bestellformular der Homepage oder über die Adresse: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Mail: material@bag-jugendschutz.de bestellt werden.

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5/ 06. Juli 2011

KJug 3-2011

Jugendschutz geht zur Schule
Kinder- und Jugendschutz als schulische Aufgabe

Lehrerinnen und Lehrer erleben Mädchen und Jungen täglich, erhalten Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und wissen, dass diese nicht immer »rosig« ist. Soziale Benachteiligung, Armut, innerfamiliäre Gewalt, Alkoholkonsum sind nur einige Probleme, mit denen sich Kinder und Jugendliche auseinander setzen müssen. Themen, die auch im Kinder- und Jugendschutz diskutiert werden.
Lehrerinnen und Lehrer können und dürfen hiervor nicht die Augen verschließen. Schaut man sich die Lehrpläne an, so findet man darin eine Verankerung des Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe an Grundschulen und weiterführenden Schulen. Schulen sind, neben Familien und der außerschulischen Jugendarbeit, ein wichtiges Setting für den Jugendschutz, da alle Kinder und Jugendlichen dort über einen längeren Zeitraum anzutreffen sind.
Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes ist es, Lehrerinnen und Lehrern Handreichungen und Informationen zu vermitteln, das Themenspektrum bekanntzumachen und darzustellen, wie zu einzelnen Themen gearbeitet werden kann z.B. zu Gesundheitserziehung, Suchtprävention, Medienkompetenzförderung, Gewaltprävention und der Prävention sexualisierter Gewalt. In diesem Zusammenhang muss die Bereitschaft in der Lehrerschaft gefördert werden, diese Themen aufzugreifen und die Unterstützung durch die Schulleitung eingeworben werden, aber auch Eltern müssen informiert und sensibilisiert werden.
Wie einzelne Maßnahmen und Projekte aussehen und worauf in Schulen zu achten ist, stellen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2011 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) dar.

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4/ 11. April 2011

Computerspiele
Prävention durch Information und Kontrolle

Computerspiele üben vor allem auf männliche Jugendliche eine große Faszination aus. Dies gilt insbesondere bei Online(Rollen)-Spielen, die durch Spielzusätze verändert und dynamisiert werden können. »Der Jugendschutz steht hier vor spezifischen Herausforderungen, sowohl hinsichtlich einer rechtlichen Regulierung als auch in pädagogischer Sicht«, so Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ).
Die BAJ verfolgt die Entwicklungen in diesem Bereich mit Sorge, denn die vorhandenen Altersfreigaben und die für den stationären Handel geltenden Verkaufsbeschränkungen sind auf Onlinespiele nicht übertragbar. Die Kontrolle des Handels und der Einsatz wirksamer Jugendschutzfilter sind zielführende Maßnahmen, deren rechtliche Verankerung zwar gegeben ist, an deren Umsetzung es jedoch mangelt. Kontrollen scheitern oftmals am fehlenden Personal, Jugendschutzprogramme wurden bisher nicht von der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkannt. »Die in der Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags, der im Januar 2011 in Kraft treten sollte, festgeschriebene Alterskennzeichnung von Internetangeboten hätte gerade mit Blick auf Computerspiele die bestehende unterschiedliche rechtliche Behandlung von Offline- und Online-Angeboten überwunden und die Entwicklung von qualifizierten Jugendschutzprogrammen möglich gemacht«, betont Prof. Nikles.
Ordnungsrechtliche Maßnahmen müssen aber stets durch pädagogische Maßnahmen zur Entwicklung von Medienkompetenz ergänzt werden. Lehrkräfte und Multiplikator/inn/en in der außerschulischen Arbeit benötigen hierzu Informationen und Unterstützung z.B. in Form von Arbeitshilfen. Parallel dazu müssen Eltern sensibilisiert werden, sich mit den Computerspielen ihrer Kinder zu beschäftigen. Darüber hinaus müssen für exzessive Spieler Beratungs- und Therapieangebote angeboten werden.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat deshalb das im Jahr 2009 veröffentlichte Dossier »Computerspiele. Jugendschutz und Altersfreigaben« überarbeitet und aktualisiert. Im Dossier wird der aktuelle Stand der gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Altersfreigaben von (Online)Computerspielen dargestellt. Ausführlich werden die Prüfpraxis der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) sowie die Prüfkriterien in Bezug auf Computerspiele erläutert. Darüber hinaus werden pädagogische Empfehlungen für Eltern zu Kauf und Umgang mit Computerspielen gegeben. Ein Serviceteil mit Literaturhinweisen, einem Glossar und Ansprechpartnern runden die 4-seitige Publikation ab.

Die Neuauflage des Dossiers »Computerspiele. Jugendschutz und Altersfreigaben« kann kostenlos (auch in höherer Stückzahl) über das Bestellformular der Homepage oder über die Adresse: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Mail: material@bag-jugendschutz.de bestellt werden.

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3/ 05. April 2011

KJug 2-2011
Prävention sexualisierter Gewalt

Der sexuelle Missbrauch von Mädchen und Jungen ist aufgrund konkreter Vorfälle und historischer Aufarbeitungen ein aktuelles Thema in der (Fach)Öffentlichkeit. Um Mädchen und Jungen nachhaltig vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es jedoch noch weiterer gesicherter Erkenntnisse zu Ursachen und Wirkungen früher Belastungen ebenso wie zur Prävention und Intervention. Doch welche Forschungsfragen stellen sich Wissenschaft und Praxis?
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2-2011 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) benennen u.a. Forschungsfragen von hoher Praxisrelevanz, die in der medizinisch-psychotherapeutischen Forschung angestoßen sind. Mittelfristig werden dadurch die Kinderschutzpraxis, die pädagogische Praxis in Deutschland und hoffentlich auch die Therapieangebote und vielleicht der juristische Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch verändert. In einem Fachbeitrag wird im Zusammenhang mit der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Einrichtungsaufsicht in der Jugendhilfe gegeben.

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2/ 03. Februar 2011

Zur Rolle der »Heimaufsicht« zum
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt

In Berichten über Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Erziehungseinrichtungen wird oft gefragt: »Wo war die Heimaufsicht?«. Ein vorab veröffentlichter Fachbeitrag gibt ab sofort einen Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Einrichtungsaufsicht in der Jugendhilfe. Er analysiert die Gründe ihrer Unwirksamkeit bis in die 70er Jahre und zieht dazu auch bislang kaum bekannte empirische Studien heran. Neben der historischen Darstellung werden die aktuellen Strukturen der Aufsicht verdeutlicht und Forderungen zur Weiterentwicklung diskutiert. Hierbei fließen auch die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des Runden Tisches »Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren« ein.
Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird in Heft 2/2011 weitere Beiträge zum Thema »Prävention gegen Gewalt« enthalten. Es wird im April erscheinen.

Weitere Informationen zur Ausgabe 2-2011 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) erhalten Sie per Mail: kjug@bag-jugendschutz.de.

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1/ 11. Januar 2011

KJug 1/2011

Sexualisierte Medieninhalte
Sexual- und medienpädagogische Perspektiven

Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien – sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist – die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden –, belegen Studien, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können.
Gesetzliche Regelungen haben trotzdem ihre Berechtigung. Entwicklungsbeeinträchtigende oder sogar jugendgefährdende Angebote müssen von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden, z.B. durch eine Indizierung. Allein mit Gesetzen sind diese Angebote aber nicht zu reglementieren. Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Blick auf die Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität, mit diesen Medienangeboten umzugehen.
In der Ausgabe 1-2011 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird das Thema von Medien- und Sexualwissenschaftler/inn/en aufgegriffen. Die Autorinnen und Autoren machen in ihren Beiträgen deutlich, dass u.a. eine besonnene Diskussion, eine Ausweitung der schulischen Aktivitäten und eine Intensivierung der Wirkungsforschung notwendig sind. Im Rahmen von Prävention ist eine Kooperation von Sexualpädagoginnen/ Sexualpädagogen mit Medienpädagoginnen/ Medienpädagogen gefordert.

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de