Pressemitteilungen
5/ 16. Juli 2010
KJug 3/2010
Peer-to-Peer - Aufklärung von Gleich zu Gleich
»Wie erreicht man Kinder und Jugendliche im Rahmen von Prävention? « Diese Frage stellen sich Jugendschützerinnen und Jugendschützer immer wieder. Das Spektrum der Möglichkeiten ist groß: Plakataktionen, Einzelveranstaltungen für Klassen/Jugendgruppen, Beratungsangebote, Vorträge, Publikationen, Theateraufführungen u.v.m.
Parallel dazu hat sich in den letzten 20 Jahren die so genannte Peer-Education als ein Ansatz in der Prävention bewährt. Was man unter Peer Education versteht, welche Settings sich anbieten und wie konkrete Projekte aussehen können, wird anhand verschiedener Beispiele aus dem Kinder- und Jugendschutz in der Ausgabe 3-2010 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis dargestellt. Dabei reicht das Themenspektrum von Suchtmittelkonsum bis Gewalt, aber auch medienpädagogische Aspekte werden via Peer Group transportiert.
Weitere Informationen und Bezug hier.
4/ 1. April 2010
Jugend und Alkohol – KJug 2/2010
»Jugend und Alkohol – Schutz durch Gesetze und Verbote?« – zu diesem Thema hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Kooperation mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) im Februar 2010 eine Fachtagung in Berlin durchgeführt.
Ausgehend vom exzessiven Trinken Jugendlicher in der Öffentlichkeit, das für zunehmend mehr Mädchen und Jungen mit einer Krankenhauseinweisung endet, wollten die Veranstalterinnen die Suche nach schnellen Lösungen hinterfragen, die sich oft in einer Verschärfung von Gesetzen und Verboten und dem Ruf nach dem Jugendschutz erschöpft.
In der Ausgabe 2-2010 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) werden einige Vorträge veröffentlicht, um sie einer breiteren (Fach)Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Deutlich wird in allen Beiträgen, dass Prävention mehr braucht als Vorschriften und Regeln, Prävention muss auf empirischen Erkenntnissen und ethischen Entscheidungen basieren. Vor allem müssen verhältnispräventive mit verhaltenspräventiven Maßnahmen verzahnt werden, weil sich beides nur im »Doppelpack« als wirksam und nachhaltig erwiesen hat.
Weitere Informationen und Bezug hier.
3/ 24. März 2010
Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Prof. Dr. Bruno W. Nikles für sein langjähriges Engagement im Kinder- und Jugendschutz
In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um den Jugendschutz hat Bundespräsident Dr. Horst Köhler den ehrenamtlichen Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) Prof. Dr. Bruno W. Nikles mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Professor Nikles, mit seiner Familie wohnhaft in Ratingen, lehrt an der Bildungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und leitet nach Vorstandstätigkeiten im Jugendschutz in Nordrhein-Westfalen seit 1996 den Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft. Sein Engagement gilt der ordnungspolitischen Aufgabe, durch einen wirksamen Jugendschutz die Rahmenbedingungen gelingenden Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Besonders wichtig ist ihm, die Jugendschutzpolitik mit der Arbeit der Fachverbände und gesellschaftlichen Gruppen zu vernetzen.
Prof. Nikles ist zudem in verschiedenen Gremien der Jugendhilfe und Wohlfahrtspflege ehrenamtlich und beratend tätig.
Die Auszeichnung wurde am 24. März 2010 durch den Landrat des Kreises Mettmann Herrn Thomas Hendele in Anwesenheit von Herrn Bürgermeister Harald Birkenkamp in Ratingen verliehen.
2/ 12. Januar 2010
Dossier zum Thema »Testkäufe mit Minderjährigen«
Kontrolle und Vollzug des Jugendschutzgesetzes
Testkäufe mit Minderjährigen sind immer wieder in der Diskussion. Präventive Maßnahmen wie Information und Aufklärung von Eltern als auch von Gewerbetreibenden sind ein zentrales Mittel für einen wirksamen Jugendschutz. Damit die Regelungen des Jugendschutzgesetzes aber wirken, müssen die vorgesehenen gesetzlichen Sanktionen bei eindeutigen Verstößen effektiv greifen. Eine immer wieder diskutierte und auch schon praktizierte Möglichkeit zur Feststellung eines Verstoßes gegen die Altersgrenzen des Jugendschutzgesetzes bei der Abgabe von Alkohol, Tabakwaren oder altersgekennzeichneten Bildträgern an Kinder und Jugendliche zu gelangen, ist der Einsatz von jugendlichen Testkäufern.
In einem aktuellen Dossier werden die rechtlichen und pädagogischen Aspekte sowie die derzeitige Praxis der Testkäufe dargestellt und bewertet. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat sich aus rechtlichen und pädagogischen Gründen stets mit großer Zurückhaltung zu den Testkäufen geäußert. Der Einsatz von minderjährigen Testkäufern darf nicht als alltägliche Maßnahme angesehen werden und soll – wenn überhaupt – nur als letztes Mittel angewandt werden. Aus diesem Grund hat die BAJ enge Kriterien für die Durchführung von Testkäufen entwickelt, die von den Ordnungsbehörden vor Ort als Maßstäbe angelegt werden sollten.
Die Ausgabe 1/2010 des Dossiers zum Thema »Testkäufe mit Minderjährigen« kann kostenlos (auch in höherer Stückzahl) bestellt werden bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Fax: 030-400 40 333, info@bag-jugendschutz.de oder über das Bestellformular. Sie steht darüber hinaus zum Download unter http://www.bag-jugendschutz.de/publikationen.html zur Verfügung.
1/ 12. Januar 2010
Internetsucht
Wenn der Kontakt zum realen Leben verloren geht
KJug 1 – 2010
Wie wirkt sich der exzessive Konsum von (Online)Computerspielen auf die Entwicklung und das Sozialverhalten von Kindern und Jugendlichen aus? Medienoptimisten weisen auf die förderlichen Aspekte im Umgang mit Computerspielen hin. Medienkritiker hingegen betonen die schädlichen Konsequenzen eines übermäßigen Konsums.
Die Abhängigkeit von Medien, insbesondere dem Internet, wird in Wissenschaft und Praxis, aber auch in den Medien und der Öffentlichkeit heftig diskutiert. Begrifflichkeiten wie exzessives Spielen, Internetabhängigkeit, Internetsucht, Onlinesucht und pathologisches Computerspielen kursieren. Gemeint ist in den meisten Fällen die Abhängigkeit männlicher Jugendlicher von (Online)Computerspielen. Doch woran erkennt man Computersucht, wer ist betroffen, wer gefährdet? Sind das Internet oder der PC verantwortlich oder liegen die Ursachen z.B. in der Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen?
Die aktuelle Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) greift die Diskussion auf und Fachleute aus verschiedenen Bereichen kommen zu Wort. Gemeinsam ist allen Beiträgen, dass die Autorin und die Autoren nicht in einem einzelnen Computerspiel die Ursache allen Übels sehen. Sie benennen den Handlungsbedarf, zeigen Präventionsmöglichkeiten auf und fordern weitergehende Forschung zur Verbreitung, den Symptomen und den Ursachen dieser verhaltensbezogenen Sucht. Mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz sind sowohl die Suchtprävention als auch die Medienpädagogik gefragt. Der Informationsbedarf zu diesem Thema ist auch bei Fachleuten aus der Kinder- und Jugendhilfe längst nicht gedeckt. Aufklärung und Information sind wichtige Kriterien, um eine gezielte und professionelle Unterstützung zu leisten.
Die Ausgabe 1/2010 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de.
8/ 26. Oktober 2009
Jugendschutzorganisation begrüßt die Ankündigung eines Nationalen Aktionsplans zum Jugendschutz
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz begrüßt die in der Koalitionsvereinbarung enthaltene Ankündigung, einen Nationalen Aktionsplan zum Jugendschutz zu entwickeln. Sie sieht darin ein gutes Signal der Kontinuität in der Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Thema. Der BAJ –Vorsitzende Prof. Dr. Nikles spricht die Erwartung aus, dass dies Gelegenheit bieten wird, nicht nur in Einzelinitiativen voranzuschreiten, sondern den »Gesamtkomplex der Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen mit den gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen zu beraten und ein hohes Maß an Abstimmung zu erreichen.«
7/ 8. Oktober 2009
Zwangsheirat als Thema der Jugendhilfe!?
KJug 4–2009
In der Kinder- und Jugendhilfe ist das Thema »Zwangsheirat« in vielen Bereichen präsent: wenn es darum geht, Betroffene zu schützen und Ratsuchenden die nötige Unterstützung zu geben, aber auch im Rahmen von Empowerment, um dazu beizutragen, junge Menschen bei der freien Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen. Dazu gehört das Recht auf freie Partnerwahl und die Möglichkeit, sich erfolgreich zu wehren, wenn bei einer Eheanbahnung oder in anderen Lebensbereichen beispielsweise familiärer Druck ausgeübt wird.
Der Informationsbedarf zu diesem Thema ist auch bei Fachleuten aus der Kinder- und Jugendhilfe längst nicht gedeckt. Aufklärung und Information sind wichtige Kriterien, um eine gezielte und professionelle Unterstützung nicht nur bei Jugendlichen und Heranwachsenden zu leisten, sondern auch bei Eltern.
Parallel dazu bedarf es des Ausbaus von Beratungsangeboten, Zufluchtsstätten sowie Bildungsmaßnahmen an Schulen.
In der Ausgabe 4/2009 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) werden verschiedene Formen und Ausprägungen der Eheschließung erläutert. Es wird ein Überblick über den rechtlichen Rahmen gegeben und darüber hinaus werden Beratungsangebote für von Zwangsheirat Betroffene vorgestellt. Des Weiteren wird die Notwendigkeit von Kooperationen und Netzwerken aber auch von Prävention deutlich herausgestellt.
Die Ausgabe 4/2009 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- bestellt werden beim Ernst Reinhardt Verlag, Kemnatenstraße 46, 80639 München, info@reinhardt-verlag.de
6/ 18. Juni 2009
Suizidprävention
KJug 3-2009
Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen, besonders bei männlichen Jugendlichen. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig das Thema in der Öffentlichkeit, abseits medienwirksamer Sensationsfälle, diskutiert wird.
Suizide bzw. Suizidversuche stellen ein tragisches Ende eines Lebens bzw. einen oftmals letzten verzweifelten Hilferuf dar. Werden diese von Jugendlichen vollzogen, sind Eltern, Lehrer/innen und Mitschüler/ innen fassungslos und finden keine unmittelbaren Erklärungen.
Mittlerweile wurde in vielen Untersuchungen über Ursachen und Hintergründe geforscht, welche oftmals aus dem schulischen Alltag und dem physischen Umfeld der Jugendlichen stammen. Der Mangel an Erfahrung erschwert in vielen Fällen den Umgang mit diesem Problembereich. Umso dringender ist die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
In der Ausgabe 3/2009 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) zeigen die Autorinnen und Autoren das Ausmaß und die spezifischen Formen von Suiziden bzw. Suizidversuchen auf. Sie erläutern Ursachen und stellen verschiedene Präventionsmöglichkeiten und Hilfsangebote vor.
Es wird deutlich, dass besonders Schulen diese Thematik aufgreifen können und sollten – Materialien mit denen das Thema konstruktiv bearbeitet werden kann liegen vor.
Die Ausgabe 3/2009 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- bestellt werden beim
Ernst Reinhardt Verlag, Kemnatenstraße 46, 80639 München, info@reinhardt-verlag.de
5/ 27. Mai 2009
Kinder im Fernsehen besser schützen!
Die vorgesehene Sendereihe »Erwachsen auf Probe« des Privatsenders RTL, bei der Kleinstkinder quasi als »Spielzeug« an halbwüchsige junge Paare »ausgeliehen« werden, empört zu recht große Teile der Öffentlichkeit und Politik. Diese lassen sich auch nicht beruhigen durch den Hinweis des Senders, die einzelnen Folgen seien ja ohnehin abgedreht und die Kinder wohlbehalten wieder bei ihren Eltern.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz fordert in diesem Zusammenhang erneut, diejenigen Paragraphen im Jugendarbeitsschutzgesetz endlich zu überarbeiten, die die Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen an Medienproduktionen regeln. Diese wiederholt und auch schon vor geraumer Zeit vorgetragene Forderung richtet sich in erster Linie auf die Verhältnisse in den sogenannten Doku-Soaps des Fernsehens. Offensichtlich reicht es nicht aus, mit ethischen Appellen auf den Schutz der Menschenwürde und auf das besondere Schutzbedürfnis von Säuglingen und Kleinkindern hinzuweisen.
»Wir sind in Kinder- und Jugendschutzfragen äußerst zurückhaltend, wenn versucht wird, mit rechtlichen Verschärfungen allein gesellschaftliche Probleme regeln zu wollen. Dem Erfindungsreichtum, mit immer neuen grenzwertigen Fernsehformaten dem Verwertungsinteresse von Fernsehgesellschaften und einem fehlgeleiteten Ehrgeiz von Eltern, ihre Kleinkinder in Fernsehsendungen zu bringen, Programm zu machen, muss endlich durch strengere Regelungen begegnet werden«, so forderte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Prof. Dr. Bruno W. Nikles. »In großen politischen Diskursen reden wir allenthalben seit Jahren über Kinderrechte. Der Alltag zeigt uns, wo wir dringenden Handlungsbedarf haben.«
Die Bundesarbeitsgemeinschaft erwartet, dass das Thema nach den Bundestagswahlen auf die politische Agenda kommt.
4/ 3. April 2009
Cybermobbing
KJug 2-2009 zum Thema Mobbing via Internet
Mobbing ist schlimm – Cybermobbing bzw. Cyberbullying ist vielleicht noch schlimmer. Als Cybermobbing bezeichnet man Mobbing unter Einsatz von Medien. Fiese SMS schicken, peinliche Bilder oder Videos im Internet veröffentlichen, per Messenger beleidigen, böswillige Gerüchte streuen und sogar die Gründung sog. ›Hassgruppen‹. Die Opfer werden über das soziale Umfeld hinaus bloßgestellt und wissen in den meisten Fällen nicht einmal, von wem sie gequält und gedemütigt werden. Darüber hinaus können sie sich diesen Belästigungen kaum entziehen, da sie per Handy und zu Hause am Rechner erreicht werden können.
Die Thematik Cybermobbing bzw. Cyberbullying von Kindern und Jugendlichen im virtuellen Raum des Internets stellt Eltern, Lehrer, Pädagogen und Psychologen vor eine schwierige Aufgabe: Sie müssen sich mit einem neuen ›Tatort‹ für Phänomene befassen, die aus dem schulischen Alltag und dem physischen Umfeld der Jugendlichen stammen. Der Mangel an Erfahrung erschwert häufig den Umgang mit diesem neuen Problembereich.
In der vorliegenden Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) zeigen die Autorinnen und Autoren das Ausmaß und die spezifischen Formen des Mobbings im Internet anhand eigener Studien auf und nehmen eine rechtliche Einordnung der »Taten« vor. Sie nehmen die Täter in den Blick, zeigen die Folgen für die Opfer auf und erläutern Herangehensweisen und Präventionsmöglichkeiten. Ergänzt wird das Heft durch die Kommentierung eines Gerichtsurteils zum Verbot des Ausschanks von hochprozentigem Alkohol in einer Diskothek vor Mitternacht.
Die Ausgabe 2/2009 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- bestellt werden beim
Ernst Reinhardt Verlag, Kemnatenstraße 46, 80639 München, info@reinhardt-verlag.de
3/ 23. März 2009
Dossier zum Thema »Computerspiele«
Computerspiele im Handel stark kontrolliert, Online-Spiele bereiten Sorge
Computerspiele üben vor allem auf männliche Jugendliche eine große Faszination und Anziehungskraft aus. Dies gilt insbesondere bei den sich stark verbreitenden Online(Rollen)-Spielen, die durch Spielzusätze (Patches, Add-ons oder Mods) verändert und dynamisiert werden können. Der Jugendschutz steht hier vor spezifischen Herausforderungen, sowohl hinsichtlich einer rechtlichen Regulierung als auch in pädagogischer Sicht.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz verfolgt einige Entwicklungen in diesem Bereich mit Sorge, denn die vorhandenen Altersfreigaben und die für den üblichen stationären Handel geltenden Verkaufsbeschränkungen greifen zu kurz. Es müssen wirksame Jugendschutzfilter auf Seiten der Anbieter von Computerspielen zum Einsatz kommen. Auch für die im Netz angebotenen Zusatzprodukte sind tragfähige Regulierungen erforderlich.
Mit den Online-Computerspielen, begleitet durch Chats und Foren, gewinnt die Jugendkultur neue Akzente, die durchaus ihre eigene Bedeutung haben. Unverzichtbar ist genaues Hinsehen darauf, was über das Internet heruntergeladen wird und welche möglicherweise gefährdenden Inhalte damit in den Spielalltag von jungen Menschen transportiert werden.
Es darf zudem nicht übersehen werden, dass exzessives Spiel auch zu neuen Formen der Abhängigkeit führen kann. Die Gefahr von Spielsucht ist Ernst zu nehmen und stellt eine spezifische pädagogische, gelegentlich gar therapeutische Herausforderung dar.
Nach den intensiven Bemühungen der letzten Jahre um Verbesserungen des Jugendschutzes bei Computerspielen bedarf es nun erhöhter Aufmerksamkeit im Bereich der Online-Spiele.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat in einem Dossier den derzeitigen Stand der gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Altersfreigaben von (Online)Computerspielen zusammengefasst, darüber hinaus werden pädagogische Empfehlungen für Eltern zum Umgang mit Computerspielen gegeben.
Das Dossier kann kostenlos (auch in höherer Stückzahl) über das Bestellformular dieser Homepage oder über die Adresse: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de bestellt werden. Es steht darüber hinaus auch zum Download im Online-Service bereit.
2/ 19. Februar 2009
Jugendschutz und Jüdische Wohlfahrtspflege
Neues Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz
Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland ist neues Mitglied der Dachorganisation des Kinder- und Jugendschutzes, wie die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) in Berlin heute mitteilte. Die BAJ setzt sich für den Schutz von jungen Menschen vor Sucht, Gewalt, Desorientierung und anderen Gefährdungen ein. Damit sind alle Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege im gemeinsamen Bemühen um die fachliche Begleitung von Politik und Gesetzgebung in Berlin vereint.
»Wir haben nicht nur ein neues Mitglied, sondern auch einen Partner, der zur gesellschaftspolitischen Ausrichtung unserer Arbeit wichtige Beiträge leisten kann. Als weltweit vernetzte Gemeinschaft standen beispielsweise jüdische Frauen bereits vor über einhundert Jahren an der Wiege des Jugendschutzes«, so der Vorsitzende Prof. Dr. Bruno W. Nikles.
1/ 13. Januar 2009
Kinder- und Jugendschutz in Europa
KJug 1-2009 erschienen
Staatsgrenzen bieten keine Sicherheit bei den möglichen Gefährdungen junger Menschen. Dies zeigt sich u.a. beim Thema »Internet« aber auch beim Satellitenfernsehen und beim Versandhandel. Einheitliche – zumindest europaweite – Jugendschutzstandards sind nicht vorhanden, zu unterschiedlich scheinen die kulturellen Bewertungsmaßstäbe in einzelnen Bereichen. Die politische Herausforderung für die Jugendschützer lautet daher, im europäischen Kontext darüber zu kommunizieren, welche Handlungsstrategien wirksam sind und welche Schritte notwendig sind, um die Bewertungsmaßstäbe »konvergent« zu entwickeln. Hierzu bedarf es aber auch Informationen darüber, welche Gefährdungen gegeben sind, wie Kinder und Jugendliche damit umgehen und welche Präventionsmöglichkeiten möglich und sinnvoll sind.
Die Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im Jahr 2009 greifen das Thema »Kinder- und Jugendschutz in Europa« für die Handlungsfelder Medien/ Medienkompetenz und Sucht/ Suchtprävention auf. Sie benennen Risiken und Regelungslücken, klären Begriffe und geben Einblick in aktuelle Studien und Projekte. Ergänzt wird das Heft durch die Kommentierung eines Gerichtsurteils zu den neuerdings überall entstehenden Raucherclubs, im Zusammenhang mit der Klärung des Begriffs der sog. »Öffentlichkeit«, der für den Kinder- und Jugendschutz eine große Rolle spielt.
Die Ausgabe 1/2009 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- bestellt werden beim
Ernst Reinhardt Verlag, Kemnatenstr. 46, 80639 München, info@reinhardt-verlag.de
