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Pressemitteilungen

 

2/ 8. April 2016

 

»Lückekinder« – Die 10- bis 14-Jährigen zwischen Kindheit und Jugend
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 2-2016


Die Lebensphase der 10- bis 14-Jährigen wird in Forschung und (Fach)Öffentlichkeit als »späte Kindheit«, »Vorpubertät« oder »frühe Adoleszenz« bezeichnet und kennzeichnet unter entwicklungspsychologischen Aspekten eine besondere Situation des Übergangs. Die Mädchen und Jungen sind »nicht mehr Kind« und »noch nicht Jugendliche« – sogenannte »Lückekinder«. Dieser Status schlägt sich in ihren Handlungspraxen und ihrem Orientierungswissen nieder. Sie wechseln zwischen kindlichen, jugendlichen und erwachsenen Handlungsrepertoires.
Welche entwicklungspsychologischen und soziokulturellen Besonderheiten diese Altersgruppe aufweist und wie ihre Lebenswirklichkeit aussieht, wird in den Beiträgen der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis dokumentiert.

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1/ 12. Januar 2016

 

Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1-2016


Ähnlich wie Rechtsextremismus stellen Salafismus und Dschihadismus für junge Menschen eine Gefährdung dar. Schule, Jugendhilfe, Justiz und Polizei sehen sich damit vor neuen Herausforderungen. Pädagogische Strategien sind gefragt, um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten und um denjenigen zu helfen, die abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Ausstieg suchen. Radikalisierungsprozesse sind dabei vielschichtig begründet und motiviert. Jugendliche kommen heutzutage mittels medialer Inszenierung über das Internet und soziale Netzwerke schnell und einfach mit salafistischem bzw. dschihadistischem Gedankengut in Kontakt.
Präventionsangebote für radikalisierungsgefährdete oder radikalisierte Jugendliche erfordern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen islamistischer Radikalisierung und müssen das Ziel haben, aufzuklären und zu sensibilisieren, um Tendenzen wahrzunehmen und junge Menschen vor Radikalisierung zu schützen. Auf diese Aspekte sowie den großen Forschungsbedarf beim Thema Radikalisierung weisen die Autorin und die Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin.


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8/ 20. November 2015

 

»Durchblick. Informationen zum Jugendschutz«


Der Kinder- und Jugendschutz in Deutschland ist ein vielfältiges Konstrukt aus rechtlichen Regelungen, erzieherischen Aspekten und strukturellen Maßnahmen. Diese Vielfalt zu durchschauen und zu verstehen ist nicht immer einfach. Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule müssen sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten immer wieder damit auseinandersetzen. Sei es, dass die von ihnen betreuten Jugendlichen Alkohol konsumieren oder rauchen, gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Kindern und Jugendlichen passieren, oder diese für sie ungeeignete Medieninhalte konsumieren. Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie generell Fachkräfte aus der Jugend(sozial)arbeit wenden sich in diesen Fällen an die Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz oder die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz.

Dies war einer der Gründe für die Entwicklung der neuen Publikation »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz«. Der Ordner enthält sechs Arbeitshefte zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Jugend und Alkohol, Medien/Jugendmedienschutz/ Förderung der Medienkompetenz sowie eine Übersicht der wichtigsten Adressen/Ansprechpartner und ein Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz will mit der Handreichung eine praxisorientierte Einführung zum Thema Jugendschutz geben, Themenschwerpunkte und Handlungsoptionen aufzeigen, Ziele, Motive und Begründungen eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes darstellen sowie die Strukturen, Organisationen und Zuständigkeiten erläutern. Zielsetzung dabei ist neben der Vermittlung von Wissen über den Kinder- und Jugendschutz, die Unterstützung der Praxis und die Anregung zur Reflexion.

Unabhängig von konkreten Gefährdungsannahmen ist es ein Hauptanliegen des Jugendschutzes, Kinder und Jugendliche durch Erziehung in ihrer Identität(sentwicklung) zu stärken. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass junge Menschen mit ihren eigenen Kompetenzen gesellschaftlichen Prozessen kritisch und mit Distanz begegnen.

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7/ 14. Oktober 2015

 

Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 4-2015


Um es gleich vorweg zu sagen, Kinder und Jugendliche, die in einer Familie mit Migrationsgeschichte aufwachsen, haben (und machen) aus Sicht des Jugendschutzes nicht mehr und nicht weniger Probleme als deutschstämmige Mädchen und Jungen. Trotzdem sollte man im Rahmen der Präventions- und Elternarbeit verschiedene Aspekte im Blick haben. Z.B. das Lebensumfeld, die Sozialisationsbedingungen, die ethnische Zugehörigkeit, den kulturellen Hintergrund, die (Mutter) Sprache, die Aufenthaltsdauer und den Bildungsstand.
Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge. Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug.
In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der am 1. Oktober veröffentlichten Studie »Mediatisierung mobil. Handy- und Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen« werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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6/ 14. Juli 2015

 

»Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.«


Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz haben das Positionspapier »Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.« veröffentlicht. Anlass dazu gab der aktuelle Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien vom 21./22.05.2015, der am 01. Juli diesen Jahres veröffentlicht wurde (https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft und die Landesstellen unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und begrüßen die im Bericht enthaltene Würdigung ihrer langjährigen Arbeit (siehe Pressemeldung der BAJ vom 04./05. Juli).

Darüber hinaus regen sie mit dem vorliegenden Positionspapier Bund, Länder und Kommunen an:

  • den Kinder- und Jugendschutz als Partner für die Gestaltung und Umsetzung einer Eigenständigen Jugendpolitik einzubeziehen, insbesondere auf kommunaler Ebene,
  • die Erfahrungen und Perspektiven des Kinder- und Jugendschutzes in der Berichterstattung des Bundes und der Länder zu berücksichtigen,
  • Forschungs- und Modellprojekte zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzes zu initiieren und zu unterstützen,
  • den Ausbau von Angeboten der Medienbildung und der Medienkompetenzförderung zu unterstützen, nicht zuletzt auch für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe,
  • die Etablierung von Jugendschutzprogrammen als freiwillige Schutzoption für Eltern zu stärken,
  • bestehende Regelungen und Gesetze des deutschen Jugendmedienschutzes in die europäische Diskussion einzuspeisen,
  • ausreichende personelle und sachliche Ressourcen für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz in Deutschland bereitzustellen,
  • die Jugendämter als Kompetenzzentren für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz bzw. die Landesstellen als freie Träger, die die Koordinations- und Steuerungsfunktion übernommen haben, finanziell und personell entsprechend auszustatten sowie
  • die Kooperation und Koordination zwischen dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und der Jugendsozialarbeit sowie anderen Arbeitsfeldern zu verbessern, die sich besonders um benachteiligte und/oder gefährdete junge Menschen kümmern.

Zielrichtung des Positionspapiers insgesamt ist es, den präventiven Gehalt des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemäß den Implikationen des §14 SGB VIII wieder stärker zur Geltung zu bringen.

Weitere Informationen und Download des Positionspapiers hier.

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5/ 14. Juli 2015

 

Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 3-2015


Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht.
Nicht erst die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugend-hilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen – schon lange – umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-) stationären Settings verbunden sind.
In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der aktuellen
»miniKIM«-Studie werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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4/ 5. Juli 2015

 

Gutes Aufwachsen mit Medien


Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz begrüßen und unterstützen die von der Jugend- und Familienministerkonferenz genannten Feststellungen (https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf) zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien. Wir unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Wir freuen uns über die Würdigung unserer langjährigen Arbeit, diese zur Wirkung zu bringen. Wir werden unsere Angebote aktiv und nachhaltig weiterentwickeln, um die genannten Potentiale noch stärker zur Geltung zu bringen. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sind vor allem ausreichende und verlässliche Ressourcen bei den kommunalen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe eine unverzichtbare Voraussetzung.

Wir begrüßen die Verabredung eines stetigen Austauschs zwischen Bund und Ländern über eine systematische Weiterentwicklung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und verstehen diesen Prozess als Unterstützung einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung im Sinne des § 79a SGB VIII. Die Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz können hier umfassende fachliche Expertise und Erfahrung bei der Qualifizierung und kollegialen Beratung der Fachkräfte vor Ort einbringen und sind bereit für eine aktive Mitarbeit. Ebenso begrüßen wir den Ansatz des Zusammenwirkens im "I-KIZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet" und wirken gerne mit bei der weiteren Ausgestaltung und dauerhaften Verankerung.

Der staatliche Schutzauftrag für Kinder und Jugendliche ist umzusetzen durch die Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Gefahren durch persönlichkeitsstärkende Maßnahmen sowie durch Unterstützung elterlicher Erziehungsverantwortung. Daneben sind auch weiterhin gesetzliche Schutzregelungen erforderlich, die sich an die Verursacher von Gefährdungen richten. Diese Regelungen müssen aber viel verständlicher und stärker auf zeitgemäße Lebenssachverhalte ausgerichtet sein, damit sie wieder eine wirksame Orientierungsfunktion für Jugendliche, Eltern und Gesellschaft haben. Die BAJ und die Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz können aufgrund ihrer Querschnittsaufgaben diesen Prozess konstruktiv begleiten.

Das ausführliche Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz und der Landesstellen finden Sie hier.

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3/ 9. Juni 2015

 

Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz
»Gewalt im Netz« – Sexting, Cybermobbing & Co.


Handy, Smartphone, Tablet & Co. sind allgegenwärtig und werden heutzutage selbstverständlich zur Kommunikation und Unterhaltung – nicht nur von Kindern und Jugendlichen – genutzt. Der »Cyberspace« ist damit fest in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eingebunden und eröffnet eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten sowohl beim Gebrauch als auch beim Missbrauch. Zu den aktuellen Risiken gehören u.a. Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting.
Im vorliegenden Band werden verschiedene Aspekte der »Gewalt im Netz« aus Sicht von Wissenschaft und Praxis in den Blick genommen und unterschiedliche Facetten von Gewalt in oder mittels Onlinemedien dargestellt. Die Autorinnen und Autoren stellen Forschungsergebnisse und Analysen vor, schärfen die Sicht auf spezifische Aspekte und zeigen Präventionsansätze für Schule und Jugendhilfe.

Aus dem Inhalt:

  • Stefan Glaser: Gewalt im Netz: Erkenntnisse und Gegenstrategien aus Jugendschutzsicht
  • Prof. Dr. Nicola Döring: Sexting. Aktueller Forschungsstand und Schlussfolgerungen für die Praxis
  • Urszula Martyniuk/Dr. Silja Matthiesen: Zwischen Spaß und Bedrängnis – Sexuelle Kontakte von Jugendlichen im Internet
  • Franz Hilt: Mobbing 2.0 – Jugendliche und (Cyber)-Mobbing
  • Sebastian Wachs/Verena Kratzer: Mehrfachbetroffenheit im Cyberspace. Wenn Jugendliche online sexuell missbraucht und gemobbt werden
  • Thomas-Gabriel Rüdiger: Der böse Onkel im digitalen Kinderzimmer – Wie Sexualtäter Onlinespiele nutzen
  • Johannes Baldauf: Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken
  • Dinah Huerkamp: (Cyber-)Mobbing – Altbekanntes Phänomen oder juristisches Neuland?
  • Dinah Huerkamp: Wenn der Prinz ein Frosch ist – Rechtliche Aspekte des Cybergroomings
  • Anja Schultze-Krumbholz/Prof. Dr. Herbert Scheithauer: Medienhelden – Ein schulbasiertes Programm zur Reduktion von Cybermobbing
  • Andrea Buskotte/Helge Kraus/Tanja Opitz: Cyber-Mobbing: Medienkompetenz trifft Gewaltprävention
  • Viktoria Jerke: »Verklickt« bringt Sicherheit in den Medienalltag. Medienpaket zum Thema Cybermobbing
  • Julia von Weiler: Sexualisierte Gewalt in digitalen Medien. Projekte von Innocence in Danger e.V.
  • Uli Tondorf: Online Sein. Smart Sein Pädagogische Zugänge zum Thema Sexting
  • Klicksafe: Unterrichtsmaterialien

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2/ 15. April 2015

 

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 2-2015


Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz steht in der öffentlichen Wahrnehmung im Windschatten des ordnungsrechtlichen, kontrollierenden Jugendschutzes, obwohl er 1990 im Sozialgesetzbuch VIII – Kinder- und Jugendhilfe – ausdrücklich als Aufgabe der öffentlichen Träger verankert wurde. Vielerorts lässt seine konkrete Umsetzung zu wünschen übrig. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat deshalb in diesem Jahr ihre besondere Aufmerksamkeit auf dieses Arbeitsfeld der Jugendhilfe gerichtet. In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird schwerpunktmäßig die konzeptionelle Grundlegung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes in den Blick genommen.
Die Autorinnen und Autoren der Beiträge tragen dazu bei, den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe zu schärfen. Einleitend vermittelt ein lexikalischer Beitrag einen Überblick, klärt den Begriff, grenzt ihn gegenüber anderen Jugendschutzaktivitäten ab und ordnet ihn historisch sowie im Hinblick auf die Handlungsformen und Zuständigkeiten ein. Auf der Basis gutachterlicher Ausarbeitungen werden ausführlich die rechtlichen und pädagogischen Dimensionen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes dargestellt. Eine Möglichkeit der praktischen Umsetzung wird mit dem Jugendschutzparcours »stop & go« vorgestellt. In diesem niedrigschwelligen Angebot werden mit Jugendlichen Themen des Jugendschutzes lebensweltnah und spielerisch erarbeitet und zum reflektierten Umgang angeregt. Ein Projektteam der Universität Erfurt stellt Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation vor und zeigt Erfolge und Verbesserungsmöglichkeiten auf.
In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Elke Monssen-Engberding von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der Evaluation eines interaktiven Computerspiels zum Glücksspiel Jugendlicher werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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1/ 7. Januar 2015

 

Medienbildung in Schule und Jugendhilfe
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1-2015


»Mehr Medienkompetenz durch Medienbildung« wird mittlerweile fast überall und für alle gefordert. Was man jedoch darunter versteht und wie diesem vermeintlichen oder offensichtlichen »Mangel« entgegengewirkt werden soll, wird ganz unterschiedlich gesehen. Medienbildung ist dabei der Prozess, der zur Medienkompetenz führt. Die Vermittlung findet in Schulen (formale Bildung), im außerschulischen Bereich (non-formale Bildung) sowie im Kontext von Familien und Peergroups (informelle Bildung) statt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) gehen dem Ursprung und den unterschiedlichen Definitionen einzelner Begrifflichkeiten auf den Grund und zeigen verschiedene Ansätze der Medienbildung in Schule und Jugendarbeit auf. In einem Positionspapier der Initiative »Keine Bildung ohne Medien!« wird die Diskussion auf den Punkt gebracht: »Um mit Medien eigenständig, sozial verantwortlich und kreativ umgehen, sie verstehen und verwenden, Inhalte gestalten und Informationen bewerten zu können, sind dauerhafte Angebote der Medienbildung notwendig, die verbindlich in die Bildungsstrukturen eingebunden werden. Grundlage dafür ist die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Bereich Medienkompetenz und medienpädagogischer Kompetenz.«
Mit der Ausgabe 1-2015 werden darüber hinaus zwei neue Rubriken eingeführt. In der Rubrik »Fragen an ….« stellen sich wichtige Vertreterinnen und Vertreter des Kinder- und Jugendschutzes den Fragen der Redaktion. Den Anfang macht Prof. Hajo von Gottberg von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). In der zweiten Rubrik »Die aktuelle Studie« sollen Untersuchungen bekannt gemacht werden, die einen unmittelbaren Bezug zum Kinder- und Jugendschutz haben. Hier wird die Studie des Hans-Bredow-Instituts »Kinder und Onlinewerbung« von den Autoren Dr. Claudia Lampert und Dr. Stephan Dreyer vorgestellt.

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8/ 7. November 2014

 

Neues Dossier zum Kinder- und Jugendschutz

Exzessive Mediennutzung – Medienabhängigkeit


Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat ein neues Dossier zum Thema »Exzessive Mediennutzung – Medienabhängigkeit. Eine Aufgabe des erzieherischen Jugendschutzes« veröffentlicht.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der erzieherische Kinder- und Jugendschutz mit der teilweise exzessiven Nutzung verschiedener Medien durch Kinder und Jugendliche umgehen muss. Mädchen und Jungen wachsen heutzutage selbstverständlich mit einer Unzahl von Medien auf. Smartphone, PC, Tablet sowie die damit genutzten sozialen Netzwerke Facebook, WhatsApp & Co. oder Computerspiele bieten Ablenkung, Unterhaltung und Kommunikation rund um die Uhr.
Im Dossier werden Ergebnisse aktueller Studien aufgezeigt und Empfehlungen zum pädagogischen Umgang mit der exzessiven Mediennutzung gegeben. Hinweise auf relevante Literatur, Projekte und Ansprechpartner runden das vierseitige Dossier ab.

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7/ 7. Oktober 2014

 

Psychische und physische Belastungen von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 4-2014


In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stehen ausnahmsweise nicht Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die mit ihnen bzw. für sie arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.
Hoher Arbeitsdruck, ständiges Multitasking und Erwartung von permanenter Erreichbarkeit sind nur einige Kennzeichen unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Psychosomatische Beschwerden, Ermüdungs- und Erschöpfungsphänomene, Burnout, Stress, Magenbeschwerden, Schlafstörungen – die Liste der Krankheiten, die aufgrund übermäßiger psychischer und/oder physischer Anforderungen der Umwelt und der Arbeitswelt entstehen können, ist lang. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jugendämtern und hier besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst sind darüber hinaus besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund einiger tragisch verlaufener Kinderschutzfälle und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit müssen sie tagtäglich Entscheidungen über das Wohl von Kindern und Jugendlichen treffen.

Die Autorinnen und Autoren zeigen die verschiedensten Belastungen, mit denen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe im Arbeitsalltag konfrontiert sind auf. Konkrete Erfahrungsberichte und Hinweise auf den notwendigen Handlungsbedarf werden gegeben. Wie Fürsorge und Gesunderhaltung gewahrt und gefördert werden können, wird u.a. am Beispiel des Staff-Welfare-Konzepts von jugendschutz.net deutlich.

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6/ 3. Juli 2014

 

Suchtprävention – wovor und wie?
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 3-2014


Welche Suchtstoffe werden konsumiert, wie sehen die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aus und welche neuen Entwicklungen und Trends liegen vor? Antworten auf diese Fragen und darüber hinaus Erkenntnisse der Präventionsforschung werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel »Suchtprävention – wovor und wie?« gegeben. Neben dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und »neuen Drogen« wie Crystal Meth und Legal Highs geht es auch um das Internet als »Suchtmittel« und die sog. Schockbilder auf Zigarettenschachteln.
Wirksame Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die in verschiedenen Settings stattfindet. Neben der Schule und der Familie, sind die außerschulische Bil-dungsarbeit, Peer-Gruppen und generell der Freizeitbereich wichtige Handlungsfelder. Für den Jugendschutz haben neben verhaltenspräventiven Maßnahmen aber auch gesetzliche Regelungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes (Verhältnisprävention) einen hohen Stellenwert. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2014 von KJug stellen verschiedene Aspekte und Ansätze vor und geben damit einen hervorragenden Überblick darüber, wer, wovor und wie geschützt werden soll/muss.

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5/ 14. Mai 2014

 

BAJ fordert stärkere Beteiligung des Bundes beim Jugendmedienschutz


In ihrer Stellungnahme zu den Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Staatsvertrages über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (JMStV) begrüßt die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), dass erneut Versuche unternommen werden, das Jugendmedienschutzrecht weiterzuentwickeln. Grundsätzlich kann an der Kennzeichnung von Inhalten, auf die dann nutzerautonome Jugendschutzprogramme reagieren können, aus Sicht des Verbandes weiter festgehalten werden. Technischer Jugendschutz wird nie perfekt sein können, aber die Anwendung und Verbreitung kann verbessert werden. Unstrittig ist auch eine auf Dauer angelegte Tätigkeit von jugendschutz.net.
Der von den federführenden Staatskanzleien der Länder in den Blick genommene Zeitrahmen bis Ende 2014 allerdings, die ungeklärten rechtlichen Kontexte sowie die Konzeption der zurzeit laufenden Sammlung von Anregungen in einer »Online-Befragung« lassen Zweifel daran aufkommen, ob nachhaltige und abgestimmte Verbesserungen gelingen. Die BAJ fordert stattdessen die Gesetzgeber in Bund und Ländern auf, bei den jetzt wieder anstehenden Beratungen einmal innezuhalten und mit längerem Atem ernsthaft zu prüfen, wie eine Verschmelzung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) und des JMStV auf ein einziges Jugendschutzgesetz zu erreichen ist. Diese würde nach Auffassung der BAJ erheblich dazu beitragen, die rechtlichen Regelungen in der Öffentlichkeit und in den Lebensbereichen von Eltern, Erziehungspersonen und nicht zuletzt bei den jungen Menschen selbst bekannter zu machen.
Angesichts der zunehmenden Durchdringung der Lebenswirklichkeit durch mediale Techniken und Angebote ist es dringend erforderlich, dass die politischen Entscheider nicht allein der Regulierungsthematik verhaftet bleiben. Wer nicht nur auf »rechtsfeste« Regulierungsperspektiven setzt, muss verstärkt auf Aufklärungs-, Anreiz- und unterstützende Systeme setzen. Kommerziellen wie nichtkommerziellen Anbietern von Medieninhalten könnten fachliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, ihre Angebote »jugendschutzfester« zu gestalten und dies als Qualitätsmerkmal zu nutzen.
Projekte zur Medienpädagogik gibt es inzwischen zahlreich, aber es fehlt an der Nachhaltigkeit, Koordination und flächigen Verbreitung. Angebote des erzieherischen Jugendschutzes gemäß §14 Sozialgesetzbuch VIII – Kinder- und Jugendhilfe – (SGB VIII) müssen deutlich profiliert werden. Immerhin scheint es bereits gelungen, auch junge Menschen selbst für die Risiken zu sensibilisieren, die in der medialen Kommunikation liegen.

Die gesamte Stellungnahme finden Sie hier.

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4/ 03. April 2014

 

Jugend(schutz) auf dem Land
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis 2-2014


Wie sieht die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus, die auf »dem Land« aufwachsen? Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, zunehmender Mobilität und des Zugangs zu Bildungs- und Freizeitangeboten stellt sich sowohl die Frage nach den Perspektiven als auch die Frage nach der subjektiven Zufriedenheit von Mädchen und Jungen im ländlichen Raum.
Im 14. Kinder- und Jugendbericht wurde bereits darauf hingewiesen, dass angesichts der regional äußerst unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung eine regional differenzierte Betrachtung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, aber auch der Angebotsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist – dies gilt auch für den Kinder- und Jugendschutz.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2-2014 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) widmen sich der Frage, welche Erkenntnisse es zu Fragen der Jugend und des Jugendschutzes im ländlichen Raum gibt. Dabei werden u.a. die Gefährdung des Kindeswohls und der Alkoholkonsum von Jugendlichen in den Blick genommen. Präventionsangebote sowie Intervention, Beratung und Therapie auf dem Land erfordern in diesem Zusammenhang einen sozialraumsensiblen Kinderschutz. Beim Umgang Jugendlicher mit Alkohol müssen die Bemühungen zur Aufklärung über die Existenz, den Inhalt und den Sinn des Jugendschutzgesetzes erheblich verstärkt werden.

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3/ 03. April 2014

 

Online-Handbuch und Literaturdatenbank im neuen Layout
Neue Angebote auf der Seite www.bag-jugendschutz.de

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat das bewährte Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz und die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz grundlegend neu gestaltet und präsentiert damit auf der Homepage unter www.bag-jugendschutz.de ein bundesweit einmaliges Angebot.
Das Online-Handbuch Kinder- und Jugendschutz enthält begriffliche Erläuterungen, Informationen und Verweise auf Angebote zum Themenfeld des Kinder- und Jugendschutzes. Es ist ein »Nachschlagewerk«, das von Begriffsdefinitionen ausgeht. In den angebotenen Texten ist eine Volltextsuche möglich. Das Online-Handbuch ist in Kooperation zwischen der Universität Duisburg-Essen und der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz entwickelt worden und wird unter Hinzuziehung weiterer Kooperationspartner bearbeitet. Es folgt der Idee, von einzelnen relevanten Jugendschutzbegriffen ausgehend, Hinweise auf Informationen zum Kinder- und Jugendschutz, einschlägige Institutionen und Organisationen, Materialien und Literatur zugänglich zu machen. Rechtskommentare sind unter den Stichworten Jugendschutzgesetz (JuSchG), Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) und Jugendarbeitsschutz nachgewiesen.

Die Literaturdatenbank Kinder- und Jugendschutz bietet einen Überblick über vorhandene Artikel, Broschüren und Veröffentlichungen mit inhaltlichem Bezug zu den Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Gesammelt werden Aufsätze aus Fachzeitschriften und Zeitungen, Veröffentlichungen der Fachinstitutionen des Kinder- und Jugendschutzes auf Landes- und Bundesebene sowie Bücher, Broschüren, Faltblätter, graue Literatur u.v.m. Online kann in der Datenbank recherchiert werden, die Ergebnislisten können ausgedruckt werden. Jede Literaturangabe enthält neben den bibliografischen Angaben eine kurze Zusammenfassung. In der Geschäftsstelle der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz wird darüber hinaus eine Präsenzbibliothek unterhalten.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat die beiden Angebote zum Kinder- und Jugendschutz nutzer(innen)freundlich überarbeitet und bietet damit einen umfassenden Service zu vielen Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Literaturdatenbank sowie das Online-Handbuch werden ständig erweitert und aktualisert.

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2/ 11. Februar 2014

 

Neue Dossiers zum Jugendschutz

1-2014: Alkoholprävention im Jugendschutz
2-2014: Regulierungsbedarf im Jugendschutzgesetz

 

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat zwei neue Dossiers veröffentlicht.
Im Dossier 1-2014 mit dem Titel »Voll breit ist noch nicht out« steht das Thema Alkoholprävention im Jugendschutz im Mittelpunkt. Jugendliche wachsen mit der Allgegenwart und der Selbstverständlichkeit des Alkoholkonsums auf. Obwohl sie in der Regel die gesundheitsschädigende Wirkung des Alkohols kennen, scheint das Bedürfnis nach Rausch bei vielen Jugendlichen ein Teil des Lebens zu sein. Im Dossier werden Daten und Trends sowie rechtliche Regelungen zu jugendlichem Alkoholkonsum und Rauschtrinken aufgezeigt. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit alkoholpräventiver Maßnahmen aus Sicht des Jugendschutzes verdeutlicht. Hinweise auf relevante Literatur und Projekte runden das vierseitige Dossier ab.

Seit vielen Jahren diskutieren Expertinnen und Experten Veränderungsbedarfe im Jugend-schutzgesetz. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat deshalb im Sommer vergangenen Jahres eine Umfrage bei Jugendschützerinnen und Jugendschützern durchgeführt. Ziel war die Einschätzung der Fachleute zu verschiedenen Regelungen wie beispielsweise der Erziehungsbeauftragten Person, zum Aufenthalt auf öffentlichen Plätzen sowie in Gaststätten, zur Abgabe von alkoholischen Getränken und Tabakwaren an Kinder und Jugendliche, zu Konzerten, Sport- und anderen Großveranstaltungen sowie zum Versandhandel von Alkohol und Tabak über das Internet zu erfragen. In dem Dossier 2-2014 »Regulierungsbedarf im Jugendschutzgesetz« werden ausgewählte Ergebnisse der Befragung der Fachkräfte präsentiert.

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1/ 14. Januar 2014

 

Zwei Jahre Bundeskinderschutzgesetz
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis 1-2014


Das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen, besser bekannt als Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen.
Nachdem das Gesetz, das im eigentlichen Sinne kein Gesetz sondern ein Artikelgesetz ist, mehrere Jahre diskutiert, immer wieder in Teilen verworfen und dann im »zweiten Anlauf« verabschiedet wurde, können nunmehr erste Einschätzungen vorgenommen werden. Dabei werden sowohl Erfolge als auch »Lücken« aufgezeigt. Der größte Erfolg ist, dass mit dem Gesetz die seit langem erhobene Forderung erfüllt wurde eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen.
Die Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug im Jahr 2014 diskutieren einzelne Aspekte des Bundeskinderschutzgesetzes, wie beispielsweise die Regelungen zur Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung und ihre Bedeutung für Ärztinnen und Ärzte. Die Bedeutung derselben Norm für Lehrerinnen und Lehrer und die mögliche Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wird ebenfalls aufgezeigt.
Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, müssen aus Sicht der Wissenschaft noch weitere Aspekte, gerade im Vergleich mit der internationalen Kinderschutzforschung in den Blick genommen werden. So fehlen in Deutschland bisher eine Evaluationskultur und auch ein kontinuierliches Monitoring des institutionellen Umgangs mit Kinderschutzfällen. Um den Erfolg des Bundeskinderschutzgesetzes aber wirklich abschätzen zu können, muss erst belegt werden, dass frühzeitige Intervention, Frühe Hilfen und die Veränderungen im Kinderschutz tatsächlich den Kinderschutz verbessern.

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de