Aktuelles

Pressemitteilungen

3/ 07. Juli 2016

Lebenssituation und Bedürfnisse von minderjährigen Flüchtlingen
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis KJug – KJug 3/2016

Für die Betreuung und Versorgung minderjähriger Flüchtlinge ist in Deutschland die Kinder- und Jugendhilfe verantwortlich. Um diesem Auftrag nachkommen zu können, müssen die Jugendhilfekonzepte auch auf die Zielgruppe der jungen Flüchtlinge ausgerichtet sein. Hierzu bedarf es einer Betrachtung der heterogenen Lebenssituationen minderjähriger Flüchtlinge vor und während der Flucht, ihrer Wünsche, ihrer Bedürfnisse, ihrer Ziele, ihrer Perspektiven und ihrer Ressourcen, um vor diesem Hintergrund die Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe kritisch reflektieren zu können.

Qualifizierungsnotwendigkeiten zeigen sich in diesem Zusammenhang nicht nur für erfahrene, sondern vor allem auch für die vielen neuen Fachkräfte, die im Zuge der aktuellen Entwicklungen mit minderjährigen Flüchtlingen arbeiten. Diese beziehen sich sowohl auf das rechtliche Wissen des Fachpersonals, als auch auf Verbesserungen im Hinblick auf die Transparenz der Verfahrensabläufe. Die in der Ausgabe 3-2016 von KJug skizzierten Entwicklungen verdeutlichen sowohl Weiterentwicklungsbedarfe, als auch Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe und fordern von dieser eine offensive Auseinandersetzung mit der Frage nach geeigneten Konzepten und Unterstützungsformen für begleitete und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

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2/ 8. April 2016

Lückekinder« – Die 10- bis 14-Jährigen zwischen Kindheit und Jugend
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 2-2016

Die Lebensphase der 10- bis 14-Jährigen wird in Forschung und (Fach)Öffentlichkeit als »späte Kindheit«, »Vorpubertät« oder »frühe Adoleszenz« bezeichnet und kennzeichnet unter entwicklungspsychologischen Aspekten eine besondere Situation des Übergangs. Die Mädchen und Jungen sind »nicht mehr Kind« und »noch nicht Jugendliche« – sogenannte »Lückekinder«. Dieser Status schlägt sich in ihren Handlungspraxen und ihrem Orientierungswissen nieder. Sie wechseln zwischen kindlichen, jugendlichen und erwachsenen Handlungsrepertoires.

Welche entwicklungspsychologischen und soziokulturellen Besonderheiten diese Altersgruppe aufweist und wie ihre Lebenswirklichkeit aussieht, wird in den Beiträgen der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis dokumentiert.

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1/ 12. Januar 2016

Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1-2016

Ähnlich wie Rechtsextremismus stellen Salafismus und Dschihadismus für junge Menschen eine Gefährdung dar. Schule, Jugendhilfe, Justiz und Polizei sehen sich damit vor neuen Herausforderungen. Pädagogische Strategien sind gefragt, um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten und um denjenigen zu helfen, die abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Ausstieg suchen. Radikalisierungsprozesse sind dabei vielschichtig begründet und motiviert. Jugendliche kommen heutzutage mittels medialer Inszenierung über das Internet und soziale Netzwerke schnell und einfach mit salafistischem bzw. dschihadistischem Gedankengut in Kontakt. Präventionsangebote für radikalisierungsgefährdete oder radikalisierte Jugendliche erfordern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen islamistischer Radikalisierung und müssen das Ziel haben, aufzuklären und zu sensibilisieren, um Tendenzen wahrzunehmen und junge Menschen vor Radikalisierung zu schützen. Auf diese Aspekte sowie den großen Forschungsbedarf beim Thema Radikalisierung weisen die Autorin und die Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin.

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8/ 20. November 2015

»Durchblick. Informationen zum Jugendschutz«

Der Kinder- und Jugendschutz in Deutschland ist ein vielfältiges Konstrukt aus rechtlichen Regelungen, erzieherischen Aspekten und strukturellen Maßnahmen. Diese Vielfalt zu durchschauen und zu verstehen ist nicht immer einfach. Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule müssen sich im Rahmen ihrer Tätigkeiten immer wieder damit auseinandersetzen. Sei es, dass die von ihnen betreuten Jugendlichen Alkohol konsumieren oder rauchen, gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Kindern und Jugendlichen passieren, oder diese für sie ungeeignete Medieninhalte konsumieren. Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie generell Fachkräfte aus der Jugend(sozial)arbeit wenden sich in diesen Fällen an die Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz oder die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz.

Dies war einer der Gründe für die Entwicklung der neuen Publikation »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz«. Der Ordner enthält sechs Arbeitshefte zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Jugend und Alkohol, Medien/Jugendmedienschutz/ Förderung der Medienkompetenz sowie eine Übersicht der wichtigsten Adressen/Ansprechpartner und ein Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz will mit der Handreichung eine praxisorientierte Einführung zum Thema Jugendschutz geben, Themenschwerpunkte und Handlungsoptionen aufzeigen, Ziele, Motive und Begründungen eines zeitgemäßen Kinder- und Jugendschutzes darstellen sowie die Strukturen, Organisationen und Zuständigkeiten erläutern. Zielsetzung dabei ist neben der Vermittlung von Wissen über den Kinder- und Jugendschutz, die Unterstützung der Praxis und die Anregung zur Reflexion.

Unabhängig von konkreten Gefährdungsannahmen ist es ein Hauptanliegen des Jugendschutzes, Kinder und Jugendliche durch Erziehung in ihrer Identität(sentwicklung) zu stärken. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass junge Menschen mit ihren eigenen Kompetenzen gesellschaftlichen Prozessen kritisch und mit Distanz begegnen.

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7/ 14. Oktober 2015

Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 4-2015

Um es gleich vorweg zu sagen, Kinder und Jugendliche, die in einer Familie mit Migrationsgeschichte aufwachsen, haben (und machen) aus Sicht des Jugendschutzes nicht mehr und nicht weniger Probleme als deutschstämmige Mädchen und Jungen. Trotzdem sollte man im Rahmen der Präventions- und Elternarbeit verschiedene Aspekte im Blick haben. Z.B. das Lebensumfeld, die Sozialisationsbedingungen, die ethnische Zugehörigkeit, den kulturellen Hintergrund, die (Mutter) Sprache, die Aufenthaltsdauer und den Bildungsstand.

Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichte gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge. Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug. In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der am 1. Oktober veröffentlichten Studie »Mediatisierung mobil. Handy- und Internetnutzung von Kindern und Jugendlichen« werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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6/ 14. Juli 2015

»Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz haben das Positionspapier »Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.« veröffentlicht. Anlass dazu gab der aktuelle Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien vom 21./22.05.2015, der am 01. Juli diesen Jahres veröffentlicht wurde
(https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft und die Landesstellen unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und begrüßen die im Bericht enthaltene Würdigung ihrer langjährigen Arbeit (siehe Pressemeldung der BAJ vom 04./05. Juli).

Darüber hinaus regen sie mit dem vorliegenden Positionspapier Bund, Länder und Kommunen an:

  • den Kinder- und Jugendschutz als Partner für die Gestaltung und Umsetzung einer Eigenständigen Jugendpolitik einzubeziehen, insbesondere auf kommunaler Ebene,
  • die Erfahrungen und Perspektiven des Kinder- und Jugendschutzes in der Berichterstattung des Bundes und der Länder zu berücksichtigen,
  • Forschungs- und Modellprojekte zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzes zu initiieren und zu unterstützen,
  • den Ausbau von Angeboten der Medienbildung und der Medienkompetenzförderung zu unterstützen, nicht zuletzt auch für die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe,
  • die Etablierung von Jugendschutzprogrammen als freiwillige Schutzoption für Eltern zu stärken,
  • bestehende Regelungen und Gesetze des deutschen Jugendmedienschutzes in die europäische Diskussion einzuspeisen,
  • ausreichende personelle und sachliche Ressourcen für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz in Deutschland bereitzustellen,
  • die Jugendämter als Kompetenzzentren für einen präventiv ausgerichteten Kinder- und Jugendschutz bzw. die Landesstellen als freie Träger, die die Koordinations- und Steuerungsfunktion übernommen haben, finanziell und personell entsprechend auszustatten sowie
  • die Kooperation und Koordination zwischen dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz und der Jugendsozialarbeit sowie anderen Arbeitsfeldern zu verbessern, die sich besonders um benachteiligte und/oder gefährdete junge Menschen kümmern.

Zielrichtung des Positionspapiers insgesamt ist es, den präventiven Gehalt des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemäß den Implikationen des §14 SGB VIII wieder stärker zur Geltung zu bringen.

Weitere Informationen und Download des Positionspapiers hier.

5/ 14. Juli 2015

Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 3-2015

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht. Nicht erst die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugend-hilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen – schon lange – umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-) stationären Settings verbunden sind. In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Prof. Dr. Bruno W. Nikles, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der aktuellen »miniKIM«-Studie werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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4/ 5. Juli 2015

Gutes Aufwachsen mit Medien

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz begrüßen und unterstützen die von der Jugend- und Familienministerkonferenz genannten Feststellungen (https://www.jfmk.de/pub2015/TOP_7.1.pdf) zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien. Wir unterstreichen ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Wir freuen uns über die Würdigung unserer langjährigen Arbeit, diese zur Wirkung zu bringen. Wir werden unsere Angebote aktiv und nachhaltig weiterentwickeln, um die genannten Potentiale noch stärker zur Geltung zu bringen. Zur Sicherstellung der hohen Qualität des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sind vor allem ausreichende und verlässliche Ressourcen bei den kommunalen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe eine unverzichtbare Voraussetzung.

Wir begrüßen die Verabredung eines stetigen Austauschs zwischen Bund und Ländern über eine systematische Weiterentwicklung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und verstehen diesen Prozess als Unterstützung einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung im Sinne des § 79a SGB VIII. Die Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz können hier umfassende fachliche Expertise und Erfahrung bei der Qualifizierung und kollegialen Beratung der Fachkräfte vor Ort einbringen und sind bereit für eine aktive Mitarbeit. Ebenso begrüßen wir den Ansatz des Zusammenwirkens im "I-KIZ – Zentrum für Kinderschutz im Internet" und wirken gerne mit bei der weiteren Ausgestaltung und dauerhaften Verankerung.

Der staatliche Schutzauftrag für Kinder und Jugendliche ist umzusetzen durch die Befähigung junger Menschen zum Umgang mit Gefahren durch persönlichkeitsstärkende Maßnahmen sowie durch Unterstützung elterlicher Erziehungsverantwortung. Daneben sind auch weiterhin gesetzliche Schutzregelungen erforderlich, die sich an die Verursacher von Gefährdungen richten. Diese Regelungen müssen aber viel verständlicher und stärker auf zeitgemäße Lebenssachverhalte ausgerichtet sein, damit sie wieder eine wirksame Orientierungsfunktion für Jugendliche, Eltern und Gesellschaft haben. Die BAJ und die Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz können aufgrund ihrer Querschnittsaufgaben diesen Prozess konstruktiv begleiten.

Das ausführliche Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz und der Landesstellen finden Sie hier.

3/ 9. Juni 2015

Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz »Gewalt im Netz« – Sexting, Cybermobbing & Co.

Handy, Smartphone, Tablet & Co. sind allgegenwärtig und werden heutzutage selbstverständlich zur Kommunikation und Unterhaltung – nicht nur von Kindern und Jugendlichen – genutzt. Der »Cyberspace« ist damit fest in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen eingebunden und eröffnet eine Vielzahl konstruktiver Möglichkeiten sowohl beim Gebrauch als auch beim Missbrauch. Zu den aktuellen Risiken gehören u.a. Cybermobbing, Cybergrooming, Sexting. Im vorliegenden Band werden verschiedene Aspekte der »Gewalt im Netz« aus Sicht von Wissenschaft und Praxis in den Blick genommen und unterschiedliche Facetten von Gewalt in oder mittels Onlinemedien dargestellt. Die Autorinnen und Autoren stellen Forschungsergebnisse und Analysen vor, schärfen die Sicht auf spezifische Aspekte und zeigen Präventionsansätze für Schule und Jugendhilfe.

Aus dem Inhalt:

  • Stefan Glaser: Gewalt im Netz: Erkenntnisse und Gegenstrategien aus Jugendschutzsicht
  • Prof. Dr. Nicola Döring: Sexting. Aktueller Forschungsstand und Schlussfolgerungen für die Praxis
  • Urszula Martyniuk/Dr. Silja Matthiesen: Zwischen Spaß und Bedrängnis – Sexuelle Kontakte von Jugendlichen im Internet
  • Franz Hilt: Mobbing 2.0 – Jugendliche und (Cyber)-Mobbing
  • Sebastian Wachs/Verena Kratzer: Mehrfachbetroffenheit im Cyberspace. Wenn Jugendliche online sexuell missbraucht und gemobbt werden
  • Thomas-Gabriel Rüdiger: Der böse Onkel im digitalen Kinderzimmer – Wie Sexualtäter Onlinespiele nutzen
  • Johannes Baldauf: Rechtsextremismus in Sozialen Netzwerken
  • Dinah Huerkamp: (Cyber-)Mobbing – Altbekanntes Phänomen oder juristisches Neuland?
  • Dinah Huerkamp: Wenn der Prinz ein Frosch ist – Rechtliche Aspekte des Cybergroomings
  • Anja Schultze-Krumbholz/Prof. Dr. Herbert Scheithauer: Medienhelden – Ein schulbasiertes Programm zur Reduktion von Cybermobbing
  • Andrea Buskotte/Helge Kraus/Tanja Opitz: Cyber-Mobbing: Medienkompetenz trifft Gewaltprävention
  • Viktoria Jerke: »Verklickt« bringt Sicherheit in den Medienalltag. Medienpaket zum Thema Cybermobbing
  • Julia von Weiler: Sexualisierte Gewalt in digitalen Medien. Projekte von Innocence in Danger e.V.
  • Uli Tondorf: Online Sein. Smart Sein Pädagogische Zugänge zum Thema Sexting
  • Klicksafe: Unterrichtsmaterialien

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2/ 15. April 2015

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 2-2015

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz steht in der öffentlichen Wahrnehmung im Windschatten des ordnungsrechtlichen, kontrollierenden Jugendschutzes, obwohl er 1990 im Sozialgesetzbuch VIII – Kinder- und Jugendhilfe – ausdrücklich als Aufgabe der öffentlichen Träger verankert wurde. Vielerorts lässt seine konkrete Umsetzung zu wünschen übrig. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat deshalb in diesem Jahr ihre besondere Aufmerksamkeit auf dieses Arbeitsfeld der Jugendhilfe gerichtet. In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird schwerpunktmäßig die konzeptionelle Grundlegung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes in den Blick genommen. Die Autorinnen und Autoren der Beiträge tragen dazu bei, den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe zu schärfen. Einleitend vermittelt ein lexikalischer Beitrag einen Überblick, klärt den Begriff, grenzt ihn gegenüber anderen Jugendschutzaktivitäten ab und ordnet ihn historisch sowie im Hinblick auf die Handlungsformen und Zuständigkeiten ein.

Auf der Basis gutachterlicher Ausarbeitungen werden ausführlich die rechtlichen und pädagogischen Dimensionen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes dargestellt. Eine Möglichkeit der praktischen Umsetzung wird mit dem Jugendschutzparcours »stop & go« vorgestellt. In diesem niedrigschwelligen Angebot werden mit Jugendlichen Themen des Jugendschutzes lebensweltnah und spielerisch erarbeitet und zum reflektierten Umgang angeregt. Ein Projektteam der Universität Erfurt stellt Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation vor und zeigt Erfolge und Verbesserungsmöglichkeiten auf. In der Rubrik »Fragen an …« stellt sich Elke Monssen-Engberding von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der Evaluation eines interaktiven Computerspiels zum Glücksspiel Jugendlicher werden in der Rubrik »Die aktuelle Studie« vorgestellt.

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1/ 7. Januar 2015

Medienbildung in Schule und Jugendhilfe Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1-2015

»Mehr Medienkompetenz durch Medienbildung« wird mittlerweile fast überall und für alle gefordert. Was man jedoch darunter versteht und wie diesem vermeintlichen oder offensichtlichen »Mangel« entgegengewirkt werden soll, wird ganz unterschiedlich gesehen. Medienbildung ist dabei der Prozess, der zur Medienkompetenz führt. Die Vermittlung findet in Schulen (formale Bildung), im außerschulischen Bereich (non-formale Bildung) sowie im Kontext von Familien und Peergroups (informelle Bildung) statt.

Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) gehen dem Ursprung und den unterschiedlichen Definitionen einzelner Begrifflichkeiten auf den Grund und zeigen verschiedene Ansätze der Medienbildung in Schule und Jugendarbeit auf. In einem Positionspapier der Initiative »Keine Bildung ohne Medien!« wird die Diskussion auf den Punkt gebracht: »Um mit Medien eigenständig, sozial verantwortlich und kreativ umgehen, sie verstehen und verwenden, Inhalte gestalten und Informationen bewerten zu können, sind dauerhafte Angebote der Medienbildung notwendig, die verbindlich in die Bildungsstrukturen eingebunden werden. Grundlage dafür ist die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Bereich Medienkompetenz und medienpädagogischer Kompetenz.«

Mit der Ausgabe 1-2015 werden darüber hinaus zwei neue Rubriken eingeführt. In der Rubrik »Fragen an ….« stellen sich wichtige Vertreterinnen und Vertreter des Kinder- und Jugendschutzes den Fragen der Redaktion. Den Anfang macht Prof. Hajo von Gottberg von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). In der zweiten Rubrik »Die aktuelle Studie« sollen Untersuchungen bekannt gemacht werden, die einen unmittelbaren Bezug zum Kinder- und Jugendschutz haben. Hier wird die Studie des Hans-Bredow-Instituts »Kinder und Onlinewerbung« von den Autoren Dr. Claudia Lampert und Dr. Stephan Dreyer vorgestellt.

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Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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