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Dossier 1- 2010 »Testkäufe mit Minderjährigen«

Kontrolle und Vollzug des Jugendschutzgesetzes

 

Testkäufe mit Minderjährigen sind immer wieder in der Diskussion. Präventive Maßnahmen wie Information und Aufklärung von Eltern als auch von Gewerbetreibenden sind ein zentrales Mittel für einen wirksamen Jugendschutz. Damit die Regelungen des Jugendschutzgesetzes aber wirken, müssen die vorgesehenen gesetzlichen Sanktionen bei eindeutigen Verstößen effektiv greifen. Eine immer wieder diskutierte und auch schon praktizierte Möglichkeit zur Feststellung eines Verstoßes gegen die Altersgrenzen des Jugendschutzgesetzes bei der Abgabe von Alkohol, Tabakwaren oder altersgekennzeichneten Bildträgern an Kinder und Jugendliche zu gelangen, ist der Einsatz von jugendlichen Testkäufern.
In dem aktuellen Dossier werden die rechtlichen und pädagogischen Aspekte sowie die derzeitige Praxis der Testkäufe dargestellt und bewertet. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat sich aus rechtlichen und pädagogischen Gründen stets mit großer Zurückhaltung zu den Testkäufen geäußert. Der Einsatz von minderjährigen Testkäufern darf nicht als alltägliche Maßnahme angesehen werden und soll – wenn überhaupt – nur als letztes Mittel angewandt werden. Aus diesem Grund hat die BAJ enge Kriterien für die Durchführung von Testkäufen entwickelt, die von den Ordnungsbehörden vor Ort als Maßstäbe angelegt werden sollten.

Hier bestellen Kostenloser Bezug auch in höherer Stückzahl bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de

Schulungsfilm »Die Wette - Jugendschutz konsequent umsetzen«Chatten ohne Risiko

 

Der Schulungsfilm »Jugendschutz konsequent umsetzen« gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Abgabe jugendschutzrelevanter Produkte (Alkoholerzeugnisse, Tabakwaren, Filme und elektronische Spiele) und zu den Aufenthaltsbestimmungen des Jugendschutzgesetzes.
Was tue ich, wenn junge Menschen behaupten, bereits 18 Jahre alt zu sein? Wie verhalte ich mich, um das Alter zu kontrollieren? Wie gehe ich damit um, wenn Jugendliche aggressiv werden? – zu diesen und anderen Fragen gibt der Film hilfreiche Antworten – Antworten darauf, was die beste Reaktion ist.
Der Film ist als DVD erhältlich und kann gegen Erstattung der Versandkosten über die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz bezogen werden.

 

Download der dazugehörigen Broschüre unter: http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/jugendschutz-umsetzen,property=pdf,bereich=bmfsfj,rwb=true.pdf


Hier bestellen Einzelexemplare auch in größerer Stückzahl sind gegen Erstattung der Versandkosten bei der BAJ zu beziehen: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de

Dossier »Computerspiele«

Jugendschutz und AltersfreigabenChatten ohne Risiko

 

 

Computerspiele üben vor allem auf männliche Jugendliche eine große Faszination und Anziehungskraft aus. Dies gilt insbesondere bei den sich stark verbreitenden Online(Rollen)-Spielen, die durch Spielzusätze (Patches, Add-ons oder Mods) verändert und dynamisiert werden können. Der Jugendschutz steht hier vor spezifischen Herausforderungen, sowohl hinsichtlich einer rechtlichen Regulierung als auch in pädagogischer Sicht.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz verfolgt einige Entwicklungen in diesem Bereich mit Sorge, denn die vorhandenen Altersfreigaben und die für den üblichen stationären Handel geltenden Verkaufsbeschränkungen greifen zu kurz. Es müssen wirksame Jugendschutzfilter auf Seiten der Anbieter von Computerspielen zum Einsatz kommen. Auch für die im Netz angebotenen Zusatzprodukte sind tragfähige Regulierungen erforderlich.
Mit den Online-Computerspielen, begleitet durch Chats und Foren, gewinnt die Jugendkultur neue Akzente, die durchaus ihre eigene Bedeutung haben. Unverzichtbar ist genaues Hinsehen darauf, was über das Internet heruntergeladen wird und welche möglicherweise gefährdenden Inhalte damit in den Spielalltag von jungen Menschen transportiert werden.
Es darf zudem nicht übersehen werden, dass exzessives Spiel auch zu neuen Formen der Abhängigkeit führen kann. Die Gefahr von Spielsucht ist Ernst zu nehmen und stellt eine spezifische pädagogische, gelegentlich gar therapeutische Herausforderung dar.
Nach den intensiven Bemühungen der letzten Jahre um Verbesserungen des Jugendschutzes bei Computerspielen bedarf es nun erhöhter Aufmerksamkeit im Bereich der Online-Spiele.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat in diesem Dossier den derzeitigen Stand der gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Altersfreigaben von (Online)Computerspielen zusammengefasst, darüber hinaus werden pädagogische Empfehlungen für Eltern zum Umgang mit Computerspielen gegeben.

 

Das Dossier »Computerspiele« ist als Printversion leider vergriffen. Es steht zum kostenlosen download bereit (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Erziehung heuteChatten ohne Risiko

In der 4-seitigen Publikation der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und  Jugendschutz (BAJ) werden kurz und knapp Basisinformationen zur Entwicklung der Zahl der Familien mit Kindern und der verschiedenen Familienformen gegeben. Darüber hinaus werden relevante Gesetze benannt, die sich auf den Bereich der Erziehung bzw. Erziehungsverantwortung, die elterliche Sorge und das staatliche Wächteramt beziehen. Projekte aus dem Kinder- und Jugendschutz zur Vermittlung von Medienkompetenz für Eltern geben einen Einblick in einen ausgewählten Jugendschutzbereich. Ergänzend werden relevante Studien aufgelistet, eine Literaturliste sowie eine Liste mit Ansprechpartner/innen bzw. Internetadressen runden die Informationsschrift ab. Die Publikation ist eine Ergänzung zur Ausgabe 3-2008 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis, die zum Thema „Erziehungskompetenz“ im Ernst Reinhardt Verlag erschienen ist.

Hier bestellen Kostenloser Bezug auch in höherer Stückzahl bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de

Jugend und Alkohol: »Immer jünger, immer härter, immer mehr?!« Chatten ohne Risiko

 

 

Exzessives Alkoholtrinken von Jugendlichen in der Öffentlichkeit ist gegenwärtig ein Dauerthema in den Medien und das nicht ohne Grund, denn in den letzten Jahren ist eine besorgniserregende Zunahme der Anzahl Jugendlicher zu beobachten, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Um die alkoholbedingten Probleme bei heranwachsenden Mädchen und Jungen zu reduzieren, muss Alkoholprävention auf verschiedenen Ebenen ansetzen. Dazu ist es notwendig, den kontrollierend-ordnungsrechtlichen Jugendschutz zu verstärken, um die ordnungswidrige Abgabe von Alkohol an Jugendliche zu verringern und das Verbot von Flatrate-Partys durchzusetzen.
Der erzieherische Jugendschutz will – mit Blick auf die Jugendlichen – durch verhaltenspräventive Angebote insbesondere den Einstieg in den Konsum verzögern, den Pro-Kopf-Verbrauch senken sowie die Reduzierung exzessiven Alkoholkonsums unterstützen und den risikoarmen Konsum fördern.
Als Fachorganisation hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit der Problematik des jugendlichen Alkoholkonsums auseinander gesetzt und in einem kurzen Dossier zum Thema »Jugend und Alkohol« grundlegende Informationen, Zahlen und Statistiken sowie Hinweise auf relevante Studien und interessante Internetseiten zusammengestellt.


Das Dossier »Jugend und Alkohol« ist als Printversion leider vergriffen. Es steht zum kostenlosen download bereit (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Chatten ohne Risiko? – Sicher kommunizieren in Chat, Messenger und Community
Praktischer Leitfaden für Eltern und Pädagogen (4. Auflage)Chatten ohne Risiko

Für die 4., komplett überarbeitete Auflage hat jugendschutz.net erstmals nicht nur Chats und Instant Messenger, sondern auch die bei Kindern und Jugendlichen immer beliebteren Social Community Plattformen systematisch untersucht, um deren Risiken auszumachen und wichtige Sicherheitsmaßnahmen aufzuzeigen.

Die Ergebnisse der Recherchen werden in dieser Broschüre veröffentlicht. Sie enthält neben einem Chat-Atlas mit konkreten Einschätzungen von über 30 Kommunikationsangeboten auch Hintergrundinfos zu Faszination und Jugendschutzrisiken der Onlinekommunikation, zu Cyberbullying und Datenschutz, eine rechtliche Bewertung von Übergriffen in Kommunikationsangeboten sowie Sicherheitshinweise für Kinder, Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte.

Weitere Informationen sowie Download der Broschüre und Flyer: www.chatten-ohne-risiko.net


Hier bestellen Einzelexemplare sind kostenlos bei der BAJ zu beziehen: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de


Jugendschutz: Wir halten uns daran!

Unter dem Motto »Jugendschutz: Wir halten uns daran!« wurde eine bundesweite Aufklärungskampagne gestartet. Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz sowie den Verbänden des Handels, der Gastronomie und der Tankstellen wurden Informations- und Schulungsmaterialien flächendeckend an rund 50.000 Einzelhandelsunternehmen, Gaststätten, Discotheken und Tankstellen in Form von Plakaten, Faltblättern (deutsch, türkisch) und Aufklebern in deutscher und türkischer Sprache verteilt.



Hier bestellen Einzelexemplare auch in größerer Stückzahl sind kostenlos bei der BAJ zu beziehen: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de

Eltern-Info Jugendschutz

Mit dem In-Kraft-Treten des neuen Jugendschutzgesetzes am 1. April 2003 haben Eltern nunmehr die Möglichkeit, eine erziehungsbeauftragte Person zu benennen, die ihre Kinder z.B. beim Kinobesuch, in eine Gaststätte oder Diskothek begleiten kann und damit gleichzeitig den Erziehungsauftrag wahrnimmt. Dadurch ergibt sich für Eltern mehr Entscheidungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung!

Das Jugendschutzgesetz will Eltern/ Personensorgeberechtigte bei Ihrer Erziehungsaufgabe unterstützen. Für den Besuch von Kindern und Jugendlichen in Gaststätten, Kinos, Diskotheken hat der Gesetzgeber die bisherigen Zeit- und Altersgrenzen bestätigt, die Ihnen als Hilfe und Orientierung dienen sollen. Für die Gewerbetreibenden sind diese Zeit- und Altersgrenzen verbindlich.

In dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz für Eltern erstellten Faltblatt werden die neuen Regelungen in verständlicher Form vorgestellt und es wird beispielhaft erläutert, in welchen Fällen Eltern einen Erziehungsauftrag erteilen können. So gelten Ausnahmeregelungen für den Kinobesuch ebenso wie für den Besuch von Diskotheken.

Gleichzeitig werden Eltern in dem Faltblatt aber auch auf Ihre Verantwortung hingewiesen, die mit der Übertragung des Erziehungsauftrags verbunden ist. So sollte z.B. die Heimfahrt des Kindes gesichert sein und sichergestellt sein, das die/der Erziehungsbeauftragte während der Begleitung des Kindes nicht unter Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen steht.
Auf die Tatsache, dass andere Jugendschutzregelungen weiterhin gelten, wird hingewiesen (Verbot des Konsums von Alkohol und des Rauchens in der Öffentlichkeit bei unter 16-Jährigen).

Das mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erarbeitete Faltblatt „Eltern-Info Jugendschutz“ ist in allen Jugendämtern erhältlich und steht zum Download bereit:

Hier bestellen Einzelexemplare sind kostenlos bei der BAJ zu beziehen: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Mühlendamm 3, 10178 Berlin, material@bag-jugendschutz.de


Grenzen und Brücken
Arbeitsmaterialien zu Prävention und Geschlecht


Mädchen und Jungen durchlaufen die Entwicklung zum Erwachsenen sehr unterschiedlich und haben je eigene Strategien, die damit verbundenen Aufgaben zu bewältigen. Dies ist für alle jugendschützerischen Präventionsansätze wichtig, weil riskante und problematische Verhaltensweisen geschlechtstypisch unterschiedliche psychosoziale Funktionen haben. Suchtprävention muss z.B., wenn sie erfolgreich sein will, auf den Zusammenhang von Geschlecht, Risikoverhalten und Gesundheit eingehen.

In der Broschüre »Grenzen und Brücken« beschreibt Tim Rohrmann die Unterschiede im gesundheitsrelevanten Verhalten von Mädchen und Jungen in der Adoleszenz, verortet Prävention und Pädagogik im Kontext von Gender Mainstreaming und gibt Hinweise für erforderliche institutionelle Rahmenbedingungen, die die Einführung bzw. Etablierung geschlechtsbewusster Sichtweisen und Arbeitsformen in der Praxis unterstützen. Ein Konzept für eine Fortbildungsreihe und Methoden aus der Fortbildungsarbeit mit dem umfassenden Bezug auf das Spektrum von geschlechtsspezifischer bis gegengeschlechtlicher Arbeit runden diese Arbeitsmaterialien ab.

Die 52-seitige Broschüre wurde auf der Grundlage einer dreiteiligen Seminarreihe der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen erarbeitet und wird von ihr gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz herausgegeben. Die Publikation soll u.a. die Diskussion um eine geschlechtsbewusste Fortbildungsarbeit im Jugendschutz und in der Prävention vertiefen.
Die Broschüre »Grenzen und Brücken« ist leider vergriffen.

Neuerscheinung:
2. überarbeitete und ergänzte Auflage 2005

Jugendschutzrecht
Kommentar zum Jugendschutzrecht (JuSchG) und zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) mit Erläuterungen zur Systematik und Praxis des Jugendschutzes von Bruno W. Nikles/ Sigmar Roll/ Dieter Spürck/ Klaus Umbach

Im Oktober 2005 erscheint die zweite Auflage des von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Berlin herausgegebenen Kommentars zum Jugendschutzrecht.

Gegenüber der 2003 erschienen ersten Auflage:

- Ergänzte Einführung
- Neue Praxishinweise
- Begriffserläuterungen zum Kinder- und Jugendschutz mit über 120 Stichworten
- Überarbeitete Kommentierung zum Jugendschutzgesetz (JuSchG)
- Überarbeitete und erweiterte Kommentierung zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV)
- Ergänzung der Auszüge aus einschlägigen weiteren Gesetzen
- Verzeichnisse mit Downloadangaben zu weiteren Verordnungen, Regelungen und Verfahren


480 Seiten, kartoniert,
Neuwied, Luchterhand Verlag 2005
ISBN 3-472-06292-4, EUR 34,00


»Auf der Suche nach Thrill und Geborgenheit«
Lebenswelten rechtsradikaler Jugendlicher und neue pädagogische Perspektiven

Wippermann, Zarcos-Lamolda, Krafeld
Hrsg.: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz

Unter dem Titel »Auf der Suche nach Thrill und Geborgenheit« hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz im Verlag Leske + Budrich ein Buch veröffentlicht, in dem die Ergebnisse einer aktuellen Studie präsentiert werden, die die Lebenswelten von rechtsradikalen Jugendlichen vor dem Hintergrund der so genannten SINUS-Milieus® untersucht. Grundlage der Ergebnisse sind 73 Tiefeninterviews mit Jugendlichen. Ziel der Studie ist die Darstellung der subjektiven Innenperspektive von gewaltbereiten rechtsorientierten Jugendlichen und das Erkennen von strukturellen Zusammenhängen. Die Studie – die von Carsten Wippermann und Astrid Zarcos Lamolda von Sinus Sociovision Heidelberg erstellt wurde – liefert empirisch gesicherte Basisinformationen für pädagogisches Handeln. Ergänzt wird das Buch um den von Franz Josef Krafeld erarbeiteten Ansatz der gerechtigkeitsorientierten Jugendarbeit.

Aus dem Inhalt:
– Rechtsradikale Gewalt seit Beginn der neunziger Jahre
– Lebenslage
– Lebensstil
– Lebensziele
– Motivation zum Rechtssein
– Weltanschauungen und Ideologien
– Gewalt - Manifeste und latente Motive zur Gewalt
– Beobachtung und Kommunikation
– Entwicklungsstadien und Ausstiegsschwierigkeiten
– Zielgruppen für pädagogisches Handeln
- Unpolitische Provokateure
- Politisch-rassistische Ideologen (Faschisten)
- Verunsicherte
- Abgewanderte
– Gruppen und Szenen
– Warum Gerechtigkeitsorientierung als neuer Leitbegriff?
– Grundlagen gerechtigkeitsorientierter Jugendarbeit
– Zentrale Handlungsebenen gerechtigkeitsorientierter Jugendarbeit
– Grenzen gerechtigkeitsorientierter Arbeit

Die Studie entstand im Rahmen des Projektes »Manchmal habe ich einfach Lust, zuzuschlagen!«, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert wurde.

229 S. DIN-A5,
Verlag Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3576-9



Grenzen und Hilfen
Zukunft des organisierten Kinder- und Jugendschutzes...


...das ist keine organisatorische Frage, sondern eine inhaltliche und sicher ist sie eine des Selbstverständnisses und der Identität, die sich der Jugendschutz in seiner 50jährigen Geschichte geben konnte, die ja sehr stark geprägt ist von der Geschichte und der Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg.

Gleichwohl stellt sich auch die Frage nach den Strukturen des organisierten Kinder- und Jugendschutzes im Kontext der Jugendhilfe und im Kontext der Verbände- und Interessenstrukturen immer wieder neu. Welchen Einfluss hat der organisierte Kinder- und Jugendschutz als Lobby der Kinder und Jugendlichen, wie er sich von Zeit zu Zeit versteht angesichts der Veränderungen im gesellschaftlichen Verständnis von Kindheit und Jugend? Welchen politischen Einfluss hat er und werden die Diskurse ernst genommen, die er als Fachverband immer wieder anregt - etwa, wenn es um die Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen an die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse geht.

Und immer wieder hat sich die Frage gestellt und stellt sich immer neu: Wie muss ein Kinder- und Jugendschutz aussehen und ausgestaltet sein, damit nicht nur die Frage aufgeworfen wird, ob wir so etwas noch brauchen, sondern seine Notwendigkeit erkannt wird. Es geht nicht nur darum, ob die Frage diskutiert wird, wie man Kinder und Jugendliche vor Gefahren schützt oder die Gefährder belangt. Es geht auch um den Beitrag des Kinder- und Jugendschutzes zur Befähigung von Kindern und Jugendlichen, sich selbst schützen zu können und eine eigene Identität zu entwickeln.

Die bildungs- und sozialpolitisch brisanten Problemlagen haben auch die Kinder und Jugendlichen erreicht. Die abnehmende Gestaltungskraft des Sozialstaats und die damit verbundenen Entsolidarisierungsprozesse haben auch das Gefährdungspotential steigen lassen, dem Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind. Die Risiken sind größer geworden - vielleicht auch die Risikobereitschaft -, ohne dass man sicher sein kann, dass die Fähigkeit bei Kindern und Jugendlichen gestiegen wäre, diese Risiken zu bewältigen, kritisch mit ihnen umzugehen, um sie dann letztlich doch nicht einzugehen. Und so kommt es dann auch zu sozial-, bildungs- und gesundheitspolitisch fragwürdigen Problembewältigungsstrategien bei Kindern und Jugendlichen, die wir im Rahmen einer Fachtagung thematisiert haben.

Als ein Ergebnis liegt nunmehr die Dokumentation der Veranstaltung »Zukunft des organisierten Kinder- und Jugendschutzes« vor. Die Veranstaltung sowie die Publikation entstanden mit finanzieller Förderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie enthält neben den Vorträgen der Referenten auch einen rückblickenden Beitrag auf die letzten 50 Jahre - seit Bestehen der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Die Publikation ist kostenlos erhältlich bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. BAJ, Mühlendamm 3, 10178 Berlin, E-Mail: material@bag-jugendschutz.de



"Bevor es zu spät ist..." Präventiver Kinder- und Jugendschutz in sozialen Brennpunkten
Hrsg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 135 S. DIN-A5, 2. Aufl. Bonn 1999, leider vergriffen

In der Dokumentation werden die Referate eines Fachforums, das die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz am 2. und 3. November 1999 in Königswinter veranstaltet hat, wiedergegeben. Behandelt und aufgezeigt wurden u.a. folgende Ansätze und Perspektiven zu verschiedenen Themenfeldern des Kinder- und Jugendschutzes: Kriminalitäts- und Suchtprävention und Jugendmedienschutz, die Frage der Prävention durch Sozialraumorientierung sowie sozialökologische Aspekte des strukturellen Kinder- und Jugendschutzes. Die Veranstaltung und die Dokumentation fanden im Rahmen des bundesweiten Projektes E & C (Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten) statt, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wurde und wird.

Aus dem Inhalt:
Christian Lüders
Prävention und "Kinder stark machen".
Zauberworte oder fachliche Prinzipien?

Detlef Baum
Der Stadtteil als sozialer Raum - Sozialökologische Aspekte des strukturellen Kinder- und Jugendschutzes

Werner Springer
Prävention durch sozialraumorientierte Jugendhilfe

Sabine Behn
Kiezorientierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention in Berlin

Adrian Steier-Bertz
(Er)leben pur - Suchtpräventionsprojekt an Mannheimer Schulen

Guido Büttner
Einsatz von neuen Medien in Jugendzentren - Computer und Internet

Silke de Boer/Harald Schwer
Sozialpolitische Problemlagen und die Funktion sozialpädagogischer Praxis - Jugend im sozialen Brennpunkt

PDF Bevor es zu spät ist.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)