Die BAJ

(Cyber)Mobbing unter Kindern und Jugendlichen – Alarm ohne Folgen?!

Positionspapier der Landesstellen Jugendschutz

Aktuell besteht die Befürchtung, dass Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie das Risiko für »Cybermobbing« unter jungen Menschen verschärft haben könnten. Die Referentinnen und Referenten für Gewaltprävention der Landes(arbeits)stellen plädieren in diesem Zusammenhang für eine sachlich fundierte Eingrenzung des Begriffs und des Problemfeldes Cybermobbing. Auf dieser Basis haben sie eine Positionierung für eine nachhaltige pädagogische Prävention und Intervention formuliert. Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrkräfte sowie pädagogische Fachkräfte in Schule, Jugendarbeit und Jugendhilfe (Cyber)Mobbing unter Kindern und Jugendlichen verhindern und stoppen können.

Positionspapier der Landesstellen Jugendschutz zum Cybermobbing 2021 (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Verabschiedung des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes

Statement des Vorsitzenden Klaus Hinze

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz begrüßt die Verabschiedung des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes mit vielen neuen Regelungen durch den Deutschen Bundestag als einen ersten Schritt, um den Kinder- und Jugendschutz an die Herausforderungen im Zeitalter digitaler Medien anzupassen.
In der Begründung wird zurecht darauf verwiesen, dass ein Paradigmenwechsel im Kinder- und Jugendschutz notwendig ist, damit die neu aufgetretenen Risikodimensionen der digitalen Interaktion Berücksichtigung finden. Wir begrüßen besonders die Vereinheitlichung des Medienbegriffs mit Einbezug von Telemedien und die damit einhergehende Vereinheitlichung der Alterskennzeichnung von Spielen und Filmen. Zu begrüßen sind auch die Benennung von Schutzzielen sowie die Stärkung des Rechts von Kindern auf unbeschwerte Teilhabe in sicheren medialen Interaktionsräumen und die angestrebte Stärkung von Eltern. In der Praxis des Jugendmedienschutzes wird es darauf ankommen, dass die aufgeführten Schutzziele mit den in § 10b benannten Kontakt- und Kommunikationsrisiken umgesetzt werden. Eltern müssen mit den Deskriptoren deutliche Hinweise z.B. zu Chatfunktionen, Kostenfallen, Datenabfragen etc. erhalten, um die Risiken von Cybermobbing und Cybergrooming, Selbstgefährdung, Datenweitergabe und exzessiver Mediennutzung einschätzen und berücksichtigen zu können. Hier sind die Freiwilligen Selbstkontrollen gefordert, entsprechende Kriterien und schnelle Umsetzungsschritte zu entwickeln.
Wir kritisieren, dass die gesetzliche Verpflichtung zu Vorsorgemaßnahmen für Anbieter von Internetdiensten mit einer Reichweite von unter einer Millionen Nutzerinnen und Nutzer nicht gelten soll. Diese willkürliche Grenze ist kaum nachvollziehbar und unterhöhlt den prinzipiell richtigen Schutzgedanken.
Die neu zu gründende Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz erhält den Auftrag, Maßnahmen des Schutzes junger Menschen bei der Nutzung digitaler Medien zu fördern. Dafür müssen ausreichende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Die konkrete Umsetzung der Aufgaben muss dialogisch mit dem Beirat unter Berücksichtigung der Interessen junger Menschen und deren Familien entwickelt werden. Wir begrüßen besonders, dass junge Menschen im Beirat dieser Institution beteiligt werden sollen.
Weitere Anstrengungen sind allerdings notwendig, um den Jugendschutz in einer Welt der global angebotenen digitalen Medien effektiv umzusetzen. Hier müssen die Aufgaben für die neu einzurichtende Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz liegen. Der Kinder- und Jugendschutz im Zeitalter zunehmender Digitalisierung muss regelmäßig auf seine Wirksamkeit überprüft und angepasst werden. Der Gefährdungsatlas muss regelmäßig überarbeitet werden. Auch sollten vereinheitlichte Jugendschutz-Standards und -bestimmungen in Europa angestrebt werden, um die Vorsorgeverpflichtungen auf Unternehmen mit Sitz außerhalb Deutschlands zu übertragen. Die europaweit geltende Datenschutz-Grundverordnung kann hier Vorbild sein.
Wir brauchen darüber hinaus Initiativen für eine Intensivierung präventiver Angebote in Bildung und Erziehung, um junge Menschen und Familien bei der Nutzung digitaler Angebote zu stärken. Entsprechende Angebote für Kinder, Jugendliche und Eltern sind verbindlich in Schule sowie Kinder- und Jugendhilfe dauerhaft zu verankern.

Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG)

Stellungnahme Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen

Der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) abgegeben.

Der vorliegende Referentenentwurf basiert u.a. auf Empfehlungen und Ergebnissen, die im Dialogprozess »Mitreden-Mitgestalten« erarbeitet wurden und den Weiterentwicklungsbedarf in verschiedenen Aufgabenfeldern der Kinder- und Jugendhilfe aufzeigen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. sieht den vom BMFSFJ im Entwurf aufgezeigten gesetzgeberischen Handlungsbedarf, der sich auf den Schutz und die Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die in Pflegefamilien oder in Einrichtungen der Erziehungshilfe aufwachsen, bezieht. Ebenso die Notwendigkeit der Ausweitung von Hilfen aus einer Hand für Kinder mit und ohne Behinderungen, der Prävention vor Ort sowie der Beteiligung junger Menschen, Eltern und Familien. Prinzipiell begrüßt die BAJ die Bestrebungen die Leistungen des SGB VIII auf alle Kinder und Jugendliche auszuweiten und damit explizit inklusive Aspekte einzubeziehen.

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Jetzt Weichen stellen für ein gutes Aufwachsen mit Medien!

Position der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. zum Entwurf eines Jugendschutzgesetzänderungsgesetzes 2020

Der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. hat eine Stellungnahme zum Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) abgegeben.
Jugendmedienschutz muss verständlich und überzeugend sein. Angesicht von sich verändernden Nutzungsgewohnheiten junger Menschen stoßen bisherige gesetzliche Maßnahmen mehr und mehr an ihre Grenzen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz begrüßt, dass die Novellierung "vom Kinder her gedacht" werden soll und die Grundelemente der UN-Kinderrechtskonvention Berücksichtigung finden sollen.

Stellungnahme zum Entwurf eines Jugendschutzgesetzänderungsgesetzes 2020 (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Mediennutzung von Jugendlichen ist keine Krankheit

Fachverbände warnen vor Stigmatisierung

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) als Dachorganisation der Suchthilfeverbände in Deutschland und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) finden es problematisch, dass in Deutschland darüber diskutiert wird, »internetbezogene Störungen« zu einem Krankheitsbild zu machen. Bedenken haben sie vor allem angesichts der schmalen wissenschaftlichen Basis.
DHS und BAJ beschäftigen sich seit Jahren in ihren Arbeitszusammenhängen mit den Problemen, die nicht nur junge Menschen mit exzessivem Medienkonsum haben können. In manchen Fällen kommt es zu selbstschädigendem und suchtähnlichem Verhalten, das ohne Zweifel behandlungsbedürftig ist.
Aber nach den jahrzehntelangen Erfahrungen der Verbände mit der Vermittlung von Medienkompetenz im Rahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes weisen sie auf den Stellenwert von Prävention und Frühintervention für die Bewältigung der Risiken bei der Nutzung digitaler Medien hin. Dies ist eine wichtige Aufgabe von Bildung und Erziehung und umfasst auch das Risiko einer exzessiven Nutzung digitaler Kommunikations- und Unterhaltungsmedien. Dazu gibt es bereits vielfältige medienpädagogische Angebote für junge Menschen und deren Eltern.
Die Fachverbände befürchten, dass durch eine Diagnose »Internetbezogene Störungen« Kinder und Jugendliche stigmatisiert und ihr Verhalten pathologisiert werden könnten. Die Nutzung digitaler Medien ist heute Teil der Lebenswelt junger Menschen und jugendkultureller Strömungen, die teils von Erwachsenen nicht richtig gedeutet werden. Auch ist der technische Wandel einer rasanten Entwicklung unterworfen, die heute unabsehbar ist.
Weder national noch international gibt es bislang ausreichende Forschungsergebnisse, die eine fundierte Einschätzung der Diagnose internetbezogener Störungen ermöglichen. Hier besteht dringender Nachholbedarf. Das betrifft auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse hinsichtlich der Wirksamkeit präventiver medienpädagogischer Angebote.
Deshalb haben sich DHS und BAJ in einem Brief an die zuständigen Bundesministerien gewandt mit der Forderung, dass die Vermittlung von Medienkompetenz als wichtigem Präventionsfaktor stärker gefördert, die Stigmatisierung junger Menschen wegen exzessiver Mediennutzung verhindert und die Forschung zu »Internetbezogenen Störungen«, ihren Auslösern und Ursachen, der Prävention wie der Behandlung intensiviert werden sollten.

Jetzt Weichen stellen für ein gutes Aufwachsen mit Medien!

Stellungnahme zum Jugendmedienschutz

Ausgehend von einem gemeinsamen Positionspapier der BAJ mit den Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz von 2015 zum erzieherischen Kinder-und Jugendschutz haben wir ein Arbeitspapier entwickelt, das die Ergebnisse des BAJ-Workshops zum Jugendmedienschutz vom 5. Dezember aufnimmt und in diesem Sinne die bisherige Positionsbeschreibung der BAJ aktualisiert. Das Papier wurde Anfang Februar den Jugendpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen zugesandt und in der Ausgabe 2/18 unserer Zeitschrift »Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis KJug« veröffentlicht.

Stellungnahme_zum_ Jugendschutz_in_den_Medien_2018.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Wo bleibt die Jugend?

»Wir erwarten von SPD und CDU/CSU in den anstehenden Koalitionsverhandlungen deutliche Aussagen und Vereinbarungen zur künftigen Jugendpolitik. Die gesamte Perspektive auf die Jugend muss dringend gestärkt werden. Im Sondierungsergebnis sucht man nach wirklich neuen Akzenten wie nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Eine ausschließlich auf die Familienpolitik und die Kindheitsphase konzentrierte Politik greift zu kurz.« So äußerte sich der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) e.V. Prof. Dr. Bruno W. Nikles gegenüber der Presse.
»Im Kinder- und Jugendschutz vermissen wir seit Jahr und Tag tragfähige und vor allem in der Lebenswelt verständliche Regelungen zum Jugendmedienschutz. Wir können nicht über Digitalisierung debattieren, wenn zugleich transparente Regelungen im Sinne der Eltern und Erziehungskräfte und zur Sicherung gelingenden Aufwachsens junger Menschen fehlen.« Neben der Prävention gegen sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung gäbe es, so Professor Nikles, auch eine Reihe weiterer Themen, wie beispielsweise ein Verbot öffentlicher Werbung für Tabakwaren, die dringend auf die politische Agenda gehören.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit ihren vielen Landesstellen und Fachverbänden wird gerne aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus an Lösungen mitwirken.

Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland

Positionspapier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und der Landesarbeitsstellen Kinder- und Jugendschutz

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) und die Landesarbeitsstellen für Kinder- und Jugendschutz haben das Positionspapier »Für einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland.« veröffentlicht. Anlass dazu gab der Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz zur Verwirklichung des Rechts aller Kinder und Jugendlichen auf ein gutes Aufwachsen mit Medien vom 21./22.05.2015, der am 01. Juli Jahres veröffentlicht wurde. Die Bundesarbeitsgemeinschaft und die Landesstellen unterstreichen darin ausdrücklich die Aussagen der JFMK zu den Potentialen des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes und begrüßen die im Bericht enthaltene Würdigung ihrer langjährigen Arbeit. Zielrichtung des Positionspapiers insgesamt ist es, den präventiven Gehalt des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes gemäß den Implikationen des §14 SGB VIII wieder stärker zur Geltung zu bringen.

Positionspapier_Fuer einen starken Kinder- und Jugendschutz in Deutschland (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme zur Weiterentwicklung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV)

BAJ fordert stärkere Beteiligung des Bundes

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) hat sich zu den Vorschlägen zur Weiterentwicklung des Staatsvertrages über den Schutz der Menschenwürde und den Jugendschutz in Rundfunk und Telemedien (JMStV) positioniert. Sie begrüßt, dass erneut Versuche unternommen werden, das Jugendmedienschutzrecht weiterzuentwickeln.

Stellungnahme der BAG Kinder- und Jugendschutz zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme zur Glücksspielteilnahme Jugendlicher: Handlungsbedarf im Kinder- und Jugendschutz

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat sich anlässlich ihrer Mitgliederversammlung mit dem Thema Glücksspiel befasst und beraten, wie junge Menschen wirksam vor dem Einstieg in problematisches Spielverhalten bewahrt werden können.

BAJ-Stellungnahme-Gluecksspiel.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme zum Entwurf des Jugendmedienschutz‐Staatsvertrages (Stand 7.12.2009) bei der Anhörung der Länder am 27. Januar 2010 in Mainz

Eine Reihe von Regelungen, die von uns schon früher angemerkt wurden und die zum Teil in die Beurteilungen des Evaluationsberichts des Hans-Bredow-Instituts eingeflossen sind, wurden nun verbessert; als Beispiele seien genannt die kontinuierliche Kennzeichnung nach § 10,2 oder die bessere Kenntlichmachung des Jugendschutzbeauftragten nach §7,3. Auch angesichts der erkennbaren Fortschritte haben wir Anlass, an unser ständiges Anliegen zu erinnern, dass im Interesse der Kinder und Jugendlichen das Jugend(medien)schutzrecht nicht nur wirksam, sondern auch einfach und übersichtlich zu gestalten ist.

Stellungnahme-Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) zum Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens für die Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit am 9.05.07

Fast alle Bundesländer haben in der jüngsten Zeit ihre Bildungspläne oder -grundsätze für den Bereich der Kindertagesstätten überarbeitet und neben Erziehung und Betreuung die Bildungsaufgaben betont. Die BAJ begrüßt diese Entwicklung ausdrücklich und sie hat sich in den beiden letzten Jahren mit etlichen dieser Pläne auf drei Fachtagungen intensiv beschäftigt. Unser Interesse galt vor allem der Frage, inwieweit der erzieherische Kinder- und Jugendschutz seinen Niederschlag in den Plänen gefunden hat. Dabei konnten wir feststellen, ...

StellungnahmeBildungschuetzt.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Bildung schützt - vor beeinträchtigenden und gefährdenden Einflüssen Position der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) zum Stellenwert des Kinder- und Jugendschutzes in Tageseinrichtungen für Kinder

Eine Reihe von Regelungen, die von uns schon früher angemerkt wurden und die zum Teil in die Beurteilungen des Evaluationsberichts des Hans-Bredow-Instituts eingeflossen sind, wurden nun verbessert; als Beispiele seien genannt die kontinuierliche Kennzeichnung nach § 10,2 oder die bessere Kenntlichmachung des Jugendschutzbeauftragten nach §7,3. Auch angesichts der erkennbaren Fortschritte haben wir Anlass, an unser ständiges Anliegen zu erinnern, dass im Interesse der Kinder und Jugendlichen das Jugend(medien)schutzrecht nicht nur wirksam, sondern auch einfach und übersichtlich zu gestalten ist.

Stellungnahme-Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 22.11.06 in Kassel Forderung nach einem Herstellungsverbot von „Killerspielen“ lenkt von den wirklichen Problemen ab

Anlässlich der Reaktionen auf den Amoklauf eines 18-Jährigen in einer Realschule in Emsdetten warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) vor hilflosen Schnellschüssen. Soweit bekannt, hat der junge Täter schon vor längerer Zeit auf sich aufmerksam gemacht, ohne dass ihm adäquate Hilfe zugekommen ist. Die in der Jugendhilfe Tätigen, aber auch die Schule und die Nachbarschaften, letztlich die gesamte Gesellschaft, müssen sich daher fragen, wie Hilfesysteme auf derartige instabile und augenscheinlich sozial isolierte Jugendliche und junge Erwachsene reagieren müssten.

Schon am Tage der Bluttat wurde das Verbot von „Killerspielen“ als Reaktion gefordert. Die Verbreitung von Gewalt verherrlichenden Computerspielen ist bereits jetzt gemäß § 131 StGB strafbar. Solche Spiele dürfen nicht an Jugendliche weitergegeben werden, ebenso wie die Spiele, die von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert wurden. Dass Kinder und Jugendliche dennoch für ihre Altersstufe nicht freigegebene oder indizierte Spiele nutzen, weist nicht auf rechtliche Defizite sondern auf unzureichende Kontrollen und mangelnde Aufmerksamkeit hin.

Die Forderung nach einem Herstellungsverbot für sogenannte „Killerspiele“ lenkt von den wirklichen Problemen ab. Auf Frustration und Perspektivlosigkeit, z.B. verursacht durch fehlende Schulabschlüsse und Arbeitslosigkeit, die auch beim Amoklauf in Emsdetten eine Rolle spielten, müssen wir Antworten finden, die die gesamte Gesellschaft mit in die Verantwortung nimmt.

Ein Verbot von „Killerspielen“ würde an der Problemlage wenig ändern. Und auch das Infragestellen der Organisation, die sich mit den Altersfreigaben für Computerspiele beschäftigt, der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK), ist nicht zielführend. Die Einstufungen, die bei der USK von unabhängigen Gutachtern vorgenommen werden, werden erst durch die Bestäti-gung eines Vertreters der Bundesländer bindend, stehen also unter staatlicher Aufsicht. Zensur ist in Deutschland nach Artikel 5 Grundgesetz verboten.

Die BAJ fordert, in diesem Bereich auf die Umsetzung der bestehenden gesetzlichen Regelungen Wert zu legen, vor allem aber Medienpädagogik, Information und Aufklärung zu stärken. Hier müssen die Jugend- und Kultusminister offensiv werden und ein deutliches Signal geben, ebenso wie die Medienanbieter. Eltern, die Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die Lehrerinnen und Lehrer und andere pädagogisch Tätige müssen stärker sensibilisiert werden und auch das nötige Handwerkszeug bekommen, um mit Kindern und Jugendlichen über auffälliges Verhalten und die problematischen Seiten ihres Medienkonsums sprechen zu können.

Stellungnahme-Killerspiele.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) zu Soft-Air-Waffen

Soft-Air-Waffen sind täuschend echt aussehende, meist maßstabsgetreue Nachahmungen (erlaubnispflichtiger) »echter« Schusswaffen wie zum Beispiel einer MP 5 oder eines Sturmgewehres der Bundeswehr. Die Munition der Soft-Air-Waffen (kleine Plastikkügelchen) wird mittels Federkraft (Federdruck oder Federluft) oder Gasdruck verschossen. Dabei wird in der Regel eine Geschossenergie von 0,3 bis 0,4 Joule erreicht, je nach Modell kann aber auch eine größere Geschossenergie erreicht werden. Bis zu einer Geschossenergie von 0,5 Joule dürfen Soft-Air-Waffen ohne behördliche Erlaubnis erworben, besessen und (in der Öffentlichkeit) geführt werden – und zwar auch von Minderjährigen.

Im Hinblick auf die von Soft-Air-Waffen ausgehenden Gefahren hält es die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. für erforderlich, dass schnell und umfassend gehandelt wird. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. hat daher auf ihrer Mitgliederversammlung vom 23. November 2005 in Frankfurt am Main eine Resolution verabschiedet.

Stellungnahme Soft-Air-Waffen.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz fordert nikotinfreie Schule

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz fordert die Verantwortlichen in den Kultusministerien und bei den Schulträgern auf, das Rauchen auf dem Schulgelände grundsätzlich zu verbieten. Berlin, 7. Juli 2004

Stellungnahme-rauchfreieSchulen.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung zu dem Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen – Drucksache 15/ 2587 – sowie zu den Anträgen der Fraktionen der CDU/CSU – Drucksache 15/2646 – und der FDP – Drucksache 15/2619 am Mittwoch, dem 28.04.2004

Im Interesse der Kinder und Jugendlichen (§ 1 SGB VIII) begrüßt die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz die Bemühungen der Bundesregierung und der sie tragenden Fraktionen, der massenhaften Verbreitung von sogenannten Alkopops (branntweinhaltigen Mixgetränken) unter Jugendlichen Einhalt zu gebieten.

Stellungnahme-Alcopops.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme zu dem Gesetzentwurf des Bundesrates zur Änderung des Jugendschutzgesetzes JuSchGÄndG (Drucksache 15/88)

In der beigefügten Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) vom Oktober 2002 wurden zahlreiche Punkte benannt, die aus Sicht der BAJ den gesetzlichen Jugendschutz weiter verbessern würden. Berlin den 19.02.03

Stellungnahme-JuschGAend.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Das neue Jugendschutzrecht – Stellungnahme

Die Mitgliederversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat am 29.10.2002 in Frankfurt/Main nach der Verabschiedung des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) folgende Stellungnahme beschlossen.

Stellungnahme-Jugendschutzrecht.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) zu notwendigen Reformen im gesetzlichen Kinder- und Jugendschutz

1. Reformbedarf des Kinder- und Jugendschutzes

Der gesetzliche Kinder- und Jugendschutz soll neu geregelt werden. Noch in diesem Jahr wird ein Referentenentwurf erwartet, der sich am Beschluss der Jugendministerkonferenz über die »Eckpunkte für eine Neuregelung des Jugendschutzes« vom Mai 2000 orientiert. Beschlossen auf der Mitgliederversammlung der BAJ am 7.11.2000 in Münster

Stellungnahme-ReformJugendschutz.pdf (Hinweis: Zum Download mit rechter Maustaste "Ziel speichern unter..." wählen.)

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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