Newsletter
Jugendschutz-Newsletter Nr. 10
Guten Tag,
Auch in den vergangenen drei Wochen hat sich wieder einiges ereignet mit Blick auf den Kinder- und Jugendschutz. In JUGENDSCHUTZ-Newsletter finden sie u.a. eine Stellungnahme zur Abschaffung des sog. »begleiteten Trinkens« und zum Rauchverbot in Autos wenn Kinder mitfahren. Darüber hinaus Statements zum ersten Evaluationsbericht zum Konsumcannabisgesetz, Infos zu einer Jugendstudie zur Nutzung und Selbstregulation von sozialen Medien und wie gewohnt, Hinweise auf aktuelle Publikationen, E-Learning-Angebote und einem neuen Jugendschutz-Podcast.
Kein Elternprivileg mehr beim Alkoholkonsum
Jugendschutz stärken, Prävention sichern
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) begrüßt ausdrücklich die Beschlüsse des Bundesrates vom 26. September 2025 zur Stärkung des Jugendschutzes. Die Länderkammer fordert die Bundesregierung auf, das sogenannte »begleitete Trinken« (§ 9 Abs. 2 JuSchG) ersatzlos zu streichen sowie ein Rauchverbot in Fahrzeugen einzuführen, wenn Minderjährige oder Schwangere anwesend sind. Beide Maßnahmen entsprechen langjährigen Forderungen der BAJ.
Die gesamte Stellungnahme findet sich hier.
Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, Oktober 2025
Erster Evaluationsbericht zum Konsumcannabisgesetz veröffentlicht
BAJ bringt Perspektive des Jugendschutzes in den Fachbeirat ein
Der erste Zwischenbericht des Forschungsverbundes EKOCAN zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) wurde am 29. September 2025 veröffentlicht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e. V. (BAJ) ist Mitglied des interdisziplinären Fachbeirates und hat an der Evaluation des § 7 KCanG (Frühintervention) mitgewirkt.
§ 7 Frühintervention: Der Absatz 2 des § 7 regelt die Zusammenarbeit zwischen Ordnungsbehörden, Polizei und Jugendämtern neu – insbesondere bei Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung im Zusammenhang mit Cannabis. Im Rahmen der Evaluation wurden Jugendämter deutschlandweit befragt. Die Befragung zeigt einen leichten Rückgang cannabisbezogener Verdachtsmeldungen auf Kindeswohlgefährdung. Nach Einschätzung der Autorinnen und Autoren des Zwischenberichts kann dies sowohl mit dem sinkenden Cannabiskonsum unter Jugendlichen als auch mit noch unklaren Zuständigkeiten bei den Polizei- und Ordnungsbehörden zusammenhängen. Zugleich liegt die Meldeschwelle nach Inkrafttreten des KCanG höher: Nicht jeder Cannabiskontakt wird als Gefährdung gewertet. Dieser wird nur angenommen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. Ob der Rückgang auf eine stärkere Fokussierung auf gravierende Fälle hinweist, bleibt derzeit offen.
Der im Bericht dargestellte Rückgang bei der Inanspruchnahme von Frühinterventionsangeboten wie dem Programm FreD (Frühintervention bei erstauffälligem Drogenkonsum) ist aus Sicht der BAJ nicht uneingeschränkt positiv zu werten. Es ist davon auszugehen, dass nach Inkrafttreten des KCanG weniger Jugendliche über Polizei oder Justiz in Suchtberatungen verwiesen werden – insbesondere in das FreD-Programm, da hierfür die Rechtsgrundlage entfällt. Die BAJ weist darauf hin, dass Frühinterventionsprogramme sich an pädagogischen Zielen und am individuellen Bedarf orientieren müssen – nicht an Straflogiken.
Auswirkungen des KCanG auf den Cannabiskonsum Jugendlicher: Die bisher erhobenen Daten zeigen keine Hinweise auf eine Zunahme des Cannabiskonsums unter Jugendlichen. Vielmehr setzt sich der in den letzten Jahren beobachtete Rückgang fort. Unbeabsichtigte Intoxikationen bei Kindern bleiben äußerst selten. Das Forschungsteam bewertet die Datenlage als vorläufig und betont, dass die derzeitigen Daten keine Hinweise auf eine Verschlechterung des Jugendschutzes liefern.
§ 5 Konsumverbotszonen: Die Regelung des Konsumverbots in Gegenwart von Kindern und Jugendlichen (§ 5 KCanG) konnte bislang nur eingeschränkt bewertet werden. Das Kontroll- und Sanktionsrisiko für junge Menschen durch Ordnungsbehörden ist derzeit sehr gering. Die Autor:innen des Berichts sehen eine vereinfachte und besser abgestimmte Regelung der Konsumverbote als sinnvoll an. Die BAJ hat bereits in ihrer Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung im Gesundheitsausschuss (2023) auf die fehlende Praktikabilität von Kontrollen für Polizei- und Ordnungsbehörden hingewiesen.
Die bisherigen Daten zeigen: Der Kinder- und Jugendschutz ist durch die Teilliberalisierung bislang nicht geschwächt worden. Allerdings weisen wir darauf hin, dass Angebote des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes im Rahmen der Cannabisprävention gesetzlich verankert werden müssen. Dabei sollen nicht nur Angebote für junge Menschen entwickelt und ausgebaut werden, sondern auch für deren Eltern und andere Erziehungsberechtigte, um deren Erziehungskompetenzen angesichts der neuen rechtlichen Situation zu stärken (siehe https://bag-jugendschutz.de/de/entry/f5930).
Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 16. Oktober 2025
75 Jahre Kinder- und Jugendplan des Bundes
Am 6. Oktober 2025 feierte das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern das 75-jährige Bestehen des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP). Der KJP ist seit 1950 das zentrale Förderinstrument der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland. In dieser Funktion ist er Garant für die Stabilität und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe.
Die BAJ begrüßt die Würdigung des KJP und betont zugleich die Notwendigkeit seiner Stärkung und Dynamisierung. Damit der Kinder- und Jugendplan seine zentrale Rolle auch künftig erfüllen kann, müssen die Mittel dauerhaft ausgebaut und an gesellschaftliche sowie finanzielle Entwicklungen angepasst werden.
Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 07. Oktober 2025
Jugendstudie zur Nutzung und Selbstregulation von sozialen Medien
Hälfte der Jugendlichen will soziale Medien weniger nutzen, schafft es aber nicht
Soziale Medien sind aus dem Alltag junger Menschen in Deutschland nicht mehr wegzudenken: 69% Prozent der Jugendlichen nutzen soziale Medien über zwei Stunden täglich, über 27% geben an, mindestens 5 Stunden pro Tag auf TikTok, Instagram und Co. zu verbringen. Zugleich äußern 61%, dass sie zu viel Zeit auf diesen Plattformen verbringen und das Gefühl haben, andere Aufgaben zu vernachlässigen. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie »Zwischen Bildschirmzeit und Selbstregulation – soziale Medien im Alltag von Jugendlichen« von infratest dimap im Auftrag der Vodafone Stiftung, für die mehr als 1.000 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren befragt wurden.
Der Auftrag an Bildung und Politik ist eindeutig: Jugendliche brauchen nicht nur Regeln, sondern Räume und kompetente Anleitung, um Kompetenzen und Resilienz im Social Media-Alltag zu entwickeln.
Digitaler Stress durch neueste Trends und Ausgrenzung: Für 29% der Jugendlichen geht Nutzung von Social Media-Plattformen mit erheblichen belastenden Gefühlen einher: Sie berichten von digitalem Stress, 26% empfinden teilweise sogar Schuldgefühle. Insbesondere junge Frauen sind häufiger negativ betroffen, etwa durch soziale Vergleiche: 52% der weiblichen Befragten geben an, bereits von Ausgrenzung und Abwertung durch soziale Medien betroffen gewesen zu sein im Vergleich zu 31% der männlichen Befragten.
Eigeninitiative zur Selbstregulation: Vielen Jugendlichen ist bewusst, dass sie zu viel Zeit auf Social Media verbringen und reflektieren ihr Nutzungsverhalten regelmäßig (47%). Sie entwickeln selbstständig Maßnahmen oder Strategien, um ihr Verhalten zu reduzieren, darunter das Deaktivieren von Mitteilungen (69 %), Umschalten auf »Nicht stören« (51 %) oder aktive Vermeidung von sozialen Medien während der Lernzeiten (60 %).
Regeln und Verantwortung zum Umgang mit Social Media: Großes Interesse haben die Schüler:innen und Auszubildenden daran, einen verantwortlichen und sinnvollen Umgang mit sozialen Medien an ihrer Schule zu erlernen. Die Mehrheit der Jugendlichen fordert ein breiteres medienpädagogisches Angebot: Über 80% der Schüler:innen wünschen sich Unterrichtseinheiten zum besseren Umgang mit sozialen Medien, dezidierte Schulprojekte oder zumindest Tipps für eine ausgewogenen Nutzung sozialer Medien oder eine regelmäßige »Social-Media-Sprechstunde«.
In Schulen sowie vor allem im Elternhaus fehlt es oft an klaren Regeln und Vermittlung, was die Nutzung von sozialen Medien angeht. 53% der Befragten äußern, dass es im Elternhaus keine Regeln zur Nutzung von Social Media gibt. 51% berichten, dass sie an ihrer Schule nichts zum Umgang mit Social Media lernen.
Die Studie findet sich unter diesem Link.
Quelle: Pressemeldung der Vodafone Stiftung Deutschland, Berlin/Düsseldorf, 23. September 2025
Tag der Kinderseiten 2025: Nicht-kommerzielle Kinder-Internetseiten wichtiger denn je
Die Bundesregierung muss sich aus Sicht des Deutschen Kinderhilfswerkes auch angesichts des rasant wachsenden Einsatzes von KI-Inhalten im Internet stärker als bisher bei der Förderung von guten, nicht-kommerziellen Kinder-Internetseiten engagieren. Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass diese weiterhin als zentrale Orte digitaler Bildung und Teilhabe fungieren, um Kinder im Umgang mit KI zu begleiten und ihnen selbstbestimmte Lernerfahrungen zu ermöglichen. Medienkompetenzförderung muss früh ansetzen und alle Kinder erreichen. Dazu gehört auch, KI verständlich zu machen und kritisch einzuordnen. Wichtig ist auch, dass Kinderperspektiven stärker in die Entwicklung digitaler Angebote und Regeln einfließen. Nur so entstehen Räume, die Kinder nicht nur schützen, sondern stärken und in denen KI im Sinne der Kinder gestaltet wird. Das normiert im Übrigen auch die UN-Kinderrechtskonvention, nach der Kinder sowohl das Recht auf Beteiligung haben als auch der Zugang zu Medien ermöglicht und sichergestellt werden muss, damit die Kinderrechte im digitalen Raum zu ihrer vollen Entfaltung kommen.
Der »Tag der Kinderseiten« soll am 21. Oktober als jährlich wiederkehrender Ehrentag die Aufmerksamkeit auf das vielfältige Kinderseiten-Internetangebot lenken und diese bei Familien, Eltern, Kindern, Pädagoginnen und Pädagogen, Schulen, Journalistinnen und Journalisten sowie Medieninteressierten ins Gespräch bringen. An diesem Aktionstag sind alle dazu eingeladen, die Welt der Kinderseiten zu entdecken. Internetseiten wie kindersache.de, seitenstark.de und fragfinn.de, Initiativen, Schulen, Blogger, Kinderseiten selbst – alle sind aufgefordert und herzlich eingeladen, mitzumachen, sich zu vernetzen und Kinderseiten bekannter zu machen.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerk e.V., Berlin, 21. Oktober 2025
Online-Kurs »Kinder psychisch- und suchterkrankter Eltern«
Neues Angebot der Lernplattform Frühe Hilfen
Die psychische Erkrankung oder Suchterkrankung eines Elternteils belastet die ganze Familie – auch Säuglinge und Kleinkinder. Auf seiner Lernplattform Frühe Hilfen bietet das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) deshalb ab sofort den neuen Online-Kurs »Kinder psychisch- und/oder suchterkrankter Eltern in den Frühen Hilfen« an.
Der kostenfreie Kurs richtet sich an Fachkräfte, die Familien mit psychisch belasteten oder erkrankten Eltern beraten und begleiten und ihr Wissen im Selbststudium vertiefen möchten. Er wurde vom Universitätsklinikum Ulm unter der Leitung von Professorin Dr. Ute Ziegenhain im Auftrag des NZFH entwickelt.
Das E-Learning-Angebot vermittelt einen Überblick über verschiedene psychiatrische Krankheitsbilder und deren mögliche Auswirkungen auf die Eltern-Kind-Beziehung. Zudem lernen Teilnehmende Risiko- und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung kennen und erhalten Anregungen zur Gesprächsführung sowie Informationen zu Unterstützungs- und Versorgungsangeboten. Mithilfe von Video-Fallbeispielen können sie ihr Handlungswissen praxisnah vertiefen und Impulse für die eigene Arbeit gewinnen. Die Inhalte sind in fünf Lernbausteinen aufbereitet und lassen sich im eigenen Lerntempo aneignen.
Zur Lernplattform Frühe Hilfen
Quelle: Pressemeldung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen im Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Köln, 16. Oktober 2025
Podcast: Jugend.Jetzt - Verstehen. Stärken. Schützen.
Der Podcast Jugend.Jetzt ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V. und der Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. In dem neuen Podcast wird über Themen, die die digitalen und analogen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen prägen gesprochen – Was bedeutet das für die Bezugspersonen junger Menschen? Wie können wir verstehen – stärken – schützen? In der aktuellen Folge sprechen Larissa Bode von der AJS Hamburg und Julius Keinath von der AKJS Schleswig-Holstein über Themen des Jugendmedienschutz. Gemeinsam spazieren sie über Phänomene, Trends und Schlagwörter – bis sie bei einem Ausblick auf die zukünftigen Chancen und Stärken der Medienwelt ankommen. Neue Folgen gibt es alle 3 Wochen.
Quelle: Newsletter der Aktion Kinder- und Jugendschutz (AKJS) Landesarbeitsstelle Schleswig-Holstein e.V., Kiel, 07. Oktober 2025
MEDIEN leicht erklärt
Medien-Portal in Leichter Sprache
Hier ist der Name Programm: »MEDIEN leicht erklärt« heißt das neue Webportal der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) in leichter Sprache zu allen Themen rund um Medienkompetenz. Damit stärkt die Landeszentrale die digitale Teilhabe von Menschen mit Lernschwierigkeiten, geringen Sprachkenntnissen oder Unterstützungsbedarf beim Lesen.
»Digitale Teilhabe darf kein Privileg sein. Sie ist Voraussetzung für echte Chancengleichheit – in Schule, Beruf und Demokratie«, so BLM-Präsident Dr. Thorsten Schmiege.
Das Portal bündelt eigene Angebote der BLM und Materialien anderer Institutionen.
Quelle: Meldung der Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), München
Gutes Aufwachsen von Anfang an
THEMA JUGEND Ausgabe 2/2025
Gutes Aufwachsen umfasst viele Aspekte der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die UN-Kinderrechtskonvention garantiert jedem Kind »das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit« (Artikel 24). Laut der Weltgesundheitsorganisation bedeutet Gesundheit dabei nicht allein das »Freisein von Krankheit und Gebrechen« (WHO 1948), sondern in einem weiteren Verständnis körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden. In diesem Sinn betrachtet die vorliegende THEMA JUGEND gutes Aufwachsen junger Menschen aus dem Blickwinkel verschiedener Zugänge zu Unterstützung, Förderung und Begleitung Heranwachsender.
Wer mit Verantwortung für Kinder und Jugendliche betraut ist, kann in vielen Bereichen zu einer guten Entwicklung junger Menschen in einem umfassenden Sinn beitragen und Grundlagen dafür schaffen. Die Beiträge der Ausgabe nehmen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene verschiedener Altersgruppen in den Blick: Thematisiert wird Gesundheitsförderung, die partnerschaftlich von Eltern und Familien in Zusammenarbeit mit Einrichtungen der frühkindlichen Bildung gestaltet wird. Vorgestellt wird ein Projekt, das Kinder im Vorschul- und Schulalter zum Hinhören und zu gelingender Kommunikation befähigt und damit gleichsam den Umgang mit Emotionen fördert. Angebote für jugendliche (werdende) Väter unterstützen die Übernahme elterliche Verantwortung in herausfordernden Lagen und ermöglichen Mitgestaltung und Teilhabe im Übergang in eine neue Lebensphase. Das Kinderrecht auf Information und Zugang zu (Gesundheits-)Wissen setzt ein Workshop zur Aufklärung über die Menstruation um.
Vor dem Hintergrundgrund der UN-Kinderrechtskonvention, die allen Heranwachsenden Gesundheitsversorgung und -förderung zusichert und das Recht auf elterliche Fürsorge garantiert, ist gutes Aufwachsen nicht ohne das familiäre und soziale Umfeld junger Menschen zu betrachten: Die Entdeckung der Welt mit allen Sinnen, der Umgang mit den eigenen Gefühlen und die Entwicklung seelischer Widerstandkraft, die Selbstbestimmung in Fragen des eigenen Lebens und die Fähigkeit, Entscheidungen für sich selbst zu treffen, werden von jungen Menschen altersentsprechend und in einem Prozess der Entwicklung erprobt und eingeübt. Dabei können Eltern, Mitarbeitende im Bildungssystem und (pädagogische) Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen durch ihre Erfahrungen und Expertise unterstützen. In diesem Sinne zeigt die vorliegende THEMA JUGEND auch Handlungsmöglichkeiten und -felder für Fachpersonen, Kooperationen und gesellschaftliche Diskurse rund um gutes Aufwachsen junger Menschen auf und möchte die Sichtbarkeit einzelner Themenbereiche fördern.
Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V., Münster, 21. Oktober 2025