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Newsletter

JUGENDSCHUTZ-Newsletter Nr. 3

Guten Tag,

Aktuelle Trends, Projekte und Studien zum Kinder- und Jugendschutz: Der neue JUGENDSCHUTZ-Newsletter informiert kompakt über relevante Entwicklungen, Studien, Projekte und interessante Onlineangebote.

Jugend(Medien)Schutz im KI-Zeitalter

SID

Der Safer Internet Day ist ein internationaler Aktionstag, der den sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien in den Mittelpunkt stellt. Der Aktionstag 2026 unter dem Motto »KI and me. in künstlicher Beziehung« rückt die Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) im Alltag von Kindern und Jugendlichen besonders in den Fokus.
Ziel ist es, die Medien- und Handlungskompetenz junger Menschen zu stärken und sie dazu zu befähigen, digitale Technologien – insbesondere KI-Anwendungen – kritisch, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu nutzen. Gleichzeitig soll für mögliche Risiken sensibilisiert und die Rolle pädagogischer Fachkräfte, Eltern sowie gesellschaftlicher Akteure im Umgang mit KI deutlich gemacht werden.
Aus Sicht des Kinder- und Jugendmedienschutzes eröffnen KI-Technologien neue Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten, bergen jedoch auch Risiken für die Entwicklung junger Menschen. Dazu zählen unter anderem KI-generierte Inhalte wie Deepfakes, die zur Manipulation, Einschüchterung, Erpressung oder zum Mobbing eingesetzt werden können. Diese Phänomene stellen neue Formen digitaler Gewalt dar, die auch Minderjährige betreffen und pädagogische wie rechtliche Interventionen erforderlich machen.
»Künstliche Intelligenz bietet viele Chancen für Lernen, Kreativität und Teilhabe. Aber die Nutzung von KI will gelernt sein. So ist es unsere pädagogische Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden oder jugendgefährdenden Auswirkungen zu schützen«, erklärt Klaus Hinze, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ). »Jugendmedienschutz und Medienbildung müssen hier eng zusammenwirken.«
Kinder und Jugendliche nutzen KI-Anwendungen häufig eigenständig und ohne pädagogische Begleitung. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Integration KI-basierter Anwendungen in digitale Alltagspraktiken junger Menschen gewinnt die Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, Fachkräfte in Bildung, Erziehung und Jugendarbeit sowie Eltern mit praxisnahen, anwendungsbezogenen Informationen und Materialien zu unterstützen. Sie benötigen Orientierung, um junge Menschen kompetent begleiten, Fragen aufgreifen und Risiken angemessen thematisieren zu können.
»Es ist ein zentrales Ziel von Jugendmedienschutz und Medienbildung, jungen Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, Informationen kritisch zu hinterfragen, KI-generierte Inhalte einzuordnen und sinnvoll zu nutzen, hierzu bedarf es der Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. leistet mit ihren Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im KI-Zeitalter«, so Hinze.

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Berlin, 10. Februar 2026.

Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigt: Weniger als zehn Prozent der Gewalterfahrungen werden angezeigt

Ein Großteil von Gewalterfahrungen in Deutschland wird nicht angezeigt. Die Anzeigequoten sind unabhängig von der Form der verübten Gewalt durchgehend niedrig; sie liegt bei den meisten Gewaltformen unter zehn Prozent. Innerhalb von (Ex-)Partnerschaften liegen die Anzeigequoten psychischer und körperlicher Gewalt sogar unter fünf Prozent. Das ist ein zentrales Ergebnis der Dunkelfeld-Studie »Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)«, die das Bundeskriminalamt in Kooperation mit dem Bundesministerium des Innern und dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt hat.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Frauen sind meist häufiger und stärker von partnerschaftlicher oder geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen als Männer, insbesondere bei sexuellen Übergriffen, sexueller Belästigung und Stalking. Neben dem Geschlecht spielt auch das Alter bei Gewalterfahrungen eine Rolle. Junge Menschen sind nahezu von allen Gewaltformen deutlich häufiger betroffen als ältere Menschen. Jüngeren Personen widerfährt Gewalt besonders häufig durch sexuelle Belästigung, in Form von digitaler Gewalt und verabreichten K.o.-Tropfen.
Ein relevanter Teil der Bevölkerung berichtet davon, in der Kindheit und Jugend schon einmal Gewalt durch Eltern oder Erziehungsberechtigte erlebt zu haben. Mehr als jede zweite junge Person ist von körperlicher Gewalt und mehr als jede dritte Person von psychischen Gewalterfahrungen betroffen. Fast jede vierte Person hat Gewalt zwischen den Erziehungsberechtigten miterlebt. Dabei wurden Personen, die Gewalt zwischen Erziehungsberechtigten erlebt haben, auch häufiger selbst Opfer von Gewalt durch Erziehungsberechtigte.
Weitere, im Vergleich zur restlichen Bevölkerung besonders stark mit Gewalt konfrontierte Gruppen, sind Personen mit Migrationshintergrund – auch hier vor allem Frauen – sowie Angehörige der LSBTIQ*-Community.
Eine Erkenntnisse aus LeSuBiA: Jede fünfte Frau (20,0 %) und jeder siebte Mann (13,9 %) erlebte in den letzten fünf Jahren digitale Gewalt. Die Opfer sind vergleichsweise jung – so waren über 60 % der 16- bis 17-jährigen Frauen und rund 33 % der 16- bis 17-jährigen Männer in den letzten fünf Jahren Opfer digitaler Gewalt.
Über die Studie: LeSuBiA ist eine Dunkelfeldbefragung zu Gewalt in Deutschland. Die Studie beleuchtet erstmals umfassend, wie viele Menschen tatsächlich von Gewalt betroffen sind – unabhängig davon, ob diese Taten der Polizei bekannt oder angezeigt wurden. Rund 15.000 Personen im Alter von 16 bis 85 Jahren wurden im Zeitraum zwischen Juli 2023 und Januar 2025 zu ihren Erfahrungen, Einstellungen und Verhaltensweisen in verschiedenen Lebensbereichen, insbesondere zu Partnerschaftsgewalt, sexualisierter Gewalt, Stalking und Gewalt im digitalen Raum befragt. Zusätzlich wurden Angaben zu Erfahrungen mit Polizei, Medizin, Justiz und Opferhilfeangeboten sowie sozialstrukturelle Merkmale und das Wohnumfeld erfasst.
Die Ergebnisse von LeSuBiA sollen eine verlässliche empirische Grundlage für politische Entscheidungen, Präventionsmaßnahmen und Hilfsangebote liefern.
Die Ergebnisse und weitere Informationen zu LeSuBiA finden sich unter: www.bka.de/lesubia

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums, Berlin, 10. Februar 2026

Neue Informationsplattform zu Verschwörungsideologien: Unterstützung für Bildungs- und Beratungsfachkräfte

Die Informationsplattform fachinfo-verschwörungsideologie.de ist jetzt online und bietet praxisorientierte Fachinformationen zu Verschwörungsideologien für Berater:innen in der Sozialen Arbeit und Fachkräfte aus dem Feld der non-formalen politischen Bildung.
Völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien beeinflussen Familien, Freundschaften oder Arbeitsbeziehungen und sind damit auch eine Herausforderung für Beratungs- und Bildungsprozesse. In einem interdisziplinären Forschungsprojekt haben die TH Köln und die Universität zu Köln daher eine Webseite mit praxisorientierten Fachinformationen für die Soziale Arbeit und die politische Bildung ins Leben gerufen.
Auf fachinfo-verschwörungsideologie.de finden Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung unter anderem fachlich valide Erklärungen zu Verschwörungsideologien sowie Übersichten zu aktuell relevanten Verschwörungserzählungen und Gruppierungen. Praxisnahe Materialien für Bildungs- und Beratungssituationen, Handlungshilfen zur direkten Anwendung in Beratungsgesprächen und Hinweise zu relevanten Praxispartner:innen und unterstützenden Institutionen sollen die tägliche Arbeit erleichtern. Die Informationsplattform wird sukzessive um Fallbeispiele oder weitere empirische Ergebnisse zu den Auswirkungen von Verschwörungsideologien erweitert.
Praxisnahe Handlungsstrategien: Die Webseite richtet sich in erster Linie an Fachkräfte aus Beratung und politischer Bildung, die im Rahmen ihrer Arbeit im Kontakt mit Personen stehen, die wiederum mit Menschen mit einer Affinität zu Verschwörungserzählungen in ihrem sozialen Umfeld konfrontiert sind. Darüber hinaus sind die Inhalte der Informationsplattform für Wissenschaftler:innen und die interessierte Öffentlichkeit relevant.
Über das Projekt: Das Verbundprojekt »RaisoN – Radikalisierungsprozesse durch Verschwörungsideologien: Auswirkungen auf den sozialen Nahraum als Herausforderung für die Bildungs- und Beratungsarbeit« wird von der TH Köln und der Universität zu Köln durchgeführt. Das interdisziplinäre Projektteam erforscht, wie völkisch-autoritäre Verschwörungsideologien den sozialen Nahraum beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für Beratungs- und Bildungsprozesse ergeben. Ein weiterer Fokus liegt darauf, wie die wissenschaftlichen Erkenntnisse praxisgerecht in Beratung und Bildung transferiert werden können. Das Projekt läuft noch bis zum 30. Juni 2026.
Weitere Informationen: https://xn--fachinfo-verschwrungsideologie-88c.de/

 

Quelle: Pressemeldung der TH Köln, Köln, 21. Januar 2026

»ElSe«-Projekt begleitet den Aufbau von Selbsthilfeorganisationen

FH Dortmund stärkt Eltern im Erziehungshilfesystem

Die Fachhochschule Dortmund startet gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) das Praxisforschungsprojekt »ElSe« (Eltern-Selbstorganisation). Ziel ist es, Eltern von Kindern in Erziehungshilfen systematisch zu vernetzen und zu stärken. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und läuft bis Dezember 2026.
Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz aus dem Jahr 2021 wurde die Förderung von Selbstvertretungsstrukturen für junge Menschen und Eltern als zentraler Bestandteil einer partizipativen Kinder- und Jugendhilfe verankert. Eltern, deren Kinder Erziehungshilfen erhalten, stehen vor vielfältigen Herausforderungen. So würden Kinder teilweise weit entfernt vom Wohnort untergebracht, sodass der Kontakt kaum aufrechterhalten werden kann. Auch starre Besuchsregeln erschweren mitunter den Kontakt. Dabei sind Eltern nach wie vor eine wichtige Bezugsperson im Leben ihrer Kinder. Nicht selten fehlen verständliche Informationen über Rechte von Eltern und Ansprechpersonen seien nur schwer zu erreichen.
Die Dringlichkeit wurde Ende Januar bei einem Hearing im Bundesfamilienministerium deutlich. Dort kamen verschiedene Adressat:innen der Kinder- und Jugendhilfe zu Wort – darunter erstmals auch eine Gruppe von Eltern, die sich am ElSe-Projekt beteiligen werden. Sie unterstrichen die zentrale Forderung nach struktureller Unterstützung und Förderung von Eltern-Selbstorganisationen.
Eltern als Expert:innen in eigener Sache: Das ElSe-Projekt hat den Auftrag, dieses Selbstvertretungsstrukturen zu entwickeln. Das Team um Prof. Nicole Knuth verfolgt dabei einen partizipativen Ansatz: An vier Modellstandorten in Düsseldorf, Berlin, Böblingen und Dresden werden Eltern-Selbstorganisationen aufgebaut und in ihrer Entwicklung fachlich begleitet. Die vier Standorte bilden unterschiedliche Ansätze ab: In Berlin und Düsseldorf sind die Selbstorganisationen an große Träger der freien Jugendhilfe angebunden. In Dresden kooperiert das Projekt mit einer Ombudsstelle, während in Böblingen das Kreisjugendamt als öffentlicher Träger den Aufbau unterstützt. Das wissenschaftliche Team der FH wird die Prozesse an den Modellstandorten dokumentieren, begleiten und auswerten. Diese können dann anderen Jugendämtern und Trägern als Orientierung dienen, wie Eltern-Selbstorganisationen erfolgreich aufgebaut werden können.

 

Quelle: Meldung der FH Dortmund / Angewandte Sozialwissenschaften, Dortmund, 06. Januar 2026

#wirwerdensichtbar

17. bundesweite Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien vom 22.-28. Februar 2026

#WIRWERDENSICHTBAR – das ist 2026 das Motto und der Hashtag für die COA-Aktionswoche. Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf. Viele von ihnen erleben Vernachlässigung und Gewalt, leiden oft ein Leben lang unter diesen Erfahrungen. Hinzu kommen geschätzt etwa sechs Millionen Erwachsene, die in suchtbelasteten Familien groß geworden sind. Ihr Risiko, selber eine Sucht oder andere psychische Krankheit zu entwickeln, ist um ein Vielfaches erhöht. Eine riesige Gruppe, die bis heute zu oft unsichtbar bleibt.
Mit der COA-Aktionswoche 2026 will NACOA sie sichtbar machen und zeigen, wie ihnen und ihren Familien wirksam geholfen werden kann.

Weitere Informationen unter: Start | COA Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien

 

Quelle: NACOA Deutschland - Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e. V., Berlin

Neues Video über die Folgen des Cannabiskonsums für das jugendliche Gehirn

Cannabis

Wie schädlich ist Cannabis für das Gehirn Jugendlicher? Ein neues Animationsvideo beleuchtet die möglichen Auswirkungen, wenn junge Menschen kiffen. 
Das menschliche Gehirn entwickelt sich von der Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter. Die Hirnrinde reift heran, Nervenfasern entwickeln sich zu »Datenautobahnen«. Erfahrungen, die junge Menschen in dieser Zeit machen, können die Struktur des Gehirns nachhaltig prägen. 
Ein neues Video im YouTube-Kanal von drugcom.de veranschaulicht, wie Cannabis den Prozess der Gehirnentwicklung stören kann. Dies kann Gedächtnisprobleme und Konzentrationsschwierigkeiten zur Folge haben. Auch leichte Einschränkungen können sich ungünstig auf die Leistungen in der Schule, im Studium oder im Beruf auswirken. Das Animationsvideo ist ab sofort auf YouTube unter folgendem Link verfügbar: https://youtu.be/IbjiA_5BZ14 

 

Quelle: Meldung Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit – BIÖG, Köln, 07. Januar 2026

20 Jahre Portal der Kinder- und Jugendhilfe

Kinder- und Jugendhilfe

Das Portal der Kinder- und Jugendhilfe blickt 2026 auf 20 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück. Seit seiner Gründung – zunächst als »Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe« – begleitet es die Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe und bietet allen Akteur:innen der Kinder- und Jugendhilfe sowie jugendpolitisch Interessierten aktuelle Informationen, Hintergründe und Vernetzungsmöglichkeiten rund um das Arbeitsfeld.
Zahlreiche Akteur:innen der Kinder- und Jugendhilfe haben über die Jahre mit ihren Beiträgen und Inhalten zur inhaltlichen Qualität und Relevanz des Angebots beigetragen. 
Das Projekt ging 2006 als Kooperationsprojekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. und der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ an den Start und wird seitdem gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF).

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. arbeitet seit vielen Jahren mit dem Team des Portals der Kinder- und Jugendhilfe zusammen. Herzlichen Glückwunsch zu 20 erfolgreichen Jahren.

 

Quelle: Meldung des Portals der Kinder- und Jugendhilfe, Berlin/ Bonn, 13. Januar 2026

Charakter-Chatbots. Sexualisierung Minderjähriger und riskante Interaktion

Jugendschutz.net

Eine romantische Beziehung mit der Heldin aus einem Fantasy-Roman oder eine enge Freundschaft mit dem Hauptdarsteller der Lieblingsserie – Charakter-Bots machen solche Szenarien erlebbar. Für Kinder und Jugendliche kann die Interaktion mit KI-Charakteren spannend und unterhaltsam sein, sie birgt jedoch auch erhebliche Risiken. In Diensten, die solche Charaktere anbieten, fehlen häufig angemessene Vorsorgemaßnahmen. jugendschutz.net untersuchte exemplarisch, wie schnell junge Nutzer:innen in Gesprächen mit Bots auf problematische oder grenzüberschreitende Inhalte stoßen. Dabei lag der Schwerpunkt der Recherche auf Risiken sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige.
Mehr über die Rechercheergebnisse im Report »Charakter-Chatbots. Sexualisierung Minderjähriger und riskante Interaktion« unter Report: Charakter-Bots | jugendschutz.net
 

Quelle: Meldung jugendschutz.net, Mainz, 04. Februar 2026

Resilienz statt Reparatur: Mental Health Alliance startet für ein neues System der psychischen Versorgung junger Menschen

Mental

Mit der Gründung der Mental Health Alliance (MHA) startet eine unabhängige Allianz, die die psychische Gesundheit insbesondere der jungen Generation ins Zentrum rückt. Initiiert und unterstützt von der Bertelsmann Stiftung, der Beisheim Stiftung, krisenchat, der alv Foundation, der Robert Bosch Stiftung und ProjectTogether, vereint die Allianz als wachsende und lernende Bewegung führende Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik, Praxis, Versorgung, Wirtschaft und Jugendbeteiligung.
Gemeinsames Ziel ist ein präventiv ausgerichtetes System der mentalen Gesundheitsförderung und -versorgung in Deutschland, das junge Menschen frühzeitig so stärkt, dass sie nicht erkranken. Im Mittelpunkt steht somit ein grundlegender Wandel hin zu fundamental verbesserter mentaler Gesundheit – als Grundlage für ein selbstbestimmtes und selbstwirksames Leben, eine resiliente Gesellschaft, eine leistungsfähige Wirtschaft und ein demokratisches Mitwirken.
Dieser Fokus folgt einer klaren wissenschaftlichen und ökonomischen Logik:
Die Jugend ist entscheidend: Bis zu 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen zeigen erste Symptome vor dem 25. Lebensjahr – hier wird die Grundlage für lebenslange Resilienz gelegt.
Das System muss früher greifen: Deutschland investiert bisher nur 4,8 Prozent der Gesundheitsausgaben in Prävention. Die MHA fordert ein System der Prävention und Frühintervention, bevor langwierige, kostspielige und belastende Behandlungen notwendig werden.
Prävention ist ökonomisch geboten: Frühzeitige Unterstützung verhindert individuelles Leid und senkt die immensen gesellschaftlichen Folgekosten von jährlich 147 Milliarden Euro.
Fachleute, Organisationen und Förderpartner sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und bewährte Lösungen bundesweit in die Fläche zu bringen.
Weitere Informationen unter: www.mental-health-alliance.org

 

Quelle: Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung, Berlin, 18. Februar 2026

Stellenausschreibung – Referent:in (m/w/d) Kinder- und Jugendschutz

BAJ

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) sucht zum 01.07.2026 (unbefristet) eine Referent:in (m/w/d) Kinder- und Jugendschutz

Arbeitsort: Berlin | Stellenumfang: Vollzeit; Teilzeit ab 35 Std./Woche nach Absprache möglich

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) setzt sich seit mehr als 70 Jahren für ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein. Als bundesweit tätiger Verband vertritt sie die Anliegen des Kinder- und Jugendschutzes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, bringt ihre Expertise in Stellungnahmen und Anhörungen ein und leistet Aufklärungs- und Informationsarbeit. Grundlagen sind vor allem das Jugendschutzgesetz, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und der erzieherische Kinder- und Jugendschutz gemäß § 14 SGB VIII.

Ihre Aufgaben
Schwerpunkt der Stelle ist die Redaktion der Fachzeitschrift; darüber hinaus gestalten Sie fachpolitische Positionierungen und den Aufbau projektbezogener Vorhaben mit. Die Erarbeitung und Umsetzung der Aufgaben erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung.

  • Redaktion der Fachzeitschrift »Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis« sowie Betreuung des wissenschaftlichen Beirats
  • Redaktion/ Erstellung weiterer Publikationen (Print und digital)
  • Erarbeitung von Stellungnahmen und Teilnahme an Fachgesprächen
  • Konzeption, Durchführung und Auswertung von Fachveranstaltungen
  • Entwicklung, Beantragung (Drittmittel/Fördermittel) und Umsetzung von Projekten
  • Mitwirkung an der inhaltlichen Betreuung der Website sowie der Social-Media-Kanäle
  • Abwesenheitsvertretung der Geschäftsführung

Ihr Profil / Ihre Kompetenzen

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) oder vergleichbare Qualifikation
  • Fundierte Kenntnisse im Themenfeld des Kinder- und Jugendschutzes sowie ausgeprägtes Interesse an aktuellen fachlichen, rechtlichen und fachpolitischen Entwicklungen
  • Redaktions- und/oder Projekterfahrung, idealerweise im wissenschafts- oder fachnahen Kontext
  • Sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift, redaktionelle Textsicherheit sowie gute Englischkenntnisse
  • Erfahrung in Projektarbeit, idealerweise auch mit Fördermitteln/Drittmitteln, oder die Bereitschaft, sich darin einzuarbeiten
  • Organisationsstärke, selbstständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit
  • Sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen; Bereitschaft, sich in BAJ-spezifische Tools/Prozesse einzuarbeiten

Wir bieten

  • ein kleines konstruktiv zusammenarbeitendes und freundliches Team
  • attraktive Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund (Ost), Entgeltgruppe 13
  • Leistungen zur Altersvorsorge (VBLU)
  • einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz nahe Alexanderplatz
  • Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
  • Weiterbildungsmöglichkeiten sowie familienfreundliche Arbeitszeiten

Die Förderung der Gleichberechtigung ist für die BAJ eine Selbstverständlichkeit. Den Belangen des Bundesgleichstellungsgesetzes wird bei Bewerbungs- und Einstellungsverfahren Rechnung getragen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen besonders berücksichtigt.

Hinweis zum Datenschutz: Mit Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre personenbezogenen Daten vorübergehend gespeichert und zur Abwicklung des Bewerbungs- und ggf. eines Einstellungsverfahrens gespeichert werden. Wir behandeln diese Daten mit größter Sorgfalt nach den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.
Bewerbung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 01.04.2026 in einem PDF-Dokument per E-Mail an: wegener@bag-jugendschutz.de

Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der 16./17. KW 2026 in Berlin-Mitte statt.  

Für Nachfragen wenden Sie sich an:
Maja Wegener, Geschäftsführerin
Mühlendamm 3, 10178 Berlin
Telefon: 030 400 40 310
www.bag-jugendschutz.de

 

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 19. Februar 2026

Publikationen

KJug 1-2026 Titelblatt

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 1/2026

Im vergangenen Jahr blickte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. auf das Erscheinen der Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im 70. J ...
Titelblatt Flyer Praxisleitfaden

Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg

Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen (Flyer)

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) eröffnet Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit über das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg die Möglichkeit, auch jugendschutzrel ...
Titelblatt KJug 4-2025

Radikalisierung & Extremismus-Prävention

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 4/2025

Islamismus und Salafismus stellen – wie auch andere extremistische Ideologien – eine Gefährdung für vulnerable junge Menschen dar. Für Schule und Jugendhilfe stellen sich da ...
Titelblatt Dossier Kinder aus suchtbelasteten Familien

Dossier 1/2025 - Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen besondere Unterstützung

In Deutschland wächst schätzungsweise jedes fünfte Kind in einer Familie auf, in der eine elterliche Suchterkrankungen vorherrscht. COAs (Children of Addicts) erleben oft eine versteckt ...

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