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Newsletter

Jugendschutz-Newsletter Nr. 8

Guten Tag,

auch in bzw. nach der Sommerpause erreichen Sie heute kinder- und jugendschutzrelevante Nachrichten und Publikationshinweise. Dieses Mal mit einem Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Leopoldina zum Einfluss sozialer Medien – ein Thema, das aktuell auf vielen Ebenen diskutiert wird, einer Studie zum demokratischen Potenzial von Gaming-Communitys, Zahlen zum Bundeslagebild zu Sexualdelikten gegen Kinder und Jugendliche und einem Hinweis auf einen Report: Social Commerce, in dem der Einfluss von Diensteanbietern, Unternehmen und Content-Creator:innen auf das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen aufgezeigt wird. Eine interessante und informative Lektüre wünscht das Team des JUGENDSCHUTZ-Newsletters.

Altersgrenzen für Social Media und Einschränkung suchterzeugender Funktionen

Leopoldina-Diskussionspapier empfiehlt besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen

Die Nutzung sozialer Medien ist für einen Großteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland längst alltäglich. Viele von ihnen zeigen dabei ein riskantes, manche sogar ein suchtartiges Nutzungsverhalten. Zwar kann die Nutzung sozialer Medien durchaus positive Effekte für Heranwachsende haben – bei intensiver Nutzung können jedoch negative Auswirkungen auf das psychische, emotionale und soziale Wohlbefinden auftreten, wie Depressions- und Angstsymptome, Aufmerksamkeits- oder Schlafprobleme. In einem Diskussionspapier der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina schlagen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deshalb die Anwendung des Vorsorgeprinzips vor. In dem Papier »Soziale Medien und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen« geben sie Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor negativen Folgen sozialer Medien zu schützen, beispielsweise durch altersabhängige Zugangs- und Funktionsbeschränkungen.
Das Diskussionspapier gibt einen Einblick in die aktuelle Studienlage zum Einfluss sozialer Medien auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Der Großteil der verfügbaren Evidenz ist korrelativer und nicht kausaler Natur: Querschnittstudien belegen einen statistischen Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Medien und einer zunehmenden psychischen Belastung. Einige Längsschnittstudien über längere Zeiträume hinweg liefern zudem Hinweise darauf, dass die intensive Nutzung sozialer Medien ursächlich für diese Belastungen sein kann. Die Autorinnen und Autoren sprechen sich deshalb für die Anwendung des Vorsorgeprinzips aus: Es besagt, dass vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden sollten, wenn es Hinweise auf mögliche schädliche Auswirkungen gibt, auch wenn wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt ist, wie groß das Risiko tatsächlich ist.
Laut den Autorinnen und Autoren besteht politischer Handlungsbedarf zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, da die möglichen Gefährdungen durch eine intensive Social-Media-Nutzung erheblich sind. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler formulieren im Diskussionspapier konkrete Handlungsempfehlungen, um Kinder und Jugendliche vor den Gefahren sozialer Medien zu schützen und sie gleichzeitig zu einem reflektierten und kompetenten Umgang mit ihnen zu befähigen. Sie sprechen sich dafür aus, dass Kinder unter 13 Jahren keine Social-Media-Accounts einrichten dürfen. Für 13- bis 15-jährige Jugendliche sollten soziale Medien nur nach gesetzlich vorgeschriebener elterlicher Zustimmung nutzbar sein. Für 13- bis 17-Jährige sollen soziale Netzwerke zudem altersgerecht gestaltet werden – beispielsweise bei den algorithmischen Vorschlägen, durch ein Verbot von personalisierter Werbung oder durch die Unterbindung besonders suchterzeugender Funktionen wie Push-Nachrichten und endloses Scrollen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler empfehlen außerdem, die Nutzung von Smartphones in Kitas und Schulen bis einschließlich Klasse 10 nicht zuzulassen.
Das Diskussionspapier erläutert auch die mögliche Umsetzung der Altersgrenzen und altersgerechten Einschränkungen auf Social Media. Hier sehen die Autorinnen und Autoren vor allem auf EU-Ebene Möglichkeiten der Regulierung. Die deutsche Bundesregierung sollte sich dort für entsprechende gesetzliche Regelungen einsetzen. Ein vielversprechender Ansatz ist bereits die geplante Einführung der »EUDI-Wallet«, die einen datenschutzkonformen digitalen Altersnachweis ermöglichen soll. Um einen reflektierten Umgang mit sozialen Medien zu fördern, schlagen die Autorinnen und Autoren vor, einen digitalen Bildungskanon in Kitas und Schulen zu verankern, der Kinder und Jugendliche auf Themen des digitalen Lebens vorbereitet. Die Kompetenzen von Lehr- und Erziehungsfachkräften sollten gestärkt werden, um riskantes bzw. suchtartiges Nutzungsverhalten frühzeitig erkennen und adressieren zu können. Niedrigschwellige Public-Health-Kampagnen sollten Familien zudem über die Einflüsse sozialer Medien auf die psychische Gesundheit sowie über die Möglichkeiten einer positiven Gestaltung der Social-Media-Nutzung informieren. Zudem bedarf es weiterer Forschung, um die Wirkmechanismen der Nutzung sozialer Medien in dieser Altersgruppe besser zu verstehen und die Effektivität der Schutzmaßnahmen zu evaluieren.

 

Quelle: Pressemitteilung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Halle, 13. August 2025

Sexueller Missbrauch von Kindern: Fallzahlen bleiben 2024 auf hohem Niveau

Bundeskriminalamt veröffentlicht Bundeslagebild zu Sexualdelikten gegen Kinder und Jugendliche

Im Jahr 2024 ist die Anzahl der polizeilich registrierten Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen nach jahrelangem Anstieg nahezu konstant geblieben. Mit 16.354 Fällen bei Kindern sowie 1.191 Fällen bei Jugendlichen bewegen sich die Zahlen aber weiterhin über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Einen Höchstwert erreichte die Anzahl der Fälle von Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Inhalte. Dies geht aus dem am 21. August vorgestellten Bundeslagebild hervor.
Im Jahr 2024 wurden in den 16.354 Fällen des Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs 18.085 Opfer (2,2 Prozent weniger als 2023) und 12.368 Tatverdächtige registriert, was einem Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Sexuellen Missbrauch von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren stellte die Polizei in 1.191 Fällen fest (0,8 Prozent weniger als 2023). 1.259 Opfer wurden registriert (minus 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Die Zahl der Tatverdächtigen stieg um 6,8 Prozent auf 1.018. Die Anzahl der Fälle der Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Inhalte ist in den vergangenen Jahren stetig angestiegen und erreichte im Berichtsjahr 2024 mit 9.601 Fällen einen Höchstwert (plus 8,5 Prozent). Seit dem Jahr 2020 haben sich die Fallzahlen damit mehr als verdreifacht. Im Gegensatz dazu sind die registrierten Straftaten rund um kinderpornografische Inhalte und der sexuellen Ausbeutung zum Nachteil von Minderjährigen gesunken. Dennoch bleibt die Zahl mit 42.854 Fällen bei der Herstellung, Verbreitung, dem Erwerb und Besitz von kinderpornografischen Inhalten weiterhin auf einem hohen Niveau.
Weitere wesentliche Erkenntnisse aus dem Bundeslagebild:
Anteil minderjähriger Tatverdächtiger anhaltend hoch:
Der Anteil der Minderjährigen, Heranwachsenden (18 bis 21 Jahre) und jungen Erwachsenen (21 bis 24 Jahre) an der Gesamtzahl der Tatverdächtigen ist anhaltend hoch. So machen Minderjährige in Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten fast die Hälfte der Tatverdächtigen aus. Straffällige Kinder und Jugendliche sind häufig dem Phänomen der »Selbstfilmenden« zuzurechnen. Zudem leiten sie kinder- und jugendpornografische Inhalte häufig unbedacht an Personen aus ihrer Altersgruppe weiter. Viele handeln dabei ohne Bewusstsein für eine mögliche strafrechtliche Relevanz sowie weitere persönliche und soziale Folgen ihres Handelns – insbesondere, wenn die Inhalte in Sozialen Medien geteilt werden.
Mehr Hinweise auf Verdachtsfälle von kinder- und jugendpornografischen Inhalten: Das BKA erhält als Zentralstelle täglich hunderte Verdachtsmeldungen des US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC) auf kinder- und jugendpornografische Inhalte sowie Missbrauch von Minderjährigen im Internet. Im Jahr 2024 gingen im BKA 205.728 Hinweise des NCMEC ein. Etwas mehr als die Hälfte dieser Meldungen (106.353 Hinweise) war nach deutschem Recht strafrechtlich relevant.
Internet bietet zahlreiche Tatgelegenheiten: Neben Straftaten, bei denen Körperkontakt zwischen Tätern und Opfern besteht (sogenannte Hands-on-Straftaten), findet weiterhin ein großer Anteil der Delikte online statt. Das Internet bietet hier zahlreiche Tatgelegenheiten für Phänomene wie beispielsweise »Cybergrooming«, »Livestreaming« und »Sextortion«.
Das Lagebild findet sich hier: https://bmi.bund.de/SexualdeliktezNvKin- dernuJugendlichen

 

Quelle: Meldung der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (Auszug), Berlin, 21. August 2025

Das demokratische Potenzial von Gaming-Communitys besser nutzen

Gaming wird in Deutschland zumeist als Wirtschaftsfaktor oder Unterhaltungsform betrachtet. Dabei kommt viel zu kurz, wie politisch die Spieler:innen denken und handeln – vor allem, wenn sie sich in Gaming-Communitys wie Twitch und Discord miteinander austauschen. In diesen digitalen Räumen treffen hohes gesellschaftspolitisches Engagement und Demokratievertrauen auf eine sehr diverse, in Teilen aber auch problematische Debattenkultur. Es ist wichtig, Gaming-Communitys endlich zu verstehen, ernst zu nehmen und einzubinden.
Mehr als zwei Drittel der Menschen in Deutschland ab 16 Jahre spielen digitale Spiele; in der Altersgruppe der 16- bis 34-Jährigen sind es sogar 86 Prozent, wie aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervorgeht. Über das Spielen hinaus vernetzen sich viele, vor allem jüngere Menschen, auf Plattformen wie Twitch, TikTok, YouTube oder Discord. In solchen Gaming-Communitys tauschen sie sich nicht nur über Spielerlebnisse, sondern auch über gesellschaftspolitische Themen aus. Aus den USA ist bereits bekannt, dass diese Plattformen für immer mehr junge Menschen zu den wichtigsten Quellen für politische Informationen zählen. Die Bertelsmann Stiftung hat nun erstmals untersucht, wie politisch die Mitglieder dieser Communitys in Deutschland denken und handeln.
Ein Ergebnis der Studie: Nutzer:innen digitaler Spiele weisen eine ähnliche Bereitschaft zu gesellschaftspolitischem Engagement auf wie der Durchschnitt aller Befragten. Bemerkenswert ist, dass diejenigen, die besonders viel spielen und sich selbst als »Gamer« bezeichnen würden, sich überdurchschnittlich in demokratische Prozesse einbringen: So geben zum Beispiel 45 Prozent dieser Gruppe der »Gaming-Enthusiast:innen« an, in den vergangenen zwölf Monaten an einer Unterschriftensammlung oder einer Maßnahme zur Bürgerbeteiligung mitgewirkt zu haben. Damit waren sie aktiver als die Gesamtbevölkerung (39 Prozent). Noch größer fällt der Abstand bei politischen Kommentaren in Social-Media-Kanälen (43 Prozent zu 25 Prozent) und bei der Teilnahme an Demonstrationen (27 Prozent zu 14 Prozent) aus.
Mobbing, Einsamkeit und antidemokratischen Einstellungen begegnen: Allerdings weist die Studie auch problematische Aspekte aus: Je mehr Spieler:innen online in den sozialen Austausch treten, desto häufiger berichten sie davon, schon mal diskriminiert oder gemobbt worden zu sein. Ein weiteres Problem: 58 Prozent der sehr jungen Gruppe der Enthusiast:innen stufen sich als moderat oder stark einsam ein. Bereits im Vorjahr hat die Bertelsmann Stiftung nachgewiesen, dass junge Menschen besonders häufig von Einsamkeit betroffen sind. Alarmierend ist zudem, dass in der Gruppe der »Gaming-Enthusiast:innen« auch antisemitische, sexistische und queerfeindliche Einstellungen deutlich häufiger verbreitet sind als im Durchschnitt aller Befragten. Diese ambivalenten Befunde machen laut Bertelsmann Stiftung weitere Forschung sowie Vergleiche zu anderen Online-Räumen erforderlich.

 

Quelle: Pressemeldung der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, 19. August 2025

Social Commerce. Wie Diensteanbieter, Unternehmen und Content-Creator:innen das Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflussen

Social Commerce

Kinder und Jugendliche verbringen immer früher immer mehr Zeit in Social-Media-Diensten. Werbetreibende Unternehmen haben längst erkannt: Wer die junge Zielgruppe erreichen will, muss seine Angebote dort platzieren. Strategisch wichtige Partner sind dabei die Content-Creator:innen auf TikTok, Instagram oder YouTube, die Werbebotschaften gezielt transportieren können. jugendschutz.net hat im Rahmen einer Recherche Beiträge von 35 Content-Creator:innen ausgewertet, die dokumentieren, wie die Inhalte Kinder und Jugendliche in ihrem Kaufverhalten beeinflussen können. Mehr über die Rechercheergebnisse unter https://www.jugendschutz.net/mediathek/artikel/report-social-commerce.

Quelle: Meldung jugendschutz.net, Mainz, 29. Juli 2025

Viele junge Menschen werden benachteiligt, ausgegrenzt oder diskriminiert

DJI Impulse 2-25

Das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ist im deutschen Grundgesetz verankert. Dennoch werden viele Kinder und Jugendliche im Alltag beispielsweise aufgrund ihrer ethnischen Wurzeln oder ihres Geschlechts diskriminiert, aufgrund einer Behinderung ausgegrenzt oder aufgrund ihrer sozialen Herkunft benachteiligt. Die Auswirkungen solcher Erfahrungen sind tiefgreifend. Sie beeinflussen nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern auch die Entwicklungsmöglichkeiten und Lebenschancen junger Menschen nachhaltig.
Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und wachsender Vielfalt beleuchtet die Ausgabe 2/2025 unterschiedliche Facetten von Benachteiligung, Ausgrenzung und Diskriminierung von jungen Menschen. DJI-Wissenschaftler:innen und Gastautor:innen beschreiben in ihren Beiträgen Ausmaß, Ursachen und Folgen – und zeigen auf Basis aktueller Forschungsdaten mögliche Lösungs­ansätze auf, wie mehr Chancengerechtigkeit erreicht werden könnte. 
DigitalGesamtausgabe DJI Impulse 2/2025 „Aufwachsen in Vielfalt“ (kostenloser Download)

 

Quelle: Meldung des Deutschen Jugendinstitutes (DJI), München, 30. Juli 2025

Starker Start ins Schuljahr

Eltern erhalten digitale Tipps zur Medienerziehung

Zum Schuljahresbeginn unterstützt die Medienanstalt Hessen gemeinsam mit dem Kinderschutzbund Landesverband Hessen e.V. Eltern in ihrer Rolle als Medienbegleiter ihrer Kinder. Mit dem digitalen Elternbrief »Medienwissen für Eltern« erhalten sie praxisnahe Tipps für einen sicheren und altersgerechten Umgang mit digitalen Medien.
Der Elternbrief richtet sich an alle Familien hessischer Grundschulkinder. Schulen im gesamten Bundesland erhalten das digitale Informationsschreiben, um es an die Eltern weitergeben zu können. Neben allgemeinen Hinweisen zur Mediennutzung finden sich darin auch konkrete Tipps zum Kinderschutz im digitalen Raum – vom Umgang mit problematischen Inhalten bis hin zu sicheren Voreinstellungen auf den Geräten. Darüber hinaus informiert der Elternbrief über verschiedene medienpädagogische Angebote, etwa die interaktive Veranstaltungsreihe »Digitaler Familientalk« und die Lernplattform »Internet-ABC«. Mit dem digitalen Elternbrief setzen die Partner ein starkes Zeichen für mehr Medienkompetenz und digitalen Kinderschutz. Der niedrigschwellige Zugang zu verlässlichen Informationen hilft Eltern dabei, ihre Kinder sicher durch die digitale Welt zu begleiten – von Anfang an.

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Medienanstalt Hessen und des Kinderschutzbundes Landesverband Hessen e.V., Kassel, 21. August 2025

Cannabis – zwischen Lebenswelt, Gesetz und Prävention

proJugend 2/2025

projugend 2-25

Seit dem vergangenen Jahr gilt in Deutschland ein neues Gesetz zum Cannabiskonsum für Erwachsene. Diese gesetzliche Neuregelung bringt einige Veränderungen mit sich, nicht nur für Erwachsene. In Bereichen wie Jugendschutz, Prävention, medizinische Versorgung und Sozialarbeit stellen sich neue Herausforderungen und Fragestellungen.
Die Ausgabe beleuchtet erste Entwicklungen und Erfahrungen aus verschiedenen Fachperspektiven: Dr. Jens Kalke stellt internationale Präventionsmodelle vor, Sarah Bergholz erklärt die rechtlichen Grundlagen, und Ludwig Binder beschreibt Auswirkungen auf die Jugendsuchtberatung. Dr. Nora Weller und Kolleg:innen analysieren medizinische Aspekte, während Stella Vieth die Wirkung von Cannabis bei ADHS sowie das Projekt »XCan« zur Suchttherapie vorstellt. Leila Wanner und Prof. Dr. Andreas Fraunhofer zeigen abschließend das Peer-Projekt »CannaPeer« zur Cannabisprävention.
Ziel ist es, eine fundierte Zwischenbilanz zu ziehen und Impulse für die Praxis zu geben, denn das Thema bleibt auch künftig relevant.

 

Quelle: Meldung der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern, München, 24. Juli 2025

Games? Na sicher!

Neuer Elternratgeber hilft beim sicheren Umgang mit digitalen Spielen

Games

Digitale Spiele liegen im Trend und gehören ganz selbstverständlich zur Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen. Spiele bieten Unterhaltung für die ganze Familie und fördern zugleich Kreativität sowie soziale und kommunikative Fähigkeiten. Wie bei jedem anderen Medium gibt es jedoch auch hier Aspekte, auf die Eltern achten sollten, um ihren Kindern einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Spielen zu ermöglichen. Viele Eltern fühlen sich im Umgang mit digitalen Spielen unsicher und fragen sich, welche Inhalte geeignet sind, wie viel Spielzeit vertretbar ist und welche Risiken im Online-Bereich bestehen. Besonders Themen wie In-Game-Käufe, gewalthaltige Inhalte oder der Kontakt zu Fremden in Online-Spielen bereiten Sorge. Um Eltern in dieser komplexen Medienwelt besser zu unterstützen, hat die USK in Zusammenarbeit mit der Stiftung Digitale Spielekultur einen neuen Elternratgeber entwickelt. Er bietet praxisnahe Orientierung, Informationen und konkrete Tipps zum altersgerechten und kompetenten Umgang mit digitalen Spielen im Familienalltag.
Der »Elternratgeber digitale Spiele: Games? Na sicher!« steht als PDF zum Herunterladen unter www.usk.de/elternratgeber. Begleitend zum Elternratgeber bietet die USK anschauliche Erklärfilme, die zentrale Inhalte verständlich aufbereiten und Eltern ganz praktisch bei der Medienerziehung unterstützen. https://www.usk.de/erklaerfilme

 

Quelle: Pressemitteilung der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), Berlin, 20. August 2025

Prävention von sexualisierten Übergriffen durch Kinder und Jugendliche

Fachtagung der PsG.nrw am 25.9.2025 in Düsseldorf

Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt durch Kinder und Jugendliche stellen grundsätzlich einen pädagogischen Handlungsanlass dar, dem Fachkräfte und/oder Eltern zeitnah und zielgerichtet begegnen sollten.
Die Fachtagung bietet die Gelegenheit, aktuelle Forschungsergebnisse kennenzulernen und vielfältige Anregungen für die Präventions- und Interventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu erhalten. Weitere Themen sind sexuelle Bildung, Diagnostik und Therapie übergriffiger Kinder und strafrechtlich relevante Aspekte im Themenfeld. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der freien Kinder- und Jugendhilfe, die sich mit den komplexen Herausforderungen der Prävention von und Intervention bei sexualisierten Übergriffen durch Kinder und Jugendliche auseinandersetzen möchten. Die Fachtagung findet am 25.9. von 9:00 bis 16:30 Uhr in Düsseldorf statt.
Hier finden Sie das vollständige Programm, den Flyer sowie die Möglichkeit zur Anmeldung!

 

Quelle: Meldung der PsG.nrw - Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt, Köln, 08. Juli 2025

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis

KJug 2-25

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis will

  • als Jugendschutz-Fachzeitschrift aktuelle und grundsätzliche Themen aufgreifen
  • wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen verbreiten
  • Themen mittels wissenschaftlich-praktischer Beiträge aufbereiten
  • einen Beitrag zum interdisziplinären Austausch leisten
  • Argumentationshilfen anbieten
  • Meinungsbildungsprozesse aus der Sicht des Kinder- und Jugendschutzes initiieren, begleiten und beeinflussen
  • deutlich machen, dass Kinder- und Jugendschutz Fachaufgabe und Querschnittsaufgabe in der Kinder- und Jugendhilfe und der
    Kindheits- und Jugendforschung ist.
  • den Kinder- und Jugendschutz gesellschaftspolitisch stärken

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis richtet sich an
Fachkräfte der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in Jugendämtern, Fachorganisationen der Kinder- und Jugendhilfe und der öffentlichen und freien Träger der Wohlfahrtspflege auf Bundes- und Länderebene, Hochschullehrerinnen und -lehrer und Studierende sowie politische Mandatsträger auf Landes- und Bundesebene.

KJug ist die Fachzeitschrift zum Kinder- und Jugendschutz. KJug erscheint bereits seit 1955 und wird vierteljährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) herausgegeben, die damit einen Beitrag zum interdisziplinären Austausch leisten will. Die Handlungsfelder des heutigen Kinder- und Jugendschutzes sind vielfältig und reichen von Gewalt gegen Mädchen und Jungen und Missbrauch, über den Medienkonsum, Suchtgefährdungen, Jugenddelinquenz u.v.m.

Themen der aktuellen Ausgaben sind:

  • »Von Pillen, Vapes & Co.« - Konsumtrends bei Jugendlichen
  • Prävention inklusiv!
  • Jugend(Medien)Schutz im KI-Zeitalter
  • Ganztag als Präventionsraum

KJug Online
Alle Ausgaben und Informationen zum Bezug finden sich unter KJug-Online → www.kjug-zeitschrift.de  

 

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, August 2025

Publikationen

Dossier 1/2026 »Jugendmedienschutz in Leichter Sprache«

Dossier 1/2026 »Jugendmedienschutz in Leichter Sprache«

aktualisierte Neuauflage 2026

Im Fokus des aktualisierten Dossiers stehen die Regelungen des Jugendmedienschutzes in Deutschland. Diese werden in Leichter Sprache erläutert und visualisiert und richten sich an Fachkräfte ...
KJug 1-2026 Titelblatt

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 1/2026

Im vergangenen Jahr blickte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. auf das Erscheinen der Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im 70. J ...
Titelblatt Flyer Praxisleitfaden

Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg

Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen (Flyer)

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) eröffnet Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit über das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg die Möglichkeit, auch jugendschutzrel ...
Titelblatt KJug 4-2025

Radikalisierung & Extremismus-Prävention

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 4/2025

Islamismus und Salafismus stellen – wie auch andere extremistische Ideologien – eine Gefährdung für vulnerable junge Menschen dar. Für Schule und Jugendhilfe stellen sich da ...

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