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Newsletter

JUGENDSCHUTZ-Newsletter Nr. 6

Guten Tag,

Der Entwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes (1. KJHSRG) sorgt derzeit für intensive Diskussionen in den Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe. Stellungnahmen der BAJ und der AGJ unterstreichen den bestehenden Handlungsbedarf. Impulse zur Frage der Altersgrenzen bei der Nutzung von Social-Media-Angeboten liefert die Bestandsaufnahme der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt. Ergänzt wird der Newsletter durch Hinweise auf aktuelle Studien, Broschüren und Veranstaltungen. Eine anregende und informative Lektüre wünscht das Team des JUGENDSCHUTZ-Newsletters.

Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG

Der Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG) (Stand: 23.03.2026) aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) liegt vor.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. hat hierzu am 15. April Stellung genommen. Im Fokus der Stellungnahme stehen der §14 erzieherischer Kinder- und Jugendschutz und der Artikel 7 (Änderung des Jugendschutzgesetzes).
Die Stellungnahme findet sich unter Stellungnahmen

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 23. April 2026

Weichenstellung durch SGB VIII-Reform: nicht auf übersteigerte Erwartungen zusteuern, sondern wirksam Unterstützungszugänge eröffnen

Stellungnahme der AGJ zum Referatsentwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes (1. KJHSRG)

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ stellt fest, dass der Referatsentwurf des Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (Erstes Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz – 1. KJHSRG / RefE) den wichtigen und lang erwarteten Reformschritt zur inklusiven Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, aber auch neue Änderungsvorschläge mit der Zielstellung des Erhalts eines zukunfts- und handlungsfähigen Sozialstaates enthält. Beide Anliegen sind gewichtig. Ihre Verwirklichung bedarf jedoch einer realistischen Einschätzung.
Im Ringen um einen funktionierenden Sozialstaat sind die Rechte junger Menschen und ihrer Familien nicht als unvereinbarer Widerspruch einzuordnen, sondern – gerade auch in Anbetracht der demografischen Veränderungen und Krisen – als Stärke zu bewerten. Die Kinder- und Jugendhilfe ist die rechtebasierte Absicherung des gesellschaftlich getragenen sozialstaatlichen Unterbaus für ein gutes Aufwachsen der nachrückenden Generationen. Die AGJ bietet im weiteren Diskurs ihre fachliche Expertise an, die aus der Bündelung des Diskurses innerhalb der Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe entsteht.
Weitere Informationen unter agj.de: SGB-VIII-Reform: AGJ bei Anhörung im BMBFSFJ zum 1. KJHSRG

 

Quelle: Meldung der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ, Berlin, 16. April 2026

Bestandsaufnahme der Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt vorgelegt

Die unabhängige Expertenkommission »Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt« hat ihre umfassende Bestandsaufnahme veröffentlicht. Sie bildet die evidenzbasierte Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen, die derzeit erarbeitet und Ende Juni 2026 vorgelegt werden sollen. In der  Bestandsaufnahme werden zentrale Aspekte des Kinder- und Jugendschutzes in der digitalen Welt analysiert. Im Fokus stehen die digitalen Lebenswelten und Gefährdungslagen von Kindern und Jugendlichen, Teilhabepotentiale neuer Technologien, bestehende Strukturen der Medienbildung und Prävention sowie der rechtliche Rahmen einschließlich seiner praktischen Durchsetzung.
Zentrale Erkenntnisse der Bestandsaufnahme
Digitale Lebenswelten: Chancen und Risiken eng verknüpft: Digitale Medien sind fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Smartphones bilden den zentralen Zugang zu Kommunikation, Information, Unterhaltung und zunehmend auch zu Anwendungen Künstlicher Intelligenz. Die Bestandsaufnahme zeigt, dass Risiken vielfältig und häufig miteinander verschränkt sind. Dazu zählen insbesondere:

  • Interaktionsrisiken wie Cybermobbing, Hate Speech oder Kostenfallen
  • sexualisierte Gewalt im digitalen Raum, etwa durch Cybergrooming oder KI-generierte Inhalte
  • manipulative Plattformmechaniken (»Dark Patterns«), die gezielt zu exzessiver Nutzung und Datenpreisgabe verleiten
  • neue Risiken durch KI-Systeme, etwa durch Deepfakes, Desinformation oder simulierte soziale Interaktion

Gleichzeitig bieten digitale Räume und neue Technologien erhebliche Chancen – etwa für gesellschaftliche Teilhabe, Identitätsentwicklung und individualisiertes Lernen. Ziel ist eine geschützte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.
Medienbildung und Prävention: Vielfältig, aber nicht flächendeckend: Medienbildung findet in Deutschland in unterschiedlichen Kontexten statt – in Familien, Kitas, Schulen und außerschulischen Angeboten. Diese Vielfalt ist grundsätzlich eine Stärke. Gleichzeitig zeigt die Bestandsaufnahme deutliche strukturelle Defizite:

  • Angebote sind nicht flächendeckend und häufig nicht verbindlich
  • die Qualität variiert je nach Bundesland, Einrichtung und einzelnen Fachkräften
  • Unterstützungssysteme für Eltern und Fachkräfte sind fragmentiert
  • insbesondere die frühe Kindheit wird bislang zu wenig systematisch berücksichtigt

Die Kommission unterstreicht, dass Medienkompetenz eine Schlüsselrolle spielt und systematisch gestärkt werden muss.
Rechtlicher Rahmen: Umfassend, aber mit Umsetzungsdefiziten: Der Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum ist durch zahlreiche Regelwerke auf europäischer und nationaler Ebene geprägt, insbesondere durch den Digital Services Act (DSA) sowie ergänzende nationale Gesetze wie das Jugendschutzgesetz und den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Als zentrale Herausforderung benennt die Bestandsaufnahme auch Defizite in der Umsetzung. Besonders kritisch bewertet werden:

  • unzureichende Altersabsicherung
  • begrenzte Effektivität bestehender Kontroll- und Durchsetzungsmechanismen

Ungleichheiten und neue Dynamiken im Blick behalten: Die Bestandsaufnahme zeigt zudem, dass Risiken nicht alle Kinder gleichermaßen betreffen. Faktoren wie Alter, soziale Lage oder psychische Belastungen beeinflussen die Verwundbarkeit erheblich. Hinzu kommen dynamische Entwicklungen durch neue Technologien, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, deren Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche bislang noch unzureichend erforscht sind.
Nächste Schritte: Handlungsempfehlungen folgen im Juni: Die Kommission hat bewusst darauf verzichtet, in der Bestandsaufnahme bereits konkrete Empfehlungen vorzulegen. Ziel ist es, zunächst eine gemeinsame, wissenschaftlich fundierte Grundlage zu schaffen. Auf dieser Basis erarbeitet die Kommission derzeit konkrete Handlungsempfehlungen, die Ende Juni 2026 vorgestellt werden. Die Kommission legt Mitte September ihren Abschlussbericht vor.
Die im September 2025 eingesetzte Expertenkommission arbeitet unabhängig und evidenzbasiert. Die Bestandsaufnahme markiert den ersten zentralen Meilenstein ihrer Arbeit und bildet die Grundlage für eine umfassende, zukunftsorientierte Strategie zum Schutz und zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt.
Weitere Informationen unter: Expertenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt - BMBFSFJ

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums, Berlin, 20. April 2026

»Eine differenzierte, fachlich fundierte Praxis im Kinderschutz«

Missbrauchsbeauftragte und Beauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte in NRW besuchen die PsG

PSG

Im Rahmen ihrer Ländertour besuchte die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM) Kerstin Claus am 22. April die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW (PsG.nrw). Begleitet wurde sie dabei von Petra Ladenburger, der neuen Beauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte des Landes NRW. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, was gelingende Prävention braucht und wie regionale, landes- und bundesweite Angebote bestmöglich Hand in Hand gehen. Der Besuch bot Gelegenheit, gemeinsam auf die Kinderschutzstrukturen in NRW zu blicken und zentrale Aufgaben und Herausforderungen sowie erfolgreiche Ansätze zu identifizieren.
Kerstin Claus: »Ich freue mich sehr, dass ich auf meiner Länderreise in Nordrhein-Westfalen auch die Landesfachstelle Prävention besuchen konnte. Das Land hat 2020 als erstes Bundesland eine Landesfachstelle zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen eingerichtet und damit sehr praxisnah den Schutz von Minderjährigen nachhaltig gestärkt. Für mich wurde durch den Besuch noch einmal sehr anschaulich, wie wirksamer Kinderschutz gelingen kann: Über die Bündelung und Weitergabe von Wissen, eine flächendeckende Qualitätsentwicklung und die Vernetzung bereits existierender, landesweiter Angebote. Es ist gut und wichtig, dass Prävention hier sehr umfassend verstanden und systematisch gestärkt wird. Von der Begleitung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten über die Vermittlung von Anlaufstellen in Krisenfällen bis hin zu praxisnahen Informations- und Fortbildungsangeboten. Genau diese Breite und gleichzeitige Praxisnähe schaffen Orientierung und Handlungssicherheit. In Zeiten, in denen Kinderschutz zunehmend von ideologisch motivierten, fachfremden Akteur:innen instrumentalisiert wird, braucht es eine differenzierte, fachlich fundierte Praxis, die schützt, ohne zu vereinfachen oder Risiken einseitig zu verzerren.«
Petra Ladenburger: »Die Landesfachstelle leistet einen zentralen Beitrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt. Sie stärkt dabei nicht nur die bestehenden Strukturen und bündelt Wissen für Akteurinnen und Akteure, sondern bietet auch wertvolle Unterstützung in der Qualitätsentwicklung und Vernetzung. Es gibt sehr viel Expertise in Nordrhein-Westfalen, jedoch noch nicht flächendeckend. Deswegen kommt den fünf Regionalstellen eine besondere Bedeutung zu. Sie sind wichtige Ansprechstellen für Fachkräfte und freie Träger vor Ort in den fünf Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster und helfen bei der Prävention, Fortbildung und Vernetzung.«
Im Gespräch wurden insbesondere die Bedeutung von Schutzkonzepten in Einrichtungen, die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Prävention und Intervention sowie die Herausforderungen im digitalen Raum thematisiert. Die Landesfachstelle, die seit 2020 bei der seit über 70 Jahren in Nordrhein-Westfalen bestehenden Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS NRW) angesiedelt ist, brachte ihre Erfahrungen aus der landesweiten Fachpraxis ein und unterstrich die Notwendigkeit, Prävention und Intervention stets gemeinsam zu denken.

 

Quelle: Meldung der Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW, Köln, 23. April 2026

Unterstützung für Lehrende bei der Medienbildung für digitale Demokratieförderung im Spannungsfeld von Online-Risiken

FSM

Die FSM e.V. und mediale pfade e.V. starten gemeinsam das Projekt »Update Medienkompetenz - Lehrende fitmachen gegen Desinformation, Extremismus und Hate Speech«. Ziel ist es, Lehr- und pädagogische Fachkräfte bei der Medienbildung zu den Themen digitale Demokratieförderung, Desinformation, Hate Speech, Radikalisierung online sowie den Auswirkungen von KI, aktuellen digitalen Trends und Medienphänomenen zu unterstützen.
Junge Menschen nutzen überwiegend Social Media, Messenger, Videoplattformen und KI-Tools, um sich über Nachrichten, Politik oder das aktuelle Weltgeschehen zu informieren. Dabei stoßen sie auch auf Desinformation, Hate Speech und extremistische Inhalte. Lehr- und Fachkräfte stehen vor der Herausforderung, mit dieser Dynamik Schritt zu halten und ihre Schüler:innen kompetent zu begleiten.
Hier setzt »Update Medienkompetenz« an: Das Projekt verbindet bestehendes Wissen mit zeitgemäßen Fortbildungs- und Verbreitungsformaten und schafft so niedrigschwellige Zugangswege sowie praktische Einsatzmöglichkeiten, die Lehrkräfte gezielt in der Medienbildung stärken. Das neue Projekt baut maßgeblich auf den langjährigen Aktivitäten bei Medien in die Schule - Materialien für den Unterricht sowie weitklick - Das Netzwerk für digitale Medien- und Meinungsbildung auf und ergänzt das Angebot der beiden etablierten Plattformen.
»Update Medienkompetenz« wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.

Weitere Informationen
 

Quelle: Pressemeldung der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM), Berlin, 20. April 2026

Dunkelfeldstudie in NRW: Jugendkriminalität und familiäre Gewalt bleiben erhöht

ECONCover

Eine Dunkelfeldstudie der Universität zu Köln liefert neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Jugenddelinquenz in Nordrhein-Westfalen: Jugendliche berichteten 2025 etwas seltener von Eigentums- und Gewaltdelikten als im Vorjahr. Dennoch bleibt das Niveau im längerfristigen Vergleich weiterhin erhöht. Zudem verweisen die Ergebnisse auf eine anhaltend hohe familiäre Gewalt und psychische Belastungen.
Unter der Leitung von Professor Dr. Clemens Kroneberg wurden im Herbst und Winter 2025 über 4.400 Schüler:innen der siebten und achten Klassen an weiterführenden Schulen in drei Städten des Ruhrgebiets befragt. Drei von zehn befragten Jugendlichen gaben an, in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Straftat begangen zu haben. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um rund vier Prozentpunkte beziehungsweise zehn Prozent; im längerfristigen Vergleich zur Erhebung 2013 bleiben die Werte – insbesondere bei Gewaltdelikten – jedoch deutlich erhöht.
Die Studie ergänzt die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) um das sogenannte Dunkelfeld. Während die PKS ausschließlich polizeilich registrierte Straftaten erfasst, basieren Dunkelfeldbefragungen auf Selbstangaben Jugendlicher zu eigenen Delinquenz- und Gewalterfahrungen. Beide Perspektiven ermöglichen gemeinsam eine differenziertere Einordnung der Entwicklung von Jugendkriminalität.
Die Dunkelfeldstudie, finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), untersucht auch verschiedene Einflussfaktoren für Delinquenz. »Ein Grund zur Sorge«, so Clemens Kroneberg, »bleibt die weiterhin hohe Zahl an Jugendlichen, die Gewalt durch ihre Eltern erleben.« Einer von fünf befragten Jugendlichen gab an, im letzten Jahr Elterngewalt erlebt zu haben. Darüber hinaus fühlten sich wie schon im Vorjahr zwischen 20 und 30 Prozent der Jugendlichen stark psychisch belastet.
Im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2013 ist zudem die selbst eingeschätzte Selbstkontrolle niedriger und die moralische Ablehnung von Regelverstößen schwächer ausgeprägt. Auch nehmen Jugendliche ein geringeres Risiko wahr, bei Straftaten entdeckt zu werden. Vor diesem Hintergrund betont Clemens Kroneberg: »Dunkelfeldstudien machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt. Insbesondere im Bereich der Prävention von familiärer Gewalt, der Förderung sozialer sowie emotionaler Kompetenzen der Jugendlichen und des Regelbewusstseins im Schulkontext ist weiterhin großer Einsatz gefordert.«

 

Quelle: Meldung der Universität zu Köln, Exzellenzcluster ECONtribute, Bonn, 20. April 2026

Kartenset »Basics Sexuelle Bildung«

Das im Februar erschienene Kartenset für pädagogische Teams ist aufgrund großer Nachfrage erneut aufgelegt worden. Das Kartenset wurde im Rahmen des Projekts Sexuelle Bildung der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. entwickelt. Ziel des Projektes ist es, Mitarbeitende aus der Kinder- und Jugendarbeit zu qualifizieren, damit sie Kinder und Jugendliche in der Entwicklung ihrer sexuellen Identität kompetent begleiten können. Gleichzeitig soll Sexuelle Bildung als ergänzender Bestandteil zur Prävention sexualisierter Gewalt nachhaltig verankert werden.
Das Kartenset »Basics Sexuelle Bildung« bündelt zentrale Inhalte des Projekts: Es vermittelt Grundlagen wie Definitionen, Sensibilisierung, sexuelle Entwicklung und Haltung und bietet darüber hinaus praxisnahe Vertiefungen zu Themen wie Vielfalt, Kultursensibilität oder Medien. Es unterstützt pädagogische Teams in der Kinder- und Jugendarbeit dabei, sich selbstständig und flexibel mit Sexueller Bildung auseinanderzusetzen.
»Basics Sexuelle Bildung« bietet neben einem Begleitheft mit Einführung vier Kategorien von Karten:

  • Methode: Anleitungen für sexualpädagogische Methoden zur gemeinsamen Durchführung im Team.
  • Reflexion: Fragen und Übungen zur persönlichen und kollektiven Reflexion.
  • Praxis: Fallbeispiele zur kollegialen Beratung und Materialtipps.
  • Wissen: Fachliche Grundlagen, Hintergründe und Faktenwissen.

Jede Karte ist ein kleiner Baustein für die Sexuelle Bildung vor Ort und damit ein Beitrag zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Kartenset sowie das Begleitheft stehen in einer digitalen Version kostenfrei zum Download zur Verfügung: https://www.thema-jugend.de/publikationen/sonstige-arbeitshilfen-und-buecher/kartenset-sexuelle-bildung

 

Quelle: Pressemitteilung der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz NRW e.V., Münster, 23. April 2026

Künstliche Intelligenz in der Jugendarbeit zum Thema machen

Eine Handreichung für die medienpädagogische Praxis

JFF Publikation

Die gesellschaftlichen Veränderungen durch Künstliche Intelligenz erreichen auch die Jugendarbeit. Chatbots und generative Bild-KIs werden von Jugendlichen und Fachkräften genutzt, etwa für Bewerbungen, Informationssuche oder das Schreiben von Texten. Damit stellen sich verschiedene Fragen: Wie kann KI sinnvoll in Angebote der Jugendarbeit eingebunden werden? Welche rechtlichen Fragen sind zu beachten? Und wie können junge Menschen zu einem kompetenten Umgang mit KI befähigt werden?
Die Handreichung Künstliche Intelligenz in der Jugendarbeit bietet hierzu praxisnahe Unterstützung. Sie gibt einen verständlichen Überblick über aktuelle Entwicklungen, beleuchtet medienpädagogische und rechtliche Grundlagen und zeigt, wie junge Menschen im Umgang mit KI begleitet werden können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf konkreten Methoden für die Praxis: Grundlage der Methoden ist der KI-gestützte Spiele-Editor ChatGameLab, mit dem junge Menschen sehr niederschwellig selbst Text-Adventures und passende Bilder für ganz unterschiedliche Szenarien erzeugen können. ChatGameLab bietet die Möglichkeit, selbst zu programmieren, fantasiereiche Szenarien umzusetzen und über KI und ihre Nutzung ins Gespräch zu kommen. Dafür sind in der Handreichung verschiedene Methoden aufbereitet. Die Handreichung unterstützt Fachkräfte dabei, KI reflektiert und kreativ in ihre Arbeit einzubinden und junge Menschen fit für den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu machen.
Online unter: Künstliche Intelligenz in der Jugendarbeit – Eine Handreichung für die medienpädagogische Praxis

 

Quelle: Meldung des JFF vom 16. April 2026 (aufgerufen am 04.05.2026)

Aktuelle Drogenkonsum-Trends und Suchtverhalten in Deutschland

Jahrbuch

Das »DHS Jahrbuch SUCHT 2026«, herausgegeben von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS), berichtet über aktuelle Entwicklungen und Trends zum Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis, illegalen Drogen sowie zu Medikamentenabhängigkeit und Suchtverhalten in Deutschland. Es liefert wissenschaftsbasierte Zahlen, Daten und Fakten, fundierte Analysen und gibt Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft.
Das DHS Jahrbuch SUCHT 2026 ist online als frei zugängliche Open Access Publikation auf dhs.de verfügbar. Zusätzlich liegt das jährlich erscheinende Standardwerk in Buchform im Pabst Verlag vor (kostenpflichtig). Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick finden sich unter 2026-04-16_PM_Jahrbuch_Sucht_2026.pdf.

 

Quelle: Meldung der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Hamm/Berlin, 16. April 2026

Onlife. Pädagogische Herausforderungen in einer vernetzen Welt

Jahrestagung der Aktion Jugendschutz am 2. Juli 2026 Stuttgart

Broschüre

Medien sind essentielle Begleiter und Verstärker von kindlichen und jugendlichen Entwicklungsprozessen. Digitale Angebote verändern sich rasant. Rechtliche, soziale und politische Rahmenbedingungen können mit dieser Dynamik oft nicht Schritt halten. Vor diesem Hintergrund wird schnell der Ruf nach Verboten laut. Doch allein auf Beschränkungen zu setzen, reicht nicht aus. Entscheidend ist, junge Menschen zu stärken, damit sie in ihrer digitalen Existenz handlungsfähig bleiben.
Im Rahmen der Tagung werden die komplexen gesellschaftlichen Bedingungen und Verflechtungen, die heutiges Aufwachsen prägen, fokussiert. Orientierungspunkte und Ansätze für die medienpädagogische Arbeit können so identifiziert werden. Sie sind zu prüfen und im Hinblick auf neue Herausforderungen weiterzuentwickeln. Ziel ist es, den Kinder- und Jugendmedienschutz zukunftsfähig zu gestalten.

Weitere Informationen unter https://www.ajs-bw.de/media/files/ajs_jt_2026.pdf

 

Quelle: Meldung der Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg, Stuttgart, 23. April 2026

Publikationen

KJug 1-2026 Titelblatt

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 1/2026

Im vergangenen Jahr blickte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. auf das Erscheinen der Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im 70. J ...
Titelblatt Flyer Praxisleitfaden

Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg

Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen (Flyer)

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) eröffnet Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit über das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg die Möglichkeit, auch jugendschutzrel ...
Titelblatt KJug 4-2025

Radikalisierung & Extremismus-Prävention

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 4/2025

Islamismus und Salafismus stellen – wie auch andere extremistische Ideologien – eine Gefährdung für vulnerable junge Menschen dar. Für Schule und Jugendhilfe stellen sich da ...
Titelblatt Dossier Kinder aus suchtbelasteten Familien

Dossier 1/2025 - Kinder aus suchtbelasteten Familien

Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen besondere Unterstützung

In Deutschland wächst schätzungsweise jedes fünfte Kind in einer Familie auf, in der eine elterliche Suchterkrankungen vorherrscht. COAs (Children of Addicts) erleben oft eine versteckt ...

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