21.04.2026
Digitaler Austausch zum KCanG: Fachdialog zu EKOCAN und Frühintervention
Am 17. April 2026 hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) einen digitalen Fachaustausch zum Konsumcannabisgesetz (KCanG) durchgeführt. Im Mittelpunkt standen der zweite Zwischenbericht des Forschungsprojekts EKOCAN sowie die Arbeitshilfe der BAG Landesjugendämter zur Frühintervention nach § 7 KCanG. Organisiert und fachlich begleitet wurde die Veranstaltung von Maja Wegener für die BAJ und Nadja Gaßmann vom LWL-Landesjugendamt Westfalen-Lippe.
An der Veranstaltung nahmen Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe, Suchthilfe, Polizei und verschiedenen Fachorganisationen teil. Im Austausch wurde deutlich, wie groß der Bedarf an fachübergreifender Zusammenarbeit bei der Umsetzung des KCanG ist. Diskutiert wurden insbesondere erste Erfahrungen mit § 7 KCanG, die regionale Wahrnehmung des Gesetzes sowie die Frage, wie der erzieherische Kinder- und Jugendschutz noch enger mit Fachstellen vor Ort zusammenarbeiten kann.
Deutlich wurde zudem, dass Themen wie Cannabis, Vapes und Medikamentenmissbrauch nicht isoliert betrachtet werden dürfen. Wirksamer Kinder- und Jugendschutz braucht verlässliche Orte, qualifizierte Fachkräfte und tragfähige Kooperationen, um junge Menschen, Eltern und Fachkräfte mit passenden Informationen und Hilfen zu erreichen.