07.01.2026
Pressemitteilung
Islamistische Radikalisierung junger Menschen: Prävention als zentrale Aufgabe von Schule und Jugendhilfe
KJug 4-2025
Islamismus und Salafismus stellen – ebenso wie andere extremistische Ideologien – eine ernsthafte Gefährdung für vulnerable junge Menschen dar. Damit wachsen die Herausforderungen für Schule und Jugendhilfe, die zunehmend gefordert sind, präventiv zu handeln und Radikalisierungsprozesse frühzeitig zu erkennen.
Radikalisierung verläuft vielschichtig und ist durch unterschiedliche soziale, persönliche und mediale Faktoren begründet. Insbesondere über das Internet und soziale Netzwerke kommen Jugendliche heute schnell und niedrigschwellig mit islamistischem und salafistischem Gedankengut in Kontakt. Mediale Inszenierungen und vereinfachende Deutungsangebote können dabei eine besondere Anziehungskraft entfalten.
Vor diesem Hintergrund sind pädagogische Strategien gefragt, die sowohl vorbeugend wirken als auch Unterstützung für junge Menschen bieten, die Anzeichen einer Radikalisierung zeigen. Präventions- und Interventionsangebote müssen praxisnah ansetzen, die Ursachen und Ausdrucksformen von Radikalisierungsprozessen reflektieren und das Ziel verfolgen, aufzuklären und zu sensibilisieren. Nur so lassen sich entsprechende Entwicklungen frühzeitig wahrnehmen und junge Menschen wirksam vor extremistischer Beeinflussung schützen.
Auf diese Herausforderungen und den weiterhin hohen Forschungsbedarf zur Prävention jeglicher Radikalisierung bei Jugendlichen weisen die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin. Die Fachzeitschrift leistet damit einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit einem zentralen Thema.