Newsletter

Jugendschutz Newsletter Nr. 12 vom 25.08.2021

im aktuellen Newsletter finden Sie wie gewohnt Nachrichten und Rechercheergebnisse der letzten Wochen zu den unterschiedlichsten Handlungsfeldern des Kinder- und Jugendschutzes. Die Nachrichten geben nicht unbedingt die Meinung der BAJ wieder. Sie sind Ergebnisse redaktioneller Auswahl, Bearbeitung und Recherche und geben einen Überblick über wichtige Ereignisse und Entwicklungen mit Bedeutung für den Kinder- und Jugendschutz.

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Studien zeigen bislang wenig beachtete Folgen der Pandemie für Jugendliche

Diskussionen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Jugendliche haben oft Bildungsthemen, psychische Belastungen oder Feiern und Party machen im Blick. Zentrale Fragen nach Verselbstständigung, Beteiligungsformen oder Freiräumen im Alltag blieben bisher weitgehend außen vor. Die aktuelle Publikation »Jugend ermöglichen – auch unter Bedingungen des Pandemieschutzes« des Deutschen Jugendinstituts (DJI) trägt nun dazu bei, das bisher gezeichnete Bild über Lebenslagen und Alltag junger Menschen zu erweitern. Auch zeigt sie auf, wie die Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe mit den teils radikal veränderten Rahmenbedingungen während der Pandemie umgegangen sind. 

Studien zeigen auch positive Folgen der Pandemie: In zehn Studien beleuchten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die soziale und gesellschaftliche Bedeutung der Corona-Pandemie für Jugendliche. Dabei werden nicht nur krisenhafte, sondern auch mögliche positive Folgen, wie etwa die Weiterentwicklung einer digitalen Jugendarbeit, betrachtet.
Neben den Auswirkungen auf Jugendliche mit Behinderungen und queere junge Menschen untersuchen die Forschenden, wie Jugendliche und junge Erwachsene durch eigenes Engagement zur Bewältigung der Krise beitragen. Dr. Nora Gaupp und Dr. Anne Berngruber zeigen in ihrer Untersuchung etwa vielfältige Formen der Hilfe junger Menschen für andere auf. Die 12- bis 32-Jährigen leisteten besonders häufig Unterstützung, indem sie anderen zuhörten, bei technischen Fragen halfen oder Einkaufen gingen. Auch fanden sie selbst bei Belastungen Rückhalt in ihren sozialen Netzwerken. Auch die Folgen auf die Angebote und Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe werden analysiert und dargestellt. Hierbei erläutern die Autorinnen und Autoren, wie Angebote der Jugendhilfe im Strafverfahren, der Extremismusprävention oder die Allgemeinen Sozialen Dienste ihre Adressatinnen und Adressaten unter »Lockdown-Bedingungen« erreichten. 

Gewalttätige Ausschreitungen Jugendlicher lediglich Einzelfälle: Dr. Sabrina Hoops, Dr. Diana Willems, Annalena Yngborn und Bernd Holthusen befassten sich mit dem häufig diskutierten Thema Jugendgewalt in Pandemie-Zeiten. Sie kommen zum Ergebnis, dass sich problematisches Verhalten Jugendlicher verstärkt in öffentliche Räume verlagert hat und hierdurch in der Öffentlichkeit höhere Aufmerksamkeit erfährt. Junge Menschen müssen bei geschlossenen Bars, Diskotheken oder Jugendclubs auf öffentliche Räume ausweichen, was zu Konflikten sowohl zwischen unterschiedlichen Gruppen Jugendlicher als auch mit der Polizei führen kann. Ausschreitungen wie im Jahr 2020 in Frankfurt oder Stuttgart stellen Ausnahmen dar.

Studien werten Vielzahl an Datensätzen aus: Die Daten, die den Studien zugrunde liegen, reichen von einer Institutionenbefragung auf Basis einer Vollerhebung aller Jugendämter in Deutschland über eine Corona-spezifische Zusatzbefragung im Rahmen des DJI-Surveys »Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten« (AID:A), exemplarische Interviews mit Jugendlichen, Befragungen von Fachkräften bis hin zu Literaturübersichten.

Nora Gaupp, Bernd Holthusen, Björn Milbradt, Christian Lüders, Mike Seckinger (Hrsg.) Jugend ermöglichen – auch unter den Bedingungen des Pandemieschutzes, https://www.dji.de/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/detailansicht/article/studien-zeigen-bislang-wenig-beachtete-folgen-der-pandemie-fuer-jugendliche.html 

 

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Jugendinstituts (DJI), München, 10. August 2021

Das Recht junger Menschen auf Schutz vor Gewalt – Auftrag und Verantwortung des institutionellen Gefüges

Stellungnahme des Bundesjugendkuratoriums

BKJ

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) setzt sich in der aktuellen Stellungnahme mit der Frage der Verantwortungsübernahme aller Institutionen von Kindheit und Jugend zum Schutz junger Menschen vor Gewalt und der Relevanz institutioneller Schutzkonzepte auseinander.
Am 07. Mai 2021 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG) zugestimmt. Durch das KJSG wird die Kinder- und Jugendhilfe umfassend reformiert und modernisiert. Es setzt einen Meilenstein, der den Weg zu einem besseren und inklusiven Kinder- und Jugendschutz ebnet und die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit des gesamten institutionellen Gefüges des Aufwachsens erneut unterstreicht.
Das BJK fordert darüber hinaus eine gesetzliche Regulierung, die festlegt, dass alle Institutionen, in denen der Alltag von Kindern und Jugendlichen stattfindet oder in denen über diesen entschieden wird, über entsprechende Gewaltschutzkonzepte verfügen müssen. Das Recht auf Schutz vor physischer (körperlicher), psychischer (seelischer) und sexualisierter Gewalt bedeutet jedoch nicht nur Konzepte für den präventiven, intervenierenden oder aufarbeitenden Umgang mit von Gewalt bedrohten oder betroffenen jungen Menschen zur Verfügung zu stellen. Vielmehr sind der Schutzauftrag und die damit verbundenen Konzepte in der Praxis unter der Berücksichtigung der Förder- und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen auszugestalten. Im Sinne der Inklusion kommen institutionelle Schutzkonzepte nicht ohne die Berücksichtigung der Diversität junger Menschen und ihrer Schutzbedarfe aus. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, betont das BJK die Notwendigkeit intersektional und diskriminierungsfrei ausgestalteter Hilfsangebote sowie barrierefreie Zugänge zu Unterstützungsleistungen für junge Betroffene. Ebenso braucht es umfassende Weiterbildungsangebote für Fachkräfte und eine gesamtgesellschaftliche Sensibilisierung für die Thematik.
Die Stellungnahme steht auf www.bundesjugendkuratorium.de/stellungnahmen zum Download bereit.

 

Quelle: Pressemitteilung des Bundesjugendkuratoriums, München, 21. Juli 2021

www.hilfe-portal-missbrauch.de

Missbrauchsbeauftragter relauncht »Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch« – vereinfachte Suchfunktionen, neue Angebote und mehr Informationen

Hilfeportal

Unter dem Motto »Hilfe suchen, Hilfe finden« hat der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Missbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, am 09.08. das neue Hilfe-Portal www.hilfe-portal-missbrauch.de gestartet. Hier finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte einen schnellen Zugang zu Hilfe und Beratung. Auch Menschen, die sich Sorgen um ein Kind machen oder Fragen zum Thema haben, erhalten hier Unterstützung.

Portal lotst Nutzer/-innen deutschlandweit zu passenden Hilfeangeboten: Das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch lotst die Nutzer/-innen je nach Anliegen über eine deutschlandweite Datenbank zu passenden Unterstützungs- und Hilfeangeboten – beispielsweise zu spezialisierten Beratungsstellen, Krisendiensten, Psychotherapeut/-innen oder Anwält/-innen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich von Berater/-innen des Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch unter Tel. 0800 22 55 530 anonym telefonisch oder auch online beraten zu lassen: www.hilfe-telefon-missbrauch.de oder www.hilfe-telefon-missbrauch.online.
Das Hilfe-Telefon und die dazugehörige Online-Beratung stehen unter der Trägerschaft von N.I.N.A. e.V. (Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen). Die Berater/-innen am Hilfe-Telefon und in der Online-Beratung sind psychologisch und pädagogisch ausgebildete Fachkräfte, die die Ratsuchenden vertraulich und kostenfrei beraten und bereits seit vielen Jahren im Themenfeld des sexuellen Kindesmissbrauchs tätig sind.

Informationen und persönliche Geschichten erleichtern den Weg zur Hilfe: Was ist sexueller Missbrauch? Woran erkenne ich ihn? Wo kann ich Unterstützung finden? – Die neue Rubrik »Fragen und Antworten« bieten einen ersten Einstieg in das Thema. Wer noch nicht weiß, welches Hilfeangebot passen könnte, findet unter »Wissenswertes« einen Überblick zu den Themen Hilfe in Krisen, Beratung, Therapie, finanzielle Hilfen, Recht, Prävention und Selbsthilfe sowie zu organisierter, sexualisierter und ritueller Gewalt. In den »Geschichten, die Mut machen« berichten Betroffene und Helfende in Interviews von ihren persönlichen Erfahrungen. Sie sprechen darüber, was ihnen geholfen hat, wie sie anderen helfen – und natürlich, was ihnen Mut macht.
Der Relaunch wurde neben dem Team von N.I.N.A. begleitet von Expert/-innen und Praktiker/-innen aus Beratungsstellen, aus der Psychotherapie und dem Themenfeld Migration und Inklusion sowie vom Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten, der bei der Entwicklung uns Ausrichtung maßgeblich beteiligt war.

 

Quelle: Pressemeldung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Berlin, 09. August 2021

KJM veröffentlicht Studie zu Influencer-Werbung an Kindern

KJM

Die Werbeindustrie setzt zunehmend auf Influencer als Werbebotschafter. Influencer sind für viele Kinder Vorbilder und Bezugspunkte, die sie mitunter auch zu ihren Freunden zählen. Dabei werden Kinder und Jugendliche, die Influencern folgen, zwangsläufig auch mit Werbung konfrontiert. Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Wissenschaft und Forschung | Medien e. V. (ZWF/ Medien) im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM).
Wenn sich Influencer-Werbung gezielt auch an Kinder richtet, sind die Vorgaben des § 6 des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags einzuhalten. Danach sind insbesondere direkte Kaufappelle, die die Leichtgläubigkeit und Unerfahrenheit von Kindern ausnutzen, untersagt.

In der nun abgeschlossenen qualitativen Studie des Zentrums für Wissenschaft und Forschung | Medien e. V. konnten 43 unterschiedliche, zum Teil höchst problematische Werbeformen in der Influencer-Kommunikation an Kinder identifiziert werden. Die Autoren der Studie, Dr. Benjamin Bigl, Nadja Enke, Markus Schubert und Prof. Dr. Martin Welker, stellten fest, dass Influencer neben direkten auch sehr oft indirekte Kaufapelle nutzen.
So wird zum Beispiel suggestiv über Produkte kommuniziert, um – unter Ausnutzung der Vorbildwirkung – Kaufanreize bei den Kindern zu setzen. Häufig wurden die Kinder auch mit zeitlich limitierten Angeboten, Gewinnspielen oder Rabattcodes unter (Kauf-)Druck gesetzt. Als besonders bedenklich fielen Werbeformen auf, die Kinder zu Kaufhandlungen verleiten, damit sie Zutritt zu exklusiven Community-Netzwerken der Influencer erhalten.
Festgestellt wurde zudem, dass die Werbekompetenz und das Erkennen von Influencer-Werbung innerhalb der untersuchten Zielgruppe sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Kompetente Kinder, häufig in der Altersgruppe ab 10 Jahren, durchschauen die Strategien der Influencer besser als jüngere Kinder. Diesen fehlt oft das Verständnis für Werbetaktiken und die Zusammenarbeit von Influencern mit Unternehmen. Vor allem die von den Forschern als »Naive«, »Enthusiasten« und »Prosumer« klassifizierten Kinder benötigen hier besonderen Schutz. Auch Eltern gaben an, Informations- und Aufklärungsbedarf zu haben.
Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und Verantwortlicher innerhalb der KJM für das Thema »Kinder und Werbung«: »Die Studie werden wir zum Anlass nehmen, die aufgeführten Influencer-Kanäle genau anzuschauen und nach den Vorgaben des JMStV zu prüfen. Wir werden aber auch unsere medienpädagogischen Angebote für Kinder und Eltern ausbauen und unsere Handreichungen für die Influencer im Hinblick auf die Werbevorgaben des Jugendmedienschutzes anpassen.«
Für die Studie führten die Forscher Interviews mit 32 Kindern und ihren Eltern und sprachen mit Agenturen und Influencern zu ihren Werbestrategien. Zudem wurde eine typologisierende Inhaltsanalyse von Influencer-Beiträgen auf YouTube, TikTok, Twitch und Instagram durchgeführt.
Die gesamte Studie ist  hier abrufbar. Begleitend finden Sie  hier ein Video. 

 

Quelle: Pressemitteilung der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), Berlin, 16. August 2021

Neuer Podcast »klicksafe fragt...«

klicksafe

Kinder, Medien, Sicherheit – einmal im Monat stellt klicksafe im neuen Medienpodcast »klicksafe fragt…« eine Frage aus diesem Themenfeld. Der Podcast ergänzt das klicksafe-Angebot um ein Format, in dem komplexen Themen Raum gegeben wird, um sie ausführlich zu beleuchten. 
In der ersten Folge spricht klicksafe mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Norbert Neuß über Social-Media-Plattformen, die sich gezielt an Kinder richten.
>> Zum Podcast

 

 

Quelle: klicksafe-Newsletter Juli 2021, 29. Juli 2021

Zahl des Tages

Junge Erwachsene 2020

Wenn es um Zukunftsfragen wie Arbeit, Rente oder Klimaschutz geht, richtet sich der Blick verstärkt auf die junge Generation. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August 2021 mitteilt, waren von den 83,2 Millionen Menschen, die zum Jahresende 2020 in Deutschland lebten, 8,4 Millionen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Die ab Mitte der 1990er-Jahre geborenen, mitunter als »Generation Z« bezeichneten Menschen, haben damit einen Anteil von 10,1 % an der Gesamtbevölkerung.

 

Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis, Wiesbaden, 10. August 2021

Online-Glücksspiel – nahezu jeder fünfte Spielende zeigt problematisches Verhalten

BZgA-Angebote zur Prävention der Glücksspielsucht

BzGA

Zum 01. Juli 2021 ist der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten: Zukünftig können bundesweit Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben werden. In diesem Zusammenhang weist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihr Angebot zur Prävention von Glücksspielsucht hin. 
In Deutschland sind laut aktuellen Studiendaten der BZgA rund 430.000 Menschen von einem problematischen Glücksspielverhalten oder einer Glücksspielsucht betroffen. Junge männliche Erwachsene bis 25 Jahre sowie mit Migrationshintergrund oder einem eher niedrigen Einkommen gehören dabei zu den Risikogruppen.
Mit dem »Check dein Spiel«-Präventionsprogramm bietet die BZgA vielfältige Informationen auf www.check-dein-spiel.de und ein Beratungsangebot zum Thema Glücksspiel, um Menschen für die damit verbundenen Risiken zu sensibilisieren und der Entstehung einer Glücksspielsucht vorzubeugen.
Durch die Aufnahme in die internationalen Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-5 wurde pathologisches Glücksspiel offiziell als Krankheit anerkannt. Im DSM-5 wird das Krankheitsbild als »Gambling Disorder« – Glücksspielstörung – den Abhängigkeitserkrankungen zugeordnet. Kennzeichnend ist beispielsweise, dass Betroffene mit Glücksspielen vor Problemen oder anderen negativen Emotionen zu fliehen versuchen. Um ihren »Kick« zu bekommen, setzen Betroffene immer wieder mehr Geld ein, als ihnen zur Verfügung steht und jagen dann den Verlusten panisch hinterher. Häufig wird erfolglos versucht, das Spielverhalten zu kontrollieren, was meist zu starker Unruhe und Gereiztheit führt. Darüber hinaus versuchen Betroffene oft, die Problematik vor Bezugspersonen zu verheimlichen. Beziehungen oder der Arbeitsplatz werden gefährdet oder gehen im schlimmsten Fall verloren.

→ Verzockt - Informationen zur Spielsucht für Jugendliche. Informationsbroschüre für Jugendliche, verfügbar in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Russisch und Türkisch
→ Informationsmaterialien zum Download unter: www.bzga.de/infomaterialien/suchtvorbeugung/gluecksspielsucht/ 
→ Die aktuelle BZgA-Repräsentativbefragung »Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2019« steht zum Download unter: https://www.bzga.de/fileadmin/user_upload/PDF/studien/BZgA-Forschungsbericht_Gluecksspielsurvey_2019.pdf

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Berlin/Köln, 24. Juni 2021

Publikation: Medienkultur und Öffentlichkeit – Meinungs- und Medienbildung zwischen Engagement, Einfluss und Protest

Aktuell erleben wir eine politische Jugend, die die Öffentlichkeit sucht und mehr Mitsprache und eine andere Klimapolitik von Erwachsenen und anderen politisch Verantwortlichen verlangt. Diese Jugendlichen sind in einer vernetzten Medienwelt zu Hause und schöpfen in ihrem Protest eine Vielfalt von Möglichkeiten zur Artikulation und Veröffentlichung sowohl im Netz als auch auf der Straße aus. Hat sich »die« Jugend in den vergangenen Jahren radikal verändert? Oder erhalten wir nur über die mediale Präsenz ein neues Bild einer teilweise politisch sehr aktiven Jugend? Wie steht es um die Beteiligung und das Engagement verschiedener Generationen?
Politische Meinungsbildung in mediatisierten Räumen findet dabei nicht unbedingt im respektvollen Umgang und Diskurs statt, sondern ist vielfach geprägt auch von Desinformation, »alternativen« Fakten und »Hate Speech« als gängige Phänomene. Das zunehmend vernetzte Mediensystem hält einerseits für unterschiedliche Zielgruppen Ressourcen der Partizipation bereit, birgt andererseits immer auch das Risiko der Exklusion.
Der 57. Band der GMK-Reihe »Schriften zur Medienpädagogik«, der im Herbst im kopaed-Verlag erscheint, liefert aus unterschiedlichen Blickwinkeln neue Aspekte, wie Medienpädagogik als Akteurin der kulturellen und politischen Bildung die Kultur(en) der Öffentlichkeit mitgestalten und Kindern und Jugendlichen ein Recht auf unbeschwerte Teilhabe in digitalen Räumen ermöglichen kann.
Der erste Artikel »Vorsicht Ansteckungsgefahr – Radikalisierungen der Öffentlichkeit in Krisenzeiten« von Andreas Zick ist bereits vorab online unter der Creative Commons Lizenz CC BY-SA 4.0 verfügbar. Wie bedroht oder beschädigt ist bzw. wird die demokratische Kultur, die für jede Form von Medien und Pädagogik unabdingbar notwendige Voraussetzung ist, um gute Medieninhalte und Pädagogik realisieren zu können? Um dies zu ermitteln und den Leser/-innen zu ermöglichen, sich ein eigenes Bild über den Zustand der Demokratie zu machen, konzentriert sich der Beitrag vor allem auf die umfangreichen Ergebnisse der aktuellen Mitte-Studien 2020/21.
Alle weiteren Beiträge des Bandes werden sukzessive und kostenlos unter der freien Lizenz auf www.gmk-net.de/publikationen/artikel/ zur Verfügung gestellt.Infos zum Band: Marion Brüggemann/Sabine Eder/Markus Gerstmann/Horst Sulewski (Hrsg.): Medienkultur und Öffentlichkeit – Meinungs- und Medienbildung zwischen Engagement, Einfluss und Protest. Schriften zur Medienpädagogik 57. München: kopaed (Herbst 2021) | Bezug über www.kopaed.de

 

Quelle: Meldung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V., Bielefeld, 18. August 2021

STELLENAUSSCHREIBUNG

Projektleitung (m/w/d) für das Projekt Elterntalk Niedersachsen Eltern zu Gast bei Eltern

Elterntalk

Elterntalk Niedersachsen will Mütter und Väter in ihrer Medienkompetenz und Erziehungsverantwortung stärken. Dazu finden moderierte Gesprächskreise im privaten Rahmen statt, bei denen sich Eltern über Medien- und Erziehungsthemen austauschen können.
Das niedersachsenweite Projekt richtet sich an Eltern von Kindern bis zu vierzehn Jahren und möchte insbesondere auch Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ansprechen: www.elterntalk-niedersachsen.de

Wir suchen zur Unterstützung:
Projektleitung (m/w/d) für das Projekt Elterntalk Niedersachsen
Hannover, Vollzeit- oder Teilzeitstelle (80%), ab sofort zu besetzen.

Ihre Aufgaben
- Projektmanagement und -entwicklung: Konzeption, Durchführung und Controlling
- Thematische Weiterentwicklung: Erarbeitung von Schwerpunkten und Methoden
- Vernetzung und Begleitung der Kooperationspartner*innen (Standortpartner*innen, Regionalbeauftragten und Moderator*innen)
- Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen von Elterntalk
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Broschüren- und Materialentwicklung in Einfacher Sprache

Ihr Profil
- Fachhochschul- oder Hochschulausbildung im Bereich Sozialarbeit, -pädagogik oder vergleichbare Qualifikation sowie relevante Berufserfahrung
- kooperativer Führungsstil
- Offenheit für verschiedene Religionen und Kulturen
- Vorerfahrungen in der Migrationsarbeit und als Leitung sind wünschenswert
- Engagement und Interesse an der Weiterentwicklung von Inhalten und Organisationsstrukturen

Wir bieten
- angemessene Vergütung in Anlehnung an TVöD
- Mitarbeit in einem professionellen und aufgeschlossenen Team
- alternierende Telearbeit
- abwechslungsreiche Aufgaben mit flexiblen Gestaltungsräumen
- die Bewerbung von Schwerbehinderten bzw. diesen gleichgestellten behinderten Menschen sind erwünscht.

Ihre Bewerbung
Richten Sie Ihre aussagefähige Bewerbung bis zum 07.09.2021 bitte per E-Mail an:
Imke Schmieta, LJS, imke.schmieta@jugendschutz-niedersachsen.de

Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) arbeitet zu aktuellen Themen des Kinder- und Jugendschutzes. Die Fortbildungsangebote richten sich an pädagogische Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen und Schulen.

Die LJS ist ein Fachreferat der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen e.V. (LAG FW Nds.) und wird aus Landesmitteln gefördert.

 

Quelle: Landesstelle Jugendschutz Niedersachen, Hannover, August 2021

Tagung Digitale Lebensräume: Schutz - Befähigung - Teilhabe Neuregelungen des Jugendschutzgesetzes (JuSchG)

Online-Veranstaltung am 13. September 2021

AKJS

Anlass ist die Novellierung zum Jugendschutzgesetz, die am 1. Mai 2021 in Kraft getreten ist. Diese Novellierung bringt vielfältige Änderungen zum Jugendmedienschutz mit sich, Intention des Gesetzgebers war die Anpassung der gesetzlichen Bestimmungen an die Lebensrealität junger Menschen. In der Veranstaltung wird über das neue Regelwerk informiert und die Konsequenzen für die Arbeit mit den Zielgruppen in der Kinder- und Jugendhilfe werden diskutiert. 

Veranstalterinnen: AKJS Brandenburg und Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)) 
Anmeldung unter: https://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/1003057

 

Quelle: Meldung der Aktion Kinder- und Jugendschutz Brandenburg e.V., Potsdam, 04. August 2021

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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