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Jugendschutz Newsletter Nr. 17 vom 24.11.2021

im aktuellen Newsletter finden Sie wie gewohnt Nachrichten und Rechercheergebnisse der letzten Wochen zu den unterschiedlichsten Handlungsfeldern des Kinder- und Jugendschutzes. Die Nachrichten geben nicht unbedingt die Meinung der BAJ wieder. Sie sind Ergebnisse redaktioneller Auswahl, Bearbeitung und Recherche und geben einen Überblick über wichtige Ereignisse und Entwicklungen mit Bedeutung für den Kinder- und Jugendschutz.

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Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum

7.Europ Tag

Am 17. November war der 7. Europäische Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. 
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz widmet sich der Thematik mit Fokus auf die sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mittels digitaler Medien in einer aktuellen Publikation. In der Reihe Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz wird voraussichtlich zum Ende des Jahres ein Sammelband veröffentlicht mit Beiträgen ausgewiesener Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis zu riskantem Onlinehandeln und Grenzverletzungen im Netz sowie Handlungsempfehlungen und Beispielen für die pädagogische Praxis zum fachlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt mit digitalem Medieneinsatz.

Die BAJ fordert zum 7. Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch die konsequente Verbesserung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt und Ausbeutung – offline und online.

Anmerkung: Zum Thema »Digitaler Kinder- und Jugendschutz« liegt eine Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis vor - https://www.kjug-zeitschrift.de/de/Ausgabe/2019-2 

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 17. November 2021

Tag der Kinderrechte

BAJ fordert zügige Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz

Kinderrechte

Zum Internationalen Tag der Kinderrechte, dem Geburtstag der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November, erneuert die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) ihre Forderung, die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz umgehend umzusetzen.
In diesem Zusammenhang betont der BAJ-Vorsitzende Klaus Hinze erneut: »Junge Menschen haben ein Recht auf Schutz, Befähigung und Teilhabe gemäß der UN-Kinderrechtskonvention. Nicht zuletzt der Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der aktuellen Pandemie hat verdeutlicht, dass diese Rechte ins Grundgesetz gehören. Im Kinder- und Jugendschutz stehen Kinderrechte immer an erster Stelle: Sei es mit Blick auf die Mediennutzung, Suchtgefährdungen oder sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Schutz, Befähigung und Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen zu sichern. Die BAJ setzt sich auch weiterhin im Aktionsbündnis Kinderrechte für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein.«

Die deutschsprachige Fassung des General Comment No.25 »General Comment on children’s rights in relation to the digital environment« (Allgemeine Bemerkung zu den Rechten der Kinder in Bezug auf das digitale Umfeld) steht ab sofort unter https://kinderrechtekommentare.de/2021/10/17/allgemeine-bemerkung-25/ zur Verfügung.

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 18. November 2021

»Squid Game« aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes

Squid

Die weltweit mehr als 100 Millionen-mal gestreamte Netflix-Serie »Squid Game« steht seit Wochen wegen ihrer (negativen) Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche in der Kritik. Die koreanische Serie in der 456 Personen gegeneinander in Wettkämpfen in Form von Kinderspielen antreten, wurde von Netflix mit einer Altersfreigabe ab 16 Jahren versehen. 
Auch der Kinder- und Jugendschutz hat sich mit Blick auf die jugendschutzrelevanten Aspekte der Serie hiermit auseinandergesetzt.

Stellungnahmen und Positionierungen einzelner Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz finden sich unter:
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS) Landesstelle Nordrhein-Westfalen
Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg
Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen
Servicestelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt von fjp>media
Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V. Fachstelle für Prävention

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V., Berlin, 23. November 2021

Ein Meilenstein für die Kinderrechte: https://kinderrechtekommentare.de ab sofort online

Kinderrechte

Am 19. November ist die neue Plattform zur UN-Kinderrechtskonvention online gegangen. Die Plattform ist das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinderinteressen e.V. und der Monitoring-Stelle UN-Kinderrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. 
Auf der Plattform werden alle existierenden deutschen Übersetzungen der Allgemeinen Bemerkungen des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes zusammengetragen. Alle Bemerkungen, die es noch nicht auf Deutsch gibt, werden von den Kooperationspartnerinnen Stück für Stück übersetzt. Erstmalig können Anwender/-innen nun auf einen Blick erkennen, ob eine Bemerkung bereits ins Deutsche übersetzt wurde und diese direkt abrufen. Bei den Allgemeinen Bemerkungen handelt es sich um Erläuterungen des UN-Ausschusses zur Kinderrechtskonvention und damit um eine wichtige Grundlage für alle, die mit ihr arbeiten. 
Erst im März 2021 hat der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes eine neue Allgemeine Bemerkung veröffentlicht. Es geht um die Rechte der Kinder im digitalen Umfeld. Diese Bemerkung wurde von den Kooperationspartnerinnen sofort übersetzt und einer Expert/-innengruppe zur redaktionellen Überarbeitung vorgelegt. 

 

Quelle: Pressemeldung der BAG Kinderinteressen e.V. und des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Berlin/Frankfurt a.M., 19. November 2021

Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit

Der Deutsche Bundesjugendring fordert gemeinsam mit sechs weiteren zentralen Trägern der Jugendarbeit einen Digitalpakt. Es geht um eine Digitalisierungsstrategie, eine Ausstattungsoffensive, Förderprogramme zur flächendeckenden Praxisentwicklung sowie um eine Fortbildungsoffensive für haupt- und ehrenamtliche Akteur/innen der Kinder- und Jugendarbeit.

Digitalität prägt die Gesellschaft und damit auch Lebenswelten junger Menschen entscheidend. Sie verändert zunehmend die Praxis, das Portfolio und die Arbeitsabläufe der Kinder- und Jugendarbeit und erfordert, deren Aufgaben weiterzuentwickeln.

Die Covid-19-Pandemie hat zudem als Katalysator gewirkt und das Digitalisierungstempo erhöht. Die Kinder- und Jugendarbeit konnte dabei vielerorts zeigen, dass sie sehr lösungsorientiert und flexibel mit geänderten und neuen Anforderungen umgehen kann. Zugleich wurde deutlich, dass die Akteur/innen der Kinder- und Jugendarbeit in der Breite den fachlichen, ethischen, technischen und rechtlichen Herausforderungen der Digitalität aktuell nur unzureichend begegnen können. Es fehlt an einer modernen digitalen Infrastruktur, an Unterstützung und Wissen sowie an Erfahrungstransfer.

Das Ziel von Jugendarbeit ist, Kindern und Jugendlichen Raum für Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit zu schaffen, mit ihnen gemeinsam gesellschaftliche Entwicklungen zu gestalten und Chancen zur Entfaltung zu öffnen – gerade in einem Transformationsprozess wie der Digitalisierung. Für eine gelingende, positive digitale Transformation der jugendlichen Lebenswelten braucht es deswegen die Potenziale der Kinder- und Jugendarbeit. Damit die Kinderrechte gewahrt und die im SGB VIII verankerten Prinzipien auch in analog-digitalen Lebenswelten gesichert und vertreten werden können, bedarf es substanzieller Rahmenbedingungen für eine Digitalisierung in der Kinder- und Jugendarbeit. Es braucht konkret eine finanzielle Förderung, rechtliche Grundlagen und eine differenzierte Digitalisierungsstrategie, um die digitale und fachliche Infrastruktur in der Kinder- und Jugendarbeit innovativ und nachhaltig auszugestalten - für und mit jungen Menschen.

Ein umfassender und durchdachter Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit ist dringend notwendig. Er muss als kinder- und jugendpolitisches Vorhaben verstanden werden, die Träger und Akteur/innen wirksam einbinden und sie darin unterstützen, ihre Orte und Angebote auch im Zuge der Digitalität auszugestalten. Und zwar derart, dass sie

o jungen Menschen Selbstbestimmung/-organisation, Selbstwirksamkeit und Selbstartikulation ermöglichen,

o soziale, gesellschaftliche und politische Beteiligung, Engagement und Teilhabe fördern,

o Frei- und Experimentierräume zur Entfaltung ebenso wie Raum zur kritischen Reflexion bieten,

o Barrierefreiheit und Inklusion, d.h. Zugänge für Kinder und Jugendliche in unterschiedlichsten Lebenssituationen sichern,

o die Förder-, Beteiligungs- und Schutzrechte aller jungen Menschen umfänglich gewährleisten.

Ein Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit muss im Zusammenschluss der unterschiedlichen Trägerbereiche in der Kinder- und Jugendarbeit entstehen, damit sie gemeinsam ihre Anliegen bündeln und ihre jeweiligen Expertisen einbringen können. Die bundeszentralen Infrastrukturen der Kinder- und Jugendarbeit leisten gemeinsam Beiträge zur überregionalen fachlichen und fachpolitischen Weiterentwicklung und Innovation. Sie sind als zivilgesellschaftliche Träger/Verbände wichtige Schnittstellen, weil sie zusammen mit ihren Mitgliedern und Netzwerken die Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen für neue Angebots- und Arbeitsstrukturen vorantreiben können.

Ein Digitalpakt Kinder- und Jugendarbeit steht gleichwertig auf einer Ebene mit einem Digitalpakt Kinder- und Jugendhilfe sowie dem bestehenden Digitalpakt Schule. Dabei müssen Erfahrungen aus dem bestehenden Digitalpakt Schule gezogen werden, um Fehler wie zum Beispiel eine Engführung auf technische Ausstattung, zu vermeiden.

Die Forderungen für einen Digitalpakt Jugendarbeit werden formuliert und getragen von:

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB)
BAG Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen e. V. (BAG OKJE)
Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)
Deutscher Bundesjugendring (DBJR)
Deutsche Sportjugend im DOSB (dsj)
IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e. V. (IJAB)
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit

Diese bundeszentralen Strukturen sehen sich als Partner für die Entwicklung und Umsetzung eines Digitalpaktes Jugendarbeit.

 

Quelle: Meldung des Deutschen Bundesjugendrings, Berlin, 01. November 2021, www.dbjr.de

Kindgerechte Justiz: Praxisleitfaden zur Anwendung kindgerechter Kriterien für das Strafverfahren vorgestellt

Praxisleitfaden

Im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Fachpraxis sowie Betroffene in der Arbeitsgruppe »Kindgerechte Justiz« daran, Ermittlungs- und Gerichtsverfahren für Kinder und Jugendliche kindgerecht und sensibel zu gestalten.
Am 11. November stellten Mitglieder des Nationalen Rats den gemeinsam entwickelten »Praxisleitfaden zur Anwendung kindgerechter Kriterien für das Strafverfahren« in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der 92. Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister, dem nordrhein-westfälischen Justizminister Peter Biesenbach, und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Justizministerkonferenz vor. 
Christine Lambrecht, geschäftsführende Bundesfamilien- und Bundesjustizministerin: »Immer wieder müssen wir erleben, dass Kindern durch sexualisierte Gewalt unermessliches Leid zugefügt wird. Die Strafverfahren gegen die Täter sind für die betroffenen Kinder und Jugendlichen eine große Belastung. Es ist sehr wichtig, dass diese Verfahren mit großer Sensibilität und besonderem Einfühlungsvermögen für die Opfer geführt werden. Es muss Raum geben, Kinder in einem altersgerechten und sensiblen Rahmen zu befragen. Ich bin dankbar, dass der Nationale Rat gegen sexuelle Gewalt mit dem dort versammelten interdisziplinären Wissen einen Praxisleitfaden mit kindgerechten Kriterien für das Strafverfahren entwickelt hat. Damit geben wir der Polizei und der Justiz wichtige praktische Empfehlungen für diese besonders schwierigen Verfahren an die Hand.« Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM): »Ich freue mich sehr, dass sich die Justizministerkonferenz im Vorfeld ihrer 92. Konferenz mit Vertreterinnen und Vertretern des Nationalen Rats darüber austauscht, wie eine kindgerechte Justiz in der Praxis besser ausgestaltet werden kann. Strafrechtliche und familiengerichtliche Verfahren sind für Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erlitten haben, oftmals sehr belastend und unter Umständen sogar retraumatisierend. Es ist deshalb wichtig, sie sensibel und altersentsprechend an den Verfahren zu beteiligen und die vom Gesetzgeber vorgesehenen Möglichkeiten zu ihrem Schutz bestmöglich umzusetzen. Der »Praxisleitfaden zur Anwendung kindgerechter Kriterien für das Strafverfahren«, den die AG Kindgerechte Justiz im Nationalen Rat erarbeitet hat, ist eine praktische Handlungshilfe für das strafrechtliche Verfahren und sollte auch bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht eine weite Verbreitung finden.«

Der neue Praxisleitfaden richtet sich an Polizistinnen und Polizisten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Ermittlungsrichterinnen und Ermittlungsrichter sowie Spruchrichterinnen und Spruchrichter. Der Leitfaden ist das Ergebnis mehrerer Anhörungen und Fachgespräche, an denen die Justiz mit Richterschaft und Staatsanwaltschaft, die Polizei, die Anwaltschaft, der Betroffenenrat des UBSKM, Beratungsstellen, Opferhilfeeinrichtungen, Kinderschutzorganisationen, Psychosoziale Prozessbegleitung, Wissenschaft und Justizverwaltung teilgenommen und ihre Beiträge eingebracht haben.
Der »Praxisleitfaden zur Anwendung kindgerechter Kriterien für das Strafverfahren« ist abrufbar unter: https://www.nationaler-rat.de/downloads/Praxisleitfaden_kindgerechte_Kriterien_Strafverfahren.pdf

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums und des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Berlin, 11. November 2021

Fit für die Demokratie, stark für die Gesellschaft

EU-Initiative klicksafe ruft zur Teilnahme am Safer Internet Day 2022 auf

Safer Internetday

Klimawandel, Pandemie, rechtsradikale und extremistische Bewegungen – unsere Demokratie wird tagtäglich herausgefordert. Wie machen wir unsere Demokratie stark? Wie gelingt diese Bewährungsprobe im digitalen Alltag? Wie können wir Vielfalt als Reichtum und Stärke begreifen? Wie kann der faire und konstruktive Austausch von unterschiedlichen Standpunkten eingeübt und trainiert werden? Und welche Kompetenzen benötigen insbesondere Kinder und Jugendliche dafür? Zum bundesweiten Aktionstag am 8. Februar 2022 stellt klicksafe das Thema »Fit für die Demokratie, stark für die Gesellschaft« in den Mittelpunkt der Safer Internet Day-Kampagne.

Demokratie ist kein gegebener Zustand, sondern muss sich im Alltag immer wieder neu bewähren, erfinden, überzeugen. Eine starke Medienkompetenz ermöglicht eine starke Demokratiekompetenz. Damit dies gelingt, müssen wir regelmäßig trainieren, denn eine nachlassende und schwache Demokratie gefährdet die Vielfalt in unserer Gesellschaft. Vor allem Kinder und Jugendliche benötigen Kompetenzen, um sich inmitten der Flut an Informationen in etablierten Medien oder auf Social Media ihre Meinung bilden zu können.

Zur Stärkung der Demokratiekompetenz schafft die EU-Initiative klicksafe Raum zur Auseinandersetzung auf zahlreichen Ebenen:

• Für den Schulunterricht werden die Expertinnen und Experten von klicksafe 2022 neues Unterrichtsmaterial zum Themenbereich Demokratieförderung und Medienkompetenz veröffentlichen. Projekte und Arbeitsmaterialien für die pädagogische Arbeit werden vorab als kompaktes Downloadpaket unter klicksafe.de/sid verfügbar sein.

• In sozialen Netzwerken werden unter den Hashtags #FitForDemocracy und #SID2022 Inhalte und Diskussionen zu finden sein.

• Alle Interessierten sind aufgerufen, sich selbst am Aktionstag zu beteiligen, aktiv und kreativ zu werden und sich so stark für die Demokratie zu machen. Geplante Aktionen können auf klicksafe.de/sid eingetragen werden.

Machen Sie mit!: klicksafe ruft deutschlandweit Institutionen, Stiftungen, Unternehmen, Schulen, Jugendorganisationen, Bildungseinrichtungen, Vereine und auch Privatpersonen dazu auf, sich am 8. Februar 2022 mit eigenen Beiträgen und Projekten am Safer Internet Day zu beteiligen. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig – aufgrund der andauernden Corona-Pandemie ist mit einem breiteren Angebot an digitalen Formaten, virtuellen Workshops und Online-Informationen rund um die Themen Internetsicherheit und Medienkompetenz zu rechnen.

www.klicksafe.de/sid 

www.klicksafe.de  

 

Quelle: Pressemeldung klicksafe und Medienanstalt NRW, Ludwigshafen/Düsseldorf, 23. November 2021

Auf die Ohren – fragFINN launcht Audiobox für Kinder

frag finn

Ab sofort gibt es auf www.fragfinn.de und in der gleichnamigen App etwas auf die Ohren. In der neuen Audiobox finden sich pädagogisch wertvolle sowie unterhaltende Hörbeiträge für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, darunter verschiedene Audioformate wie Podcasts und Hörspiele.
Ob Hörspiele, Podcasts oder ganze Hörbücher – verschiedene Audioformate prägen den Alltag von Kindern und sind so beliebt wie nie zuvor. Aus der KIM-Studie 2020 geht hervor, dass 29% der Kinder täglich oder einmal bis mehrfach pro Woche Audioangebote wahrnehmen. Während jüngere Kinder vor allem auf Hörspiele und -bücher zurückgreifen, interessieren sich ältere Kinder vorwiegend für Podcasts. Auch die Themenvielfalt auditiver Angebote für Kinder ist umfangreich und wächst stetig, um die Fantasie zu beflügeln, den Wissensdurst zu stillen oder der Langeweile entgegenzuwirken. Obwohl viele Audioangebote für Kinder nicht so leicht zugänglich und vorwiegend nur über die gängigen Streaming-Dienste verfügbar sind, gibt es jedoch auch eine breite Auswahl an kostenlosen Audioformaten auf Websites, die speziell an Kinder adressiert sind.
Damit Kinder medienpädagogisch geprüfte, attraktive Audioformate leichter auffinden und nutzen können, wird das redaktionelle Angebot der Kindersuchmaschine nun um eine Audiobox ergänzt. Diese verlinkt zudem auf weitere kindgerechte Audiobeiträge, wodurch die jungen Nutzer/innen gezielt auf Webangebote stoßen, die extra für sie geschaffen wurden und entsprechend wertvolle und kindgerechte Inhalte bieten.

 

Quelle: Pressemeldung fragFINN e.V., Berlin, 18. November 2021

Junge Menschen für Beirat der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz gesucht

BZKJ

Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) sucht Kinder und Jugendliche zur Mitarbeit in einem Beirat. Der Beirat unterstützt die BzKJ dabei, die Kinderrechte auf Schutz, Befähigung und Teilhabe bei der Nutzung digitaler Medien umzusetzen und zu stärken.

Durch die Arbeit der BzKJ wird der Kinder- und Jugendmedienschutz verbessert und weiterentwickelt. Gesucht werden Personen mit folgenden Eigenschaften und Fähigkeiten:

• Zwischen 12 und 17 Jahre alt (zum Zeitpunkt der Berufung in den Beirat)

• Digitale Medien (z.B. Soziale Medien, Online-Gaming usw.) sind fester Bestandteil des Alltags

• Aktives ehrenamtliches Engagement (mind. 1 Jahr) in der Kinder- und Jugendarbeit (Jugendverbandsarbeit, Offene Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Jugendberatung)

• Fähigkeit, mit den praktischen Erfahrungen aus der Kinder- und Jugendarbeit auf die Lebenswelt anderer Kinder und Jugendlicher zu schauen – mit einem reflektierenden Blick und der persönlichen Motivation, etwas verändern zu wollen

• Soziale Kompetenz & Kommunikationsfähigkeit: Bereitschaft und Mut, sich als junger Mensch in einer Gruppe mit überwiegend erwachsenen Teilnehmenden selbstbewusst einzubringen

• Kenntnisse und hohes Interesse an demokratischen Prozessen  

• Bereitschaft zu Gremienarbeit

Die Kinder und Jugendlichen als ordentliche und stellvertretende Beiratsmitglieder werden vom Deutschen Bundesjugendring (DBJR) in einem bewerberoffenen Auswahlverfahren bestimmt und der BzKJ vorgeschlagen. Der DBJR übernimmt im Auswahlverfahren eine unterstützende und beratende Funktion gegenüber der BzKJ.

Die gesamte Ausschreibung und weitere Informationen zum Ablauf des Verfahrens und zum Hintergrund finden sich unter https://www.bzkj.de/bzkj/service/alle-meldungen/kinder-und-jugendliche-zur-mitarbeit-im-beirat-bei-der-bzkj-gesucht-187058

 

Quelle: Meldung der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ), Bonn, 11. November 2021

Die BAJ sucht zum 01. Januar 2022 oder zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Mitarbeiter/-in (m/w/d) im Bereich Finanzen und Verwaltung

BAJ

Aufgaben: 

  • Laufende Finanzbuchhaltung (Lexware) unter Berücksichtigung der steuerrechtlichen Vorgaben, Verwaltung und Abrufen der Mittel nach dem Kinder- und Jugendplan des Bundes sowie Erstellung des Verwendungsnachweises. 
  • Erstellung und Überwachung des Haushaltsplans. 
  • Erstellung der USt-Erklärung sowie KSt-Erklärung. 
  • Eigenständige Rechnungslegung sowie Durchführung allgemeiner Schriftverkehr, Abwicklung des Zahlungsverkehrs, allgemeine Verwaltungstätigkeiten sowie Reisekostenabrechnungen nach BRKG. 
  • Finanzielle Steuerung von Projekten. Personalbuchhaltung in Zusammenarbeit mit dem Bundesverwaltungsamt. 
  • Ansprechpartner/-in für den externen Datenschutzbeauftragten.

Die komplette Stellenausschreibung findet sich unter https://www.bag-jugendschutz.de/stellenausschreibungen.html 

 

Quelle: Meldung der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Berlin, 18. November 2021

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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