KJug - Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis
KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird vierteljährlich von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) herausgegeben. Die Handlungsfelder des heutigen gesetzlichen und erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sind vielfältig und reichen von Gewalt gegen Mädchen und Jungen und Missbrauch, über den Medienkonsum, Suchtgefährdungen und Jugenddelinquenz u.v.m.
KJug erscheint bereits im 70. Jahrgang. Mit dem Angebot bietet die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz einen hervorragenden Überblick über das gesamte Themenspektrum des Kinder- und Jugendschutzes und befördert den interdisziplinären Austausch zwischen verschiedenen Wissenschaften und der Praxis.
Zu den Zielgruppen gehören neben Fachkräften der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in Jugendämtern und Fachinstitutionen, Studierende und Lehrende an Fach- und Hochschulen und politische Mandatsträger auf Landes- und Bundesebene.
Auf der Seite www.kjug-zeitschrift.de finden sich alle Ausgaben seit 2010. Dort kann nach Autorinnen und Autoren sowie Schlagworten recherchiert werden. Einzelne Beiträge können eingesehen und ganze Hefte heruntergeladen oder bestellt werden.
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Sexuelle Grenzverletzungen (online)
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 2/2026
Artikel-Nr.: KJug 2026-2
Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Risiken: Technologiegestützte sexualisierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und stellt den Kinder- und Jugendschutz vor große Herausforderungen. Dabei werden soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Online-Plattformen und andere digitale Anwendungen genutzt, um sexuelle Grenzverletzungen und Missbrauchshandlungen anzubahnen, zu dokumentieren oder zu verbreiten.
Besonders junge Menschen sind von Phänomenen wie Cybergrooming, Sextortion oder der ungewollten Konfrontation mit pornografischen Inhalten betroffen. Täterinnen und Täter suchen gezielt den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, gewinnen ihr Vertrauen und nutzen digitale Kommunikationswege, um Abhängigkeiten zu schaffen und sexuelle Handlungen anzubahnen. Auch die missbräuchliche Weitergabe intimer Aufnahmen kann für Betroffene schwerwiegende Folgen haben.
Nationale und internationale Studien belegen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von technologiegestützter sexualisierter Gewalt betroffen sind. Neben den psychischen Belastungen wirkt sich insbesondere die dauerhafte und potenziell weltweite Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen belastend aus. Vor diesem Hintergrund gewinnen Prävention, Medienkompetenz und wirksame Schutzkonzepte im Kinder- und Jugendschutz zu-nehmend an Bedeutung. Die aktuelle Ausgabe von KJug beleuchtet die verschiedenen Erscheinungsformen technologiegestützter sexualisierter Gewalt, ihre Folgen für junge Menschen und wirksame Ansätze zur Prävention und Intervention.
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